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Jetzt Vorbereitungen treffen: Den Garten vor Frost schützen
Lifestyle 3 Min. 24.09.2014

Jetzt Vorbereitungen treffen: Den Garten vor Frost schützen

Dem Winter sollte nicht alles weggenommen werden: Raufreif legt sich sehr dekorativ auf die Blätter.

Jetzt Vorbereitungen treffen: Den Garten vor Frost schützen

Dem Winter sollte nicht alles weggenommen werden: Raufreif legt sich sehr dekorativ auf die Blätter.
Foto: dpa-tmn
Lifestyle 3 Min. 24.09.2014

Jetzt Vorbereitungen treffen: Den Garten vor Frost schützen

Ganz schön kühl wird es jetzt schon in der Nacht. Hobbygärtner sollten ihren Garten rechtzeitig winterfest machen - manches wird weggeräumt, anderes muss eingepackt werden.

(dpa/tmn) - Wenn die Kinder im Bett sind, können die Eltern aufräumen und noch letzte Hausarbeiten erledigen. So ähnlich ist das auch im Garten. Zwischen September und Oktober verzieht sich die Natur langsam in das Bett, sie will Winterschlaf halten. Dann sollten Hobbygärtner viele Pflanzen in Ruhe lassen, aber auch für Ordnung in den Beeten sorgen. So wird der Garten winterfest: 

Einlagern: Droht der erste Frost, müssen Hobbygärtner reagieren. Zunächst kann es ausreichen, empfindliche Pflanzen an einen geschützten Bereich zu stellen oder sie über Nacht zuzudecken. Sinken die Temperaturen dauerhaft unter den Nullpunkt, gehören die Kübelpflanzen in einen hellen, kühlen, frostfreien Raum. Ein leichter Frost wird zwar bei vielen Pflanzen nicht zum Totalschaden führen, diese jedoch für die Überwinterung schwächen. Tipp: auf den Wetterbericht achten.

In einem Gewächshaus lagern empfindliche Pflanzen sicher den Winter über.
In einem Gewächshaus lagern empfindliche Pflanzen sicher den Winter über.
Foto: dpa-tmn

Einpacken: Es gibt unterschiedliche Meinungen, ob es gut ist, Pflanzen, die den Winter über im Freien bleiben, dick einzupacken. Grundsätzlich gilt: Es kommt auf die Pflanzen und die Witterung an. Pflanzen, die ihr Blattgrün vor Winterbeginn einziehen oder abwerfen, können auch ohne Schutz durchkommen. Der Frost kann hier überirdisch ja nichts angreifen. Auch bleiben Beetpflanzen eher unbeschadet als jene in Töpfen, da in Gefäßen die Erde eher durchfrieren kann.

Gefährlich können immergrünen Beetpflanzen aber Kahlfröste werden - dann herrschen Minusgrade, es gibt aber keinen Schnee. Weniger robuste Arten bekommen für diese Zeit am besten eine Decke aus Reisig. Das gilt auch für jene Pflanze, die im Winter kein Blattgrün mehr, dafür aber grüne Stängel haben - Rosen etwa. In Wärmeperioden im Winter können die Pflanzen wieder ausgepackt werden - das Material sollte aber griffbereit liegenbleiben, sollte der Frost wiederkommen.

Abgedeckt werden sollten Pflanzen niemals mit luft- und lichtundurchlässigen Materialien - darunter schwitzen sie zu sehr und können zu früh antreiben. Außerdem benötigen die Immergrünen auch im Winter Luft und Licht zur Photosynthese. Keine Probleme bereitet eine Schneedecke - im Gegenteil. Sie schützt die Pflanzen sogar vor tiefen Minusgraden. Ein guter Frostschutz sind Reisig sowie Jutesäcke.

Mit Reisig lassen sich an wirklich kalten Tagen die Pflanzen im Freien gut vor den Minusgraden schützen.
Mit Reisig lassen sich an wirklich kalten Tagen die Pflanzen im Freien gut vor den Minusgraden schützen.
Foto: dpa-tmn

Start: An die Arbeit gehen sollten Hobbygärtner aber erst mit den ersten Frösten im Herbst. Zuvor sollte die Herbstwitterung noch genutzt werden, um die Pflanzen langsam an die Kälte zu gewöhnen und für den Winter abzuhärten.

Umstellen: Immergrüne Gehölze im Topf, die im Freien bleiben, sollten Hobbygärtner am besten in den Schatten stellen. Denn scheint die Sonne auf sie, versuchen sie Wasser aus dem Boden zu ziehen. Da der aber gefroren ist, verdursten die Pflanzen. An frostfreien Tagen soll gelegentlich gegossen werden. Winterschäden sind oft Trockenschäden. Pflanzen im Gartenboden drohen diese nicht, sie können mit ihren Wurzeln Wasser aus tieferen Bodenschichten aufnehmen.

Zurückschneiden: Viele Stauden und Gräser können Hobbygärtner zum Herbstende hin zurückschneiden - so lautet ein üblicher Tipp. Aus gestalterischer Sicht und zum Schutz vieler Pflanzen spricht aber etwas dagegen: Zum einen schützt die Blattmasse etwa Gräser vor Frösten.

Zum anderen sieht es einfach schön aus, wenn sich Raureif auf Blättern oder Samenständen niederlässt. Schneidet man alles ab, sieht das zwar ordentlich aus, ist aber auch den ganzen Winter über langweilig. Die Arbeiten daher am besten im Frühjahr erst erledigen.

Außerdem soll man die Samenstände etwa von Rosen stehen lassen. Die Hagebutten sind im Winter Nahrung für Vögel.

Aufräumen: Hobbygärtner sollten möglichst alles Laub vom Rasen entfernen. Bleiben nasse Blätter länger liegen, verfault das Gras darunter und stirbt ab. Ist es bis in den Oktober hinein warm, sollten Hobbygärtner den Rasen auch mähen, das beugt Pilzkrankheiten vor. Treten im Herbst noch Rostpilze auf dem Rasen auf, deutet das auf einen Nährstoffmangel hin. Dann brauchen die Halme noch einen Kalium betonten Herbstdünger. Auf den Staudenbeeten und unter Gehölzen kann das Laub aber gut an Ort und Stelle liegen bleiben. Die Schicht schützt die Pflanzen im Winter.


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