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Kate Winslet: „Zuerst kommt die Familie“
Lifestyle 5 Min. 03.08.2019

Kate Winslet: „Zuerst kommt die Familie“

Kate Winslet machte erstmals 1994 mit einer Rolle im Peter-Jackson-Film „Heavenly Creatures“ auf sich aufmerksam. Der endgültige Durchbruch gelang ihr 1997 mit dem Auftritt als Rose DeWitt Bukater im Blockbuster „Titanic“.

Kate Winslet: „Zuerst kommt die Familie“

Kate Winslet machte erstmals 1994 mit einer Rolle im Peter-Jackson-Film „Heavenly Creatures“ auf sich aufmerksam. Der endgültige Durchbruch gelang ihr 1997 mit dem Auftritt als Rose DeWitt Bukater im Blockbuster „Titanic“.
Foto: Longines
Lifestyle 5 Min. 03.08.2019

Kate Winslet: „Zuerst kommt die Familie“

Schauspielerin Kate Winslet spricht im Interview über Mode und Eleganz, ihr soziales Engagement und Pyjama-Tage mit ihren Liebsten.

Ein schwarzes Kleid, schwarze Booties, die Haare locker zusammengesteckt: Hollywood-Star Kate Winslet geht auf Nummer sicher, was ihren Look an diesem Tag betrifft. Anlässlich des Pferderennens „Prix de Diane“ ist die 43-jährige Engländerin auf Einladung des Sponsors Longines, der auch mit der sympathischen Engländerin für seine Uhren wirbt, nach Chantilly gereist. Das Pferderennen an sich lässt die Schauspielerin – im Gegensatz zu ihrem Kollegen Simon Baker – ausfallen. Die „Record Collection“-Party im Longines-Zelt am Abend zuvor lässt sich Kate Winslet aber nicht entgehen. Vor dem sommerlichen Event nahm sich die Oscar-Preisträgerin aber noch Zeit, um gemeinsam einigen Medien – neben dem „Luxemburger Wort“ unter anderem auch der belgischen „Marie Claire“ und der portugiesischen „Vogue“ – einige Fragen zu beantworten.

Kate Winslet, Sie gelten als Stilikone, sind immer perfekt angezogen. Welche Kleidung tragen Sie am liebsten?

Ehrlich gesagt, am liebsten gar nichts. (lacht) Mein Lieblingsoutfit beinhaltet einen Bademantel oder Pyjamas. Ich habe Mode nie wirklich geliebt, ich weiß, ich sollte es tun. Aber ich habe immerhin eine Lieblingsdesignerin.

Wer ist es?

Isabel Marant. Ihre Sachen sind einfach brillant. Von diesen Booties (zeigt auf ihre Schuhe) habe ich fünf Paar. Ich lebe sozusagen in ihnen. Dieses Paar habe ich kürzlich erst bekommen. Sie sind noch sauber, und ich werde sie in diesem Beutel aufbewahren, der immer mitgeliefert wird. Das hab ich bisher noch nie gemacht.

In Chantilly traf Kate Winslet auf ihren Schauspielkollegen Simon Baker.
In Chantilly traf Kate Winslet auf ihren Schauspielkollegen Simon Baker.
Foto: Longines

Dass Sie mit Mode nichts anfangen können, kann man kaum glauben ...

Ich bewundere gute Designer und schätze maßgeschneiderte Mode, das schon. Wenn es darum geht, sich ein Kleid für den roten Teppich auszusuchen, dann kann ich wenig dazu beitragen, wenn es um Schnitte geht. Aber ich genieße es. Privat hasse ich Shopping. Darin bin ich wirklich schlecht. Zudem habe ich große Füße und finde nie passende Schuhe – mal abgesehen von Isabel-Marant-Boots und Superga-Sneakern. Am glücklichsten bin ich immer noch mit Pyjamas.

Wir kennen Sie aber auch anders – und zwar in edler Robe. Wie definieren Sie Eleganz?

Für mich bedeutet Eleganz, wenn eine Frau oder ein Mann eine besondere Energie verströmt, wenn sie oder er einen Raum betritt. Und damit meine ich nicht, dass man „wow“ sagen muss, wenn man auf sie oder ihn schaut. Wir alle tragen die Fähigkeit dazu in uns. Eleganz ist auch mit Anmut, Stärke, Selbstsicherheit, Mut und Leidenschaft verbunden. Es geht weniger um die Haare oder das Outfit.


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Und was sehen Sie als zeitlos an?

Zeitlos kann ein schwarzes Kleid sein, ein Kinderlächeln, der Geruch von Feuerholz, Herbstlaub oder der Duft eines Sommermorgens. Zeitlos ist auch Familie. Die Basis einer Familie, dass man sich aufeinander verlassen und auf einen andern zählen kann. Und Respekt ist auch sehr wichtig für mich.

Sie sind Markenbotschafterin des Uhrenherstellers Longines und Gesicht der Kosmetikmarke Lancôme. Nach welchen Kriterien wählen Sie diese Partner aus?

Für mich spielen die Themen Engagement und Verpflichtung im Leben eine große Rolle – in der Familie, bei der Arbeit, in Freundschaften, einfach überall. Eine Verbindung etwa mit Longines herzustellen, bedeutete für mich, dass ich wirklich Engagement zeigen und die Marke respektieren muss. Zudem muss ich verstehen, was die Marke repräsentieren will. Longines steht zum Beispiel für Leistung, Präzision und Professionalität. Das klingt jetzt nach Marketing. (lacht) Außerdem ist da noch die empathische Seite der Arbeit, Traditionen und das Thema Verantwortung. Auch dazu habe ich eine Verbindung. Die Marke unterhält langjährige Beziehungen – nicht nur mit ihren Markenbotschaftern, sondern auch mit den Menschen, die dort arbeiten. Ich war in der Manufaktur und habe Männer und Frauen getroffen, die schon seit 20 Jahren dort beschäftigt sind und deren Eltern auch schon dort gearbeitet haben.

Grund für Kate Winslets Besuch in Chantilly: die Longines "Record Collection".
Grund für Kate Winslets Besuch in Chantilly: die Longines "Record Collection".
Foto: Longines

Im vergangenen Jahr wurde eine Uhr zugunsten der „Golden Hat“-Autismusstiftung versteigert. Was hat es mit diesem Engagement auf sich?

Ich habe die Stiftung zusammen mit meiner Freundin Margret Ericsdottir gegründet, deren jüngster Sohn Keli Autist ist. Sie hat eine Dokumentation über ihn gedreht, in der es um den Versuch geht, mit ihm zu kommunizieren. Man sagte Margret zuvor, dass Keli mental auf dem Stand eines Dreijährigen wäre. Als sie dann einen Zugang zu ihm gefunden hat, wollte er sich sofort ausdrücken, Klavier spielen und sich mitteilen. Margret war so wütend, dass man ihr all diese falschen Informationen gegeben hatte. Ich war sehr bewegt von dieser Geschichte und davon, dass die Gesellschaft noch zu wenig über die Krankheit weiß. Mein Ziel ist es daher nicht nur, Aufmerksamkeit für das Thema zu generieren, sondern auch Geld zu sammeln, um Wohnmöglichkeiten für junge Betroffene zu schaffen, in denen sie unabhängig von ihren Familien leben können und während dieser Übergangsphase ins Erwachsenenleben eine gewisse Lebensqualität erlangen.

Sie haben damals auch bei dem Entwurf der Uhr mitgewirkt. Wie war das für Sie?

Ich wünschte, ich könnte sagen, dass ich großen Einfluss auf den Designprozess hatte. (lacht) Aber es war spannend, eine Uhr für die Stiftung zu entwerfen. Ich habe wirklich mitgewirkt – bis ins kleinste Detail. Heute hat man ja so viele Möglichkeiten, sich die Zeit anzeigen zu lassen – und Menschen, die noch eine Uhr tragen, wissen diese zu schätzen. Es fühlt sich wie ein wichtiges Accessoire an, noch mehr als zuvor. Hoffentlich werden auch die zukünftigen Generationen noch Uhren zu schätzen wissen, schließlich lassen sie sich die Zeit auf dem Smartphone anzeigen. Wer weiß ... vielleicht haben wir bald alle einen implantierten Chip, der uns sagt, wie spät es ist.

Wenn wir schon beim Thema Zeit sind: Wie sieht für Sie der perfekte Tag aus?

Wie ich ihn verbringen würde? Natürlich im Pyjama. Tatsächlich machen wir zuhause häufig Pyjama-Tage. Das kann ich nur empfehlen. Meist sind sie geplant, aber manchmal entscheide ich auch spontan. Dann sind alle ganz begeistert – bis auf meinen Mann. Er sagt dann ständig: Mir ist es zu warm, ich will duschen, ich will Surfen gehen, lass uns mit dem Hund raus gehen. Ich antworte dann: Lass uns Pyjamas tragen, einfach nur essen und rumsitzen!

Nein, es muss nicht immer Schwarz sein: Kate Winslet fühlt sich auch beim Picknick in floralem Ambiente wohl.
Nein, es muss nicht immer Schwarz sein: Kate Winslet fühlt sich auch beim Picknick in floralem Ambiente wohl.
Foto: Longines

Wie wichtig ist das Familienleben für Sie?

Heutzutage, mit dem Einfluss von Social Media, ist es schwieriger geworden, sich daran zu erinnern, wie es ist, eine Familie zu sein. Ich bin so glücklich, noch ein geregeltes Familienleben haben zu können. Das Smartphone mal zur Seite zu legen, ist ganz einfach für uns. Meine Mutter sagte früher immer: Zuerst kommt immer die Familie. Und je älter ich werde, desto mehr ist das auch für mich der Fall.

Und Ihre Kinder müssen auf Social Media verzichten ...

Glauben Sie mir, sie haben danach gefragt, haben darum gebettelt. Aber mittlerweile verstehen sie, welchen Einfluss das auf sie haben kann. Mittlerweile kommen sie auch mal nach Hause und erzählen: Du wirst es nicht glauben, es haben sich zehn Leute bei Instagram abgemeldet.


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