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Im Vergleich: „Galaxy Fold“ und „Moto Razr“
Lifestyle 6 3 Min. 13.10.2020

Im Vergleich: „Galaxy Fold“ und „Moto Razr“

Das Samsung „Galaxy Z Fold 2“ lässt sich zu einem kleinen Tablet auseinanderfalten und auch als eine Art Kleinst-Laptop nutzen.

Im Vergleich: „Galaxy Fold“ und „Moto Razr“

Das Samsung „Galaxy Z Fold 2“ lässt sich zu einem kleinen Tablet auseinanderfalten und auch als eine Art Kleinst-Laptop nutzen.
Foto: dpa
Lifestyle 6 3 Min. 13.10.2020

Im Vergleich: „Galaxy Fold“ und „Moto Razr“

Klapp-Smartphones sind echte Hingucker. Doch die ersten Modelle waren nur bedingt alltagstauglich. Wie gut sind die Nachfolger?

(dpa) - Großes Display - aber trotzdem sehr kompakt: Die neuen Falt-Smartphones erfüllen dieses Versprechen auf unterschiedliche Weise. Das Samsung „Galaxy Z Fold 2“ lässt sich zu einem kleinen Tablet auseinanderfalten. Das „Razr 5G“ ist deutlich kompakter und passt zusammengeklappt in jede noch so kleine Hosentasche - um dann zu einem langgestreckten Smartphone aufgeklappt werden zu können. 

Die erste Generation der Smartphones mit Falt-Display, die im vergangenen Jahr erschien, hatte aber noch mit etlichen Kinderkrankheiten zu kämpfen. 

Hardware grundlegend überarbeitet 

Samsung will diesen Fehlstart nun vergessen machen. Die gravierendeste Änderung gegenüber dem Vorjahresmodell betrifft tatsächlich das zuvor so kritisierte Display: Das erste Fold verfügte über ein Display aus Kunststoff, das leicht verkratzte und am Scharnier beschädigt werden konnte. Im neuen Fold 2 verwendet Samsung ein Gemisch aus Glas und Kunststoff, das deutlich weniger empfindlich ist. 

Allerdings wird man schon beim Auspacken des Geräts darauf hingewiesen, das man dieses Gerät behutsam behandeln soll. So darf man beispielsweise nicht die Schutzfolie abziehen, die auf das Kunststoff-Glas-Gemisch aufgetragen wurde. Vorsorglich gibt Samsung auch den Hinweis, dass das Fold 2 weder staub- noch wasserdicht ist. 

Verbessert wurde auch das Scharnier - die Schwachstelle des ersten Fold. Es ist jetzt nicht nur effektiver vor Staub und Schmutzpartikeln geschützt. Man kann es auch stufenlos aufklappen und arretieren. Ab einem Öffnungswinkel von 140 Grad kippt das Fold 2 aber nach hinten um. 

Das Surfen im Web macht auf dem großen Smartphone-Bildschirm richtig Spaß, wenn man beispielsweise kein größeres Tablet mitschleppen möchte. Beim Filmeschauen kann der Bildschirm dagegen weniger seine Größe ausspielen, denn er ist aufgeklappt fast quadratisch. Das schlanke Frontdisplay hat dagegen fast ideale Kino-Maße. 

Premium-Preis - ohne die beste Kamera 

Samsung verlangt für das „Galaxy Fold 2„ fast 2.000 Euro. Trotzdem bekommen Käufer nicht die beste Kamera, die die Südkoreaner zu bieten haben. Stattdessen bietet Samsung im “Galaxy Note 20 Ultra", das rund 700 Euro weniger kostet, einen mächtigen 108-Megapixel-Sensor, der sogar 8K-Videos aufnehmen kann. Das Fold 2 kann bei diesen Superlativen nicht mithalten. Doch häufig ist die Qualität der Fotos dicht am Note 20 Ultra dran. 

Im Praxistest überzeugten die Bildschirme mit ihrer sehr guten Darstellungsqualität. Dass nicht die besten Kameras verbaut wurden, die Samsung zu bieten hat, fiel im Praxistest kaum auf. Störender schlägt die Tatsache zu Buche, dass das Fold 2 trotz erheblichen Verbesserungen nicht das robusteste Gerät ist. Viele Smartphone-Besitzer haben sich inzwischen daran gewöhnt, dass ihre Geräte staub- und wasserdicht sind. 

Robusteres Razr-Smartphone 

Mit dieser Einschränkung müssen auch Käufer des neuen Motorola „Razr 5G“ leben. Wie Samsung hat auch Motorola seine Hausaufgaben gemacht, um sein Klapp-Smartphone robuster zu machen. Motorola verspricht, dass das „Razr 5G“ bis zu 200.000 Faltvorgänge schadlos übersteht. 

 Da Motorola seinem neuen Falt-Handy einen Außenbildschirm spendiert hat, muss man es ohnehin nicht für jede Kleinigkeit aufklappen. Nachrichten von Social-Media-Apps oder einem Messenger kann man dort nicht nur sehen, sondern auch schnell beantworten. Auch Schlagzeilen von News-Portalen und Navigationsanweisungen erscheinen dort. 

Die Hauptkamera des neuen Razr wurde gegenüber dem 2019er-Modell verbessert und verfügt nun über einen 48-Megapixel-Sensor. Tagsüber kann man im Vergleich mit dem Fold 2 kaum einen Unterschied spüren. Wenn es dunkel wird, wirken die Bilder des Fold 2 aber etwas natürlicher. 

Verbessert hat Motorola die Batterielaufzeit. Da für einen richtig großen Akku in dem Kompaktgerät kaum Platz ist, erreicht das „Razr 5G“ dennoch keine Spitzenwerte. 


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Zukunftssicher - aber teuer 

Beide Klapp-Smartphones funken im 5G-Netz, was derzeit noch nicht so relevant ist. Wenn das 5G-Netzwerk viel besser ausgebaut sein wird, werden die Besitzer aber vermutlich froh sein, dass sie sich für ein zukunftssicheres Modell entschieden haben. Beide Falt-Smartphones überzeugen im Test durch ihr cooles Design, das inzwischen auch alltagstauglich umgesetzt wurde. 

Haupt-Manko ist der hohe Preis: Das „Razr 5G“ kostet 1.500 Euro, das Fold 2 sogar knapp 2.000 Euro. Man muss schon sehr von den Vorzügen des Falt-Displays überzeugt sein, um diesen Aufpreis zu akzeptieren. 


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