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Ja, so schön ist Panama
Lifestyle 5 Min. 31.05.2018 Aus unserem online-Archiv

Ja, so schön ist Panama

Schleuseneinfahrt im Panamakanal - ein Spektakel für die Passagiere der MS Marina.

Ja, so schön ist Panama

Schleuseneinfahrt im Panamakanal - ein Spektakel für die Passagiere der MS Marina.
Foto: Michael Juchmes
Lifestyle 5 Min. 31.05.2018 Aus unserem online-Archiv

Ja, so schön ist Panama

Michael JUCHMES
Michael JUCHMES
Wer von Los Angeles nach Miami reisen will, der kann natürlich in ein Flugzeug steigen. Wesentlich erholsamer und erlebnisreicher ging es auf dem Kreuzfahrtschiff MS Marina zu, auf dem im April rund 50 Gäste aus Luxemburg eine Reise rund um Mittelamerika unternahmen.

Touristen, die zum ersten Mal die Stadt Los Angeles besuchen, sind häufig wie berauscht von den vielfältigen Sinneseindrücken: Breite Straßen, Hochhäuser in der Ferne, Selbstdarsteller auf den Straßen und dazwischen grüne Natur und Sehenswürdigkeiten, die jeder aus dem Fernsehen kennt – hier tobt das Leben, hier wird gearbeitet, gefeiert und auch geträumt. Kurzum: ein perfekter Ausgangspunkt für eine Reise entlang der Küste Mittelamerikas, die viele Sinneseindrücke verspricht.

Ein Erlebnis, das sich auch rund 50 Gäste aus dem Großherzogtum nicht entgehen lassen wollten, die gemeinsam mit dem "Luxemburger Wort" und Kreuzfahrtspezialist Cruisopolis zur Leserreise von Los Angeles durch den Panamakanal nach Miami aufgebrochen waren.

Die Teilnehmer der Leserreise von "Luxemburger Wort" und Cruisopolis besuchten am ersten Tag die Universal Studios in Hollywood.
Die Teilnehmer der Leserreise von "Luxemburger Wort" und Cruisopolis besuchten am ersten Tag die Universal Studios in Hollywood.
Foto: Michael Juchmes

Im Hafen der Millionenstadt an der US-amerikanischen Westküste wartete die MS Marina auf die europäischen Gäste: ein schwimmendes Luxushotel für 1 250 Passagiere mit vier Spezialitätenrestaurants, einem großen Spabereich und zahlreichen Unterhaltungsmöglichkeiten.

Rund 800 Servicekräfte kümmern sich auf dem Schiff um die Belange der Gäste – und das rund um die Uhr: vom Illy-Kaffee an der Barista-Bar am Morgen bis zum 24-Stunden-Zimmerservice. Das Zuhause der Luxemburger Reisegruppe für die nächsten 16 Nächte, die viele Abenteuer versprachen.

Beeindruckend: Die überlebensgroße Skulptur "Embracing Peace" von Seward Johnson im Hafen von San Diego.
Beeindruckend: Die überlebensgroße Skulptur "Embracing Peace" von Seward Johnson im Hafen von San Diego.
Foto: Michael Juchmes

Zwei Stopps in Mexiko

Nach einem kurzen Zwischenstopp in der Hafenstadt San Diego, die viele der luxemburgischen Gäste vor allem aufgrund des wunderschönen Strandes im Stadtviertel La Jolla in Erinnerung behalten werden, ging es mit dem Schiff in Richtung Süden, wo nach einem Tag auf See vor Cabo San Lucas geankert wurde. Der Ferienort an der Südspitze der Halbinsel Baja California ist bekannt für Strände, Wassersport und die Partys, die nicht nur am Wochenende locken.

"Wir haben vor allem viele Gäste aus den Vereinigten Staaten", erklärte Reiseführer Diego den Gästen, die sich an diesem Tag für eine Tequila-Probe entschieden hatten. "Viele kommen auch hierher, um auf hoher See zu fischen oder mit Delfinen zu schwimmen."

Beliebtes Reiseziel unter US-Touristen: die mexikanische Hafenstadt Cabo San Lucas.
Beliebtes Reiseziel unter US-Touristen: die mexikanische Hafenstadt Cabo San Lucas.
Foto: Michael Juchmes


Nach Acapulco, dem zweiten Ziel in Mexiko, lockte es vor vielen Jahren vor allem den Jetset Hollywoods. Auch wenn der Hype um die Küstenstadt mittlerweile nachgelassen hat, lohnt sich durchaus ein Ausflug – etwa auf den Spuren der Seefahrer, deren Handelswege nach China und zu den Philippinen führten. Deren Geschichte kann man im Fort San Diego, das nur wenige Gehminuten vom Hafen entfernt liegt, nachverfolgen.

Einige der Gäste aus Luxemburg zog es natürlich auch zu den berühmten Klippenspringern, die sich aus circa 35 Metern in die Fluten des Pazifik stürzen – natürlich zum Wohlgefallen der ausländischen Touristen.

Lehrreicher Ausflug: Die Passagiere besuchten in Antigua Guatemala unter anderem das Jade-Museum mit angeschlossener Werkstatt.
Lehrreicher Ausflug: Die Passagiere besuchten in Antigua Guatemala unter anderem das Jade-Museum mit angeschlossener Werkstatt.
Foto: Michael Juchmes

Ein dagegen immer beliebter werdendes Ziel ist Guatemala: Das mittelamerikanische Land versucht verstärkt, Reisende aus aller Welt zu begeistern. Die Passagiere der MS Marina hatten daher vielfältige Möglichkeiten, vom Hafen in Puerto Quetzal aus die Umgebung zu erkunden. Viele nutzten den Aufenthalt für einen Ausflug in die ehemalige Hauptstadt Antigua Guatemala, wo nicht nur das Jademuseum lockte, sondern auch historische Bauten aus dem 17. Jahrhundert, die den Naturgewalten der von Erdbeben gebeutelten Region trotzen konnten.

Auf eine steigende Anzahl von Reisenden hofft auch Nicaragua: Das Land versucht die Zeiten des Bürgerkriegs hinter sich zu lassen und mit Natur und Geschichte eine ganz andere Seite zu präsentieren. Eine besonders Schöne konnten Ausflügler auf dem Nicaraguasee entdecken, dem größten Binnensee Mittelamerikas: Auf kleinen Inseln haben sich reiche In- und Ausländer wunderschöne Häuser eingerichtet, auf denen man fernab des Trubels entspannen kann.

Eines der zahlreichen Highlights der Reise: eine Bootsfahrt auf dem Nicaraguasee.
Eines der zahlreichen Highlights der Reise: eine Bootsfahrt auf dem Nicaraguasee.
Foto: Michael Juchmes

Fahrt durch den Panamakanal

Der eigentliche Höhepunkt der Reise stand an Tag zwölf an, nach einem Stopp in Costa Rica: die Durchquerung des Panamakanals, auf die sich viele der Gäste aus Luxemburg besonders freuten. Bereits am frühen Morgen passierte das Schiff den Puente de las Américas, die Brücke, die Nord- und Südamerika verbindet, und reihte sich ein in die Schlange der Boote, die den Kanal passieren wollten.

Der 82 Kilometer lange Panamakanal gilt seit seiner Einweihung im Jahr 1914 als eine der bedeutendsten Wasserstraßen der Welt, die jährlich von rund 14 000 Schiffen durchquert wird, und zudem als eine der wichtigsten Einnahmequellen des Staates Panama.

Faszination pur: Das riesige Kreuzfahrtschiff musste mit Hilfe der Schleusen auf dem Weg durch den Panamakanal einige Höhenmeter überwinden.
Faszination pur: Das riesige Kreuzfahrtschiff musste mit Hilfe der Schleusen auf dem Weg durch den Panamakanal einige Höhenmeter überwinden.
Foto: Michael Juchmes

Während der Durchfahrt durch die Schleusen – auf der Atlantikseite die Gatún-Schleusen, dann die Pedro-Giguel-Schleusen und die Miraflores-Schleusen auf der Pazifikseite – hielten sich viele Gäste auf den Außendecks auf, um das spektakuläre Unterfangen nicht zu verpassen. Genauere Erklärungen zu den Vorgängen und der Strecke lieferte eine Spezialistin an Bord.

Doch nicht nur auf dem Schiff war die Begeisterung deutlich zu spüren: Viele Zuschauer, darunter etliche aus Südamerika, hatten sich an Land versammelt, um dem Schauspiel beizuwohnen.

Cartagena in Kolumbien - eine Millionenstadt am Atlantik.
Cartagena in Kolumbien - eine Millionenstadt am Atlantik.
Foto: Michael Juchmes

Nach einem weiteren Seetag dann der einzige Halt in Südamerika: die kolumbianische Stadt Cartagena. Die Kreuzfahrtpassagiere zeigten sich begeistert von der bezaubernden Altstadt, die mit vielen kleinen Geschäften, Restaurants und historischen Bauten zum Flanieren einlud.

Gleiches galt für den kleinen Zoo, der am Hafen eingerichtet wurde und vor der Ausschiffung in Richtung Karibik den Reisenden einen kleinen Einblick in die vielfältige Flora und Fauna des Kontinents ermöglichte.

Augen- und Gaumenschmaus: die "île flottante" mit Pistazie im Weinrestaurant La Reserve auf der MS Marina.
Augen- und Gaumenschmaus: die "île flottante" mit Pistazie im Weinrestaurant La Reserve auf der MS Marina.
Foto: Michael Juchmes

Ein abschließender Höhepunkt – zumindest für die Gruppe aus Luxemburg – war das gemeinsame Abendessen im Privatrestaurant La Reserve auf der MS Marina, wo neben einem fantastischen Sieben-Gänge-Menü auch Spitzenweine aus Frankreich, Italien und den USA serviert wurden, denen es gelang, den Gaumenfreunden nochmals ein wenig mehr Raffinesse zu verleihen.

Die Chefköche der Schiffsküche sowie das Serviceteam und der Sommelier sorgten für einen unvergesslichen Abend.

Sympathischer Abschluss der Reise: ein Besuch bei den Domino-Spielern im Stadtviertel Little Havana in Miami.
Sympathischer Abschluss der Reise: ein Besuch bei den Domino-Spielern im Stadtviertel Little Havana in Miami.
Foto: Michael Juchmes

Ein Paradies zum Abschluss

Das letzte Ziel vor der Ankunft in Miami, wo ebenfalls eine Stadtrundfahrt auf dem Programm stand, waren die Cayman Islands, ein britisches Überseegebiet in der westlichen Karibik. Wer hier von Bord ging, konnte am Strand entspannen oder eine Schildkrötenfarm besuchen.

"Was für ein Paradies", fasste eine Mitreisende den Ausflug in wenigen Worten zusammen. Ein Paradies für Träumer, das – wie erhofft – viele Sinneseindrücke bot.


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