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Jaguar E-Pace: Angriffslustiges Kätzchen
Lifestyle 1 3 Min. 16.02.2018 Aus unserem online-Archiv

Jaguar E-Pace: Angriffslustiges Kätzchen

Der E-Pace fühlt sich auch abseits befestigter Wege wohl.

Jaguar E-Pace: Angriffslustiges Kätzchen

Der E-Pace fühlt sich auch abseits befestigter Wege wohl.
Foto: Jaguar Land Rover
Lifestyle 1 3 Min. 16.02.2018 Aus unserem online-Archiv

Jaguar E-Pace: Angriffslustiges Kätzchen

Mit dem knapp 4,40 Meter langen E-Pace stellt Jaguar dem F-Pace jetzt einen kleinen Bruder zur Seite. Dieser soll vor allem mit seinen fahrdynamischen Qualitäten und seinen Offroad-Eigenschaften punkten.

Von Sully Prud'homme

Genau wie sein großer Bruder F-Pace soll auch der E-Pace im Revier der deutschen Platzhirsche wildern – und bringt dafür auch die nötigen Voraussetzungen mit. Sein Exterieur fußt mit dem charakteristischen Jaguar-Kühlergrill und den muskulösen Proportionen mit nach hinten gezogenen Hüften auf dem Sportwagen-Design der Briten. Zum sportlichen Anspruch des E-Pace passen auch die Seitenfenstergrafik und die geschwungene Dachlinie, die die kühle englische Eleganz zusätzlich unterstreichen.

Auch der Innenraum verströmt unaufdringlichen, sportlichen Chic, wobei der in zwei Hälften geteilte Instrumententräger eine Grenze zwischen Fahrer und Beifahrer zieht. Ein stabiler Haltegriff an der Mittelkonsole dient zwar letzterem als willkommene Stütze, kann aber den fehlenden Dachhaltegriff nicht ersetzen. Das Cockpit-Feeling wird durch einen kraftvollen Übergang in die Türen optisch verstärkt.

Sportliches Wohlfühl-Ambiente

Positiv sind ebenfalls die frischen Farbauswahlmöglichkeiten in Abstimmung zur jeweiligen Lackfarbe. Die Abwesenheit von Holzapplikationen und dafür ein dezentes metallenes Finish für die Konsole des Quickshift-Wählhebels, die Türöffner und andere zentrale Bedienelemente verleihen dem Innenraum ein sportliches Wohlfühl-Ambiente.

Serienmäßig an Bord ist die aktuelle Version des benutzerfreundlich konzipierten Touch-Pro-Infotainmentsystems mit einer Kombination aus Touchscreen-Schnittstelle, interaktiver Seitenleiste und intuitiv bedienbaren Drucktasten. Ein neues, vollfarbiges Head-up-Display erlaubt jetzt auch bewegte Darstellungen und viele zusätzliche direkt in die Windschutzscheibe projizierte Informationen.

Das Cockpit des E-Pace wirkt aufgeräumt und elegant.
Das Cockpit des E-Pace wirkt aufgeräumt und elegant.
Foto: Jaguar Land Rover

Das optionale Panoramadach mit schwarzer Tönung als Kontrast zur Außenlackierung erstreckt sich von der Windschutzscheibe bis zum dreiteiligen Heckspoiler und verleiht der kleinen Raubkatze einen besonders rassigen Charakter.

Drei Vierzylinder-Diesel- und zwei Vierzylinder-Benziner der modular aufgebauten Ingenium-Motorenfamilie stehen beim Modellstart zur Verfügung. Für die Kraftübertragung zeichnet je nach Motorisierung ein Sechs-Gang-Schaltgetriebe oder eine Neun-Gang-Automatik verantwortlich.

Basisdiesel auch mit Frontantrieb

Die 2,0-Liter-Vierzylinder wurden allesamt von Jaguar Land Rover entwickelt und verfügen über Turbolader mit variabler Schaufelgeometrie. Der Einstiegsdiesel leistet 110 kW (150 PS) und ist auch in Kombination mit Frontantrieb erhältlich, der mittlere Diesel hat ein Leistungsvermögen von 132 kW (180 PS) und der Top-Selbstzünder liefert beeindruckende 177 kW (240 PS) bei einem maximalen Drehmoment von 500 Nm.

Hohe Performance liefern die neuen Benziner mit 183 kW (250 PS) und 221 kW (300 PS). Besonders der stets akustisch präsente, stärkere Benziner hängt sehr gut am Gas, lässt keinerlei Turboloch erahnen und liefert mit seinem maximalen Drehmoment von 400 Nm einen berauschenden Vortrieb (0-100 km/h in 6,4 Sekunden).

Der Kofferraum des E-Pace fasst zwischen 577 und 1234 Liter.
Der Kofferraum des E-Pace fasst zwischen 577 und 1234 Liter.
Foto: Jaguar Land Rover

Während der 150-PS-Diesel wie bereits erwähnt auch als reiner Fronttriebler zu haben ist, fahren alle anderen E-Pace-Modelle serienmäßig mit Allradantrieb vor. Jaguar setzt hierbei auf zwei unterschiedliche 4x4-Systeme. So sind die beiden kleineren Diesel und der 250-PS-Benziner unter normalen Bedingungen – auch mit Allradantrieb – nur mit Frontantrieb unterwegs. Falls es die Verhältnisse erfordern, wird das Drehmoment nahtlos und bedarfsgerecht zwischen Vorder- und Hinterräder verteilt – unter extremen Bedingungen bis zu 100 Prozent auf die jeweils traktionsfördernde Achse.

Bei den beiden Topmotorisierungen kommt das sogenannte „Active Driveline AWD“-System zum Einsatz, das laut Jaguar überlegene Allrad-Traktion mit dem markentypischen Heckantriebscharakter kombinieren soll. Herzstück des Systems sind zwei elektronisch gesteuerte hydraulische Lamellenkupplungen an der Hinterachse. Sie werden unabhängig voneinander aktiviert und können nach Herstellerangaben innerhalb von 0,1 Sekunden bis zu 100 Prozent der Antriebskraft auf eines der beiden Hinterräder leiten.

Technische Daten

Motoren: zwei 2,0-Liter-Reihenvierzylinder-Turbobenziner und drei 2,0-Liter-Reihenvierzylinder-Turbodiesel; Leistung: 110 kW (150 PS) bis 221 kW (300 PS); Maximales Drehmoment: 365 bis 500 Nm; Kraftübertragung: Sechs-Gang-Schaltgetriebe oder Neun-Gang-Automatik, Front- oder Allradantrieb; Länge x Breite x Höhe: 4 395 x 1 984 x 1 649 Millimeter; Leergewicht: 1 775 bis 1 926 Kilogramm; Maximale Anhängelast (gebremst): 1 600 bis 1 800 Kilogramm; Kofferraumvolumen: 577 bis 1 234 Liter; 0-100 km/h: 6,4 bis 10,7 Sekunden; Höchstgeschwindigkeit: 193 bis 243 km/h; ECE-Verbrauch: 5,2 bis 8,0 Liter pro 100 Kilometer; CO2-Ausstoß: 137 bis 181 pro Kilometer; Preis: ab 34 860 Euro. 

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