Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Ist der Bucket Hat gekommen, um zu bleiben?
Lifestyle 7 3 Min. 24.07.2022
Phänomen Fischerhut

Ist der Bucket Hat gekommen, um zu bleiben?

Der Fischerhut ist nicht nur hip, er schützt auch vor Sonne und rettet den ein oder anderen Bad Hair Day – hier ein Modell von Opus (ca. 26 Euro).
Phänomen Fischerhut

Ist der Bucket Hat gekommen, um zu bleiben?

Der Fischerhut ist nicht nur hip, er schützt auch vor Sonne und rettet den ein oder anderen Bad Hair Day – hier ein Modell von Opus (ca. 26 Euro).
Foto: Opus/dpa-tmn
Lifestyle 7 3 Min. 24.07.2022
Phänomen Fischerhut

Ist der Bucket Hat gekommen, um zu bleiben?

Er ist schwer populär, zugleich zeitlos und verbindet Generationen: Der Fischerhut - auch Bucket Hat genannt - ist zu einem Modehit geworden. Was hat es damit auf sich?

(dpa/tmn) – Wie ist es möglich, dass der Fischerhut zu einem der angesagtesten Modeaccessoires geworden ist? Moment, ganz kurz: Wenn Sie den Hut mit der umschlagbaren Krempe in erster Linie mit Anglern und Fischern in Verbindung verbringen, haben Sie etwas verpasst. Der Bucket Hat - so die englische Bezeichnung - ist allgegenwärtig. Man sieht ihn in den Straßen jeder Stadt, auf den Köpfen von Promis und Influencerinnen, in der Werbung, überall.

Ich denke, er verleiht eine coole Haltung, die die Essenz von Herren- und Damenmode vereint.

Hutmacher Stephen Jones

Nahezu jede Modemarke verkauft den Hut, als Fast Fashion für ein paar Euro, aber auch im Luxussegment für 300 Euro. Tragbar ist der Hut zu beinahe jedem Casual-Outfit und damit ziemlich universell einsetzbar. Und zwar sowohl für Frauen als auch für Männer. Und Kinder sowieso.

Ein Klassiker ist wieder zurück

Für den britischen Hutmacher Stephen Jones aus London verkörpert der Bucket Hat eine bestimmte „kalifornische Freiheit“ - und damit nicht weniger als ein Lebensgefühl. „Ich denke, er verleiht eine coole Haltung, die die Essenz von Herren- und Damenmode vereint.“

Jones weiß, wovon er spricht. Er ist eine Hutmacher-Legende, und er hat 2019 die Bucket Hats für die Luxusmarke Dior designt. „Maria Grazia Chiuri bei Dior wollte einen Hut, der von jedem modischen Mädchen auf der ganzen Welt getragen werden konnte“, erzählt er. „Sie suchte nach etwas sehr Einfachem, Tragbaren, aber sehr Stylishem.“ Das Ergebnis war ein Bucket Hat. „Es war der Hit der Saison.“

Der Siegeszug des Bucket Hats hält also schon seit ungefähr drei Jahren an. Spätestens 2021 galt er vielen modeaffinen Menschen als ein Must-Have-Teil. Wer modisch etwas auf sich hielt oder mit der Zurschaustellung von Kleidung Geld verdiente, setzte den Hut auf. Superstars wie Rihanna und Billie Eilish trugen zur Popularität des Bucket Hats bei. Kürzlich brachte Oleh Psiuk, Frontmann der ukrainischen Band Kalush Orchestra, die den Eurovision Song Contest gewann, den überaus beliebten Hut wieder einmal ins Rampenlicht.

Ein Hut für Fischer, Soldaten, Rapper und Raver

Wie praktisch jeder Modetrend ist der Bucket Hat keine neue Erscheinung. Er wurde wiederentdeckt. Doch seine Geschichte ist tatsächlich außergewöhnlich. Fischer und Jäger trugen den Hut schon im 19. Jahrhundert, als Sonnen- und Regenschutz. Später wurden auch Soldaten damit ausgerüstet, zum Beispiel in Israel.

Der Bucket Hat ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber super praktisch.

Modeberater Andreas Rose

Seine erste große Blütezeit hatte der Hut in den 1980er- und 1990er-Jahren. „Die Raver, Rapper und Popper trugen ihn“, erzählt Andreas Rose, Stil- und Modeberater aus Frankfurt. Der Bucket Hat avancierte damit zum Klassiker. Dann verdrängten ihn Beanies und Kappen - bis zu seiner nächsten großen Wiederentdeckung. Nun sieht es aus, als wäre der Fischerhut gekommen, um zu bleiben.

Praktisch, stylish, beliebig kombinierbar

Für Andreas Rose liegen die Vorteile auf der Hand. „Der Bucket Hat ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber super praktisch“ - was man nicht über alles Modische sagen kann. „Er schützt vor Sonne und Hitze. Man kann ihn anziehen, wenn die Haare mal nicht gemacht sind.“


Zehn Must-haves für den perfekten Tag am Wasser
Auf geht's in den sonnigen Süden – oder zumindest an den Badesee oder ins Schwimmbad. Was dabei nicht fehlen darf, verrät die Lifestyle-Redaktion.

Außerdem lasse sich der Hut zu jedem Outfit kombinieren. „Ich mag Stilbrüche“, sagt Rose. So lasse sich etwa ein unifarbener Hut zu einem Kleid mit Blumenmuster tragen. Auch ein Muster-Mix sei möglich. „Es kommt immer darauf an, wie mutig man modisch ist.“ Wer eher zurückhaltend unterwegs ist, greift zu einfarbigen Modellen.

Doch im Grunde kann man mit einem Bucket Hat wenig falsch machen, was mit Sicherheit zu seiner Beliebtheit beiträgt. Wobei, eine Sache gibt es noch zu beachten: Der Bucket Hat ist ein betont lässiges Accessoire. „Er muss locker sitzen und darf nicht zu eng am Kopf anliegen“, sagt Rose. Auf keinen Fall sollte er spannen.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Von Wedding bis White Dinner
Helle Farbtöne mag nicht nur der Fleckenteufel, sondern auch die Lifestyle-Redaktion ... und präsentiert daher die Must-haves der Saison.