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Kapsel mit Asteroid-Proben auf der Erde gelandet
Lifestyle 15.03.2012

Kapsel mit Asteroid-Proben auf der Erde gelandet

Bild der japanischen „Hayabusa“-Sonde.

Kapsel mit Asteroid-Proben auf der Erde gelandet

Bild der japanischen „Hayabusa“-Sonde.
ap
Lifestyle 15.03.2012

Kapsel mit Asteroid-Proben auf der Erde gelandet

Die mit Spannung erwartete Raumsonde mit Bodenproben eines Asteroiden hat die wertvolle kosmische Fracht am Sonntag zur Erde zurückgebracht. Die japanische „Hayabusa“-Sonde trat über Australien planmäßig in die Erdatmosphäre ein.

(dpa). - Die mit Spannung erwartete Raumsonde mit Bodenproben eines Asteroiden hat die wertvolle kosmische Fracht am Sonntag zur Erde zurückgebracht. Die japanische „Hayabusa“-Sonde trat über Australien planmäßig in die Erdatmosphäre ein. Eine Kapsel mit den ersten jemals genommenen Asteroid-Proben sollte sich danach lösen und an einem Fallschirm sanft zur Erde gleiten.

„Das Funksignal auf der Kapsel wurde aktiviert“, sagte die Sprecherin des australischen Wissenschaftsministeriums, Michele Clement - ein gutes Zeichen für eine problemlose Landung. Die Kapsel müsse um kurz nach 16.00 Uhr MESZ zu Boden gegangen sein. In der australischen Wüste, 500 Kilometer nördlich von Adelaide, war es zu dem Zeitpunkt kurz vor Mitternacht. Die Kapsel sollte erst bei Tagesanbruch geborgen werden, sagte sie.

An dem Raketenübungsgelände Woomera standen Hubschrauber und Autos mit Allradantrieb bereit, um sich auf die Suche nach der basketballgroßen Kapsel zu machen. An Bord des ersten Hubschraubers sollten Vertreter der Ureinwohner, der Aborigines, sein. Sie wollten prüfen, ob die Kapsel beim Aufschlag heiliges Gelände beschädigt hat.

Mission beinahe gescheitert

In Woomera warteten mehrere Dutzend japanische, amerikanische und australische Wissenschaftler gespannt auf die Nachricht von dem Fund. Wenn die Mission erfolgreich war, rechnen sie mit völlig neuen Erkenntnissen über die Entstehung von Planeten. Allerdings soll die Kapsel erst in Japan geöffnet werden.

Die Sonde von der Größe eines Kühlschranks dürfte beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglüht sein. Sie war mit einer Geschwindigkeit von zwölf Kilometern in der Sekunde auf die Erde zugerast. In einem Korridor von 900 Kilometern entlang der Einflugschneise sollte der Feuerstreif am Himmel zu sehen sein. Allerdings ist die Umgebung des Landeplatzes so gut wie nicht besiedelt.

„Hayabusa“ (deutsch: Falke) hatte vor fünf Jahren an dem 300 Millionen Kilometer von der Erde entfernten Asteroiden „Itokawa“ Bodenproben genommen. Asteroiden sind Relikte des frühen Sonnensystems und Bausteine der Planeten wie der Erde. Doch ihre Beschaffenheit ist für Wissenschaftler bis heute weitgehend rätselhaft.

Die Sonde war sieben Jahre unterwegs und hat mehr als vier Milliarden Kilometer zurückgelegt. Fast scheiterte die Mission. Auf dem langen Rückweg zur Erde fielen mehrere Antriebswerke aus, die Kommunikation riss zeitweise ab und die Batterien wurden unzuverlässig. Dennoch schafften es die Wissenschaftler, die Sonde zur Landung nach Australien zu dirigieren.

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