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Karo-Dame trifft Stubentiger
Bei Max Mara kommt man in dieser Saison nicht an Animalprints vorbei, dicht gefolgt von Karomustern.

Karo-Dame trifft Stubentiger

Foto: Getty Images
Bei Max Mara kommt man in dieser Saison nicht an Animalprints vorbei, dicht gefolgt von Karomustern.
Lifestyle 2 Min. 08.09.2018

Karo-Dame trifft Stubentiger

Nathalie RODEN
Nathalie RODEN
Das Modekarussell dreht sich stetig weiter. Das bedeutet: neue Saison, neue Kleider. Wobei durchaus auch Altbewährtes im Herbst und Winter zum Tragen kommt.

Ein Überblick über sechs Modetrends, die man auch als Normalsterblicher abseits der Laufstege tragen kann.

Liebling Leder

Das dunkelgrüne Lederkleid von Givenchy ist durchaus sexy, aber nicht vulgär.
Das dunkelgrüne Lederkleid von Givenchy ist durchaus sexy, aber nicht vulgär.
Foto: Getty Images

Nachdem 2017 primär Lederröcke angesagt waren, rücken nun Lederkleider ins Zentrum der Aufmerksamkeit, vorzugsweise in Dunkelgrün, Rostrot und Cognac. Fernab jeglicher Vulgarität strahlen sie eine überraschend bürotaugliche Coolness aus. Und sogar Veganer können den Trend mitmachen. So hat etwa Beatles-Tochter Stella McCartney raffiniert drapierte Modelle aus „Skin Free Skin“ entworfen, einem Lederimitat aus Viskose, das echter Tierhaut täuschend ähnelt.

Tod's wartet ebenfalls mit lässigen Lederdresses auf.
Tod's wartet ebenfalls mit lässigen Lederdresses auf.
Foto: Getty Images

Ruf der Wildnis

Max Mara beweist, dass Animalprints auch im All-over-Look edel aussehen können. Wichtig ist dabei die Materialwahl.
Max Mara beweist, dass Animalprints auch im All-over-Look edel aussehen können. Wichtig ist dabei die Materialwahl.
Foto: Getty Images

Seit Christian Dior im Jahr 1947 das Leopardenmuster erstmals als Print statt in der Echtpelzvariante einsetzte, gehören Tiermuster zu den langlebigsten Trends der Branche. Wirklich aus der Mode sind sie nie gekommen. Sie dürften sich somit auch künftig bewähren. In diesem Herbst und Winter stehen Animalprints allerdings besonders hoch im Kurs – seien es Leopardentupfen, Zebrastreifen oder Giraffenflecken. Einsteiger greifen zu Accessoires, Mutige zum All-over-Look.

In Falten gelegt

Sacai interpretiert den Plisseerock komplett neu.
Sacai interpretiert den Plisseerock komplett neu.
Foto: Getty Images

Der altbewährte Plisseerock galt bisher als eher brav, um nicht zu sagen bieder. Doch damit ist nun Schluss. Mit langer Hose untendrunter (Valentino), zu sportlich-derben Schnürschuhen mit auffälliger Sohle (Sportmax) oder ungewöhnlich gerafft (Sacai) entledigt sich der Bundfaltenrock seinem verstaubten Image und wirkt plötzlich deutlich frischer. Bei breiteren Hüften sollte man aber nach wie vor einen Bogen um diesen Trend machen, denn er trägt etwas auf.

Rock über Hose: der Look von Valentino.
Rock über Hose: der Look von Valentino.
Foto: Getty Images


Sportmax verleiht dem klassischen Bundfaltenrock mit markanten Schürschuhen, Bauchtasche und engem Rollkragen-Pulli einen sportlichen Twist.
Sportmax verleiht dem klassischen Bundfaltenrock mit markanten Schürschuhen, Bauchtasche und engem Rollkragen-Pulli einen sportlichen Twist.
Foto: Getty Images

Doppelt gemoppelt

Einer geht noch: Balenciaga mischt beim Mantel-Layering ganz vorne mit.
Einer geht noch: Balenciaga mischt beim Mantel-Layering ganz vorne mit.
Foto: Getty Images

Einen warmen Wintermantel braucht jeder – oder auch zwei oder drei, wenn es nach den kreativen Köpfen der großen Modehäuser geht. Statt einfach nur – wie bisher üblich – einen einzigen Mantel oder Anorak überzustreifen, setzen die Designer auf den etwas extremeren Lagenlook und kombinieren diverse Modelle übereinander. Da dies natürlich nicht ohne Weiteres geht, sind neben figurbetonten Schnitten auch XXL-Mäntel in den aktuellen Kollektionen zu finden.

Marni beweist mit der Kombination von Mänteln in Knallfarben zusätzlichen Mut zum Mode-Statement.
Marni beweist mit der Kombination von Mänteln in Knallfarben zusätzlichen Mut zum Mode-Statement.
Foto: Getty Images


Victoria Beckham setzt derweil auf die zurückhaltende Ton-in-Ton-Variante.
Victoria Beckham setzt derweil auf die zurückhaltende Ton-in-Ton-Variante.
Foto: AFP

Rost angesetzt

Rosttöne lassen sich vorzüglich untereinander mischen - so wie bei Bottega Veneta.
Rosttöne lassen sich vorzüglich untereinander mischen - so wie bei Bottega Veneta.
Foto: AFP

Ein weiteres Thema, welches etliche Modedesigner aufgegriffen haben: Rosttöne in allen erdenklichen Schattierungen. Nicht wundern: Die orangestichigen Gelb-, Rot- und Braunnuancen strahlen meist einen unterschwelligen Seventies-Vibe aus. Sie werden monochrom getragen oder untereinander kombiniert. Wobei das warme Gelb am besten bei olivstichigem Teint zur Geltung kommt. Hauttypen mit kühlem, hellen Teint sollten dagegen mit Rot- und Brauntönen vorlieb nehmen.

Auch bei Chloé kommen Rosttöne in dieser Saison zum Tragen.
Auch bei Chloé kommen Rosttöne in dieser Saison zum Tragen.
Foto: Getty Images

Karo ist Trumpf

Dass man in Anzügen mit Karomuster nicht unweigerlich an einen Clown erinnert, beweist der Look von Dries Van Noten.
Dass man in Anzügen mit Karomuster nicht unweigerlich an einen Clown erinnert, beweist der Look von Dries Van Noten.
Foto: Getty Images

Das letzte Mal, dass man als Nicht-Schotte derart oft mit dem Anblick von Karomustern konfrontiert wurde wie bei den Herbst/Winter-Schauen 2018, war wahrscheinlich im Jahr 1995 als Alicia Silverstone in der Teenie-Komödie „Clueless“ über die Kinoleinwände stolzierte. Schulmädchenuniformartige Outfits waren auf den Laufstegen natürlich auch vertreten, so beliebt wie die Neunziger beim fashionaffinen Nachwuchs derzeit sind. Doch die deutlich erwachsener wirkenden Karo-Looks setzen ihnen einiges an Cool Chic entgegen.

Karo hoch drei bei Versace.
Karo hoch drei bei Versace.
Foto: Getty Images


Rock Chic bei Dior.
Rock Chic bei Dior.
Foto: AFP



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