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Im Praxistest : Was kann das neue iPhone 7?
Äußerlich sind die neuen iPhone 7 (l) und 7 Plus kaum von den Vorgängern zu unterscheiden.

Im Praxistest : Was kann das neue iPhone 7?

Foto: dpa
Äußerlich sind die neuen iPhone 7 (l) und 7 Plus kaum von den Vorgängern zu unterscheiden.
Lifestyle 9 2 Min. 17.09.2016

Im Praxistest : Was kann das neue iPhone 7?

Gehen Apple im zehnten iPhone-Jahr die Ideen aus? Auf den ersten Blick könnte man das schnell meinen. Im Praxistest überzeugt das iPhone7 allerdings mit neuem Kamera-Konzept und besseren Akku-Laufzeiten.

(dpa/tmn) - Ja, der Audio-Klinkenstecker fehlt. Und auch die dünnen weißen Linien auf dem Gehäuse sind beim iPhone 7 verschwunden. Zwei neue Farben gibt es aber: mattschwarz und das glänzende „diamantschwarz“. Sonst ist optisch alles beim Alten. Aber schon beim Aufwecken des Geräts aus dem Ruhezustand spürt man einen Unterschied.

Das iPhone 7 erkennt, wenn es aus der Tasche genommen oder in Richtung Gesicht bewegt wird - und aktiviert automatisch die Anzeige. Entsperrt man das Gerät per Fingerabdruck, fällt auf: Der Home-Button ist kein mechanischer Knopf mehr, sondern eine drucksensitive Fläche.

Etwas leichter als die Vorgänger, soll das Gerät jetzt auch einen Sturz in die gefüllte Badewanne oder einen heftigen Regenschauer überleben. Der Schutz vor Staub und Spritzwasser ist einer der Gründe, warum die Klinkenstecker-Buchse für den Kopfhörer fehlt. Andere Hersteller bekommen das zwar auch mit einer eingebauten Klinkenbuchse auf die Reihe, aber das Team um Jony Ive wollte den knappen Platz im Gehäuse lieber für andere Dinge nutzen. So gibt es nun etwa einen zweiten Lautsprecher.

Kontroverse Ohrhörer bestehen den Test

Im Praxistest gelingt der viel kritisierte Übergang in das digitale Audio-Zeitalter überraschend schmerzlos. Auch weil das Pflaster für mögliche Schürfwunden vorsorglich in der Schachtel liegt: In der Box ist ein Paar weiße Apple-Ohrhörer, die an die Lightning-Buchse des iPhone 7 gestöpselt werden. Außerdem gibt es einen Adapter für Klinken-Kopfhörer, den Apple für neun Euro auch separat verkauft.

Für den Praxistest ließ sich auch ein Vorserien-Modell der neuen drahtlosen Apple-Kopfhörer AirPods ausprobieren. Sie lassen sich nicht nur dank eines eingebauten Chips mit dem iPhone 7 besonders einfach koppeln, sondern geben auch einen ausgewogenen Klang wieder.

Apples AirPods lassen sich besonders leicht mit iOS-Geräten koppeln und geben einen ausgewogenen Klang wieder..
Apples AirPods lassen sich besonders leicht mit iOS-Geräten koppeln und geben einen ausgewogenen Klang wieder..
Foto: Dpa

Einen Teil des durch den Wegfall der Klinkenbuchse gewonnenen Platzes verwendet Apple offenbar auch für eine größere Batterie. Im Praxistest ließ sich eine spürbar längere Akku-Laufzeit messen.

Das kleinere iPhone 7 hat jetzt auch einen optischen Bildstabilisator, was vorher nur den Plus Modellen vorenthalten war. Das iPhone 7 Plus verfügt über eine zweite Rückenkamera mit einem Teleobjektiv, so dass für Fotos ein zweifacher optischer Zoom möglich ist. Dazu kommt ein bis zu zehnfacher digitaler Zoom. Im Test blieben die Fotos trotz des Zooms scharf.

Zwei Gründ um zu wechseln

Die im Praxistest gedrehten Videos liegen qualitativ über denen der Konkurrenzgeräte, insbesondere bei den Full-HD-Videos mit 60 fps. Etwas anders fällt das Testergebnis bei den Fotos aus. Hier spielen Samsung und Apple in einer Liga.

Die neuen iPhones haben erstmals einen festen Home-Taster. Unter der berührungsempfindlichen Fläche täuscht ein Vibrationsmotor Bewegung vor.
Die neuen iPhones haben erstmals einen festen Home-Taster. Unter der berührungsempfindlichen Fläche täuscht ein Vibrationsmotor Bewegung vor.
Foto: dpa

Fazit: Wer ein iPhone mit einem grundlegend neuen Gehäusedesign haben möchte, muss sich noch gedulden. Aber insbesondere für Besitzer eines älteren iPhone-Modells gibt es mit der exzellenten Kamera und der guten Akku-Laufzeit zwei Gründe, auf das iPhone 7 zu wechseln. Aber wie immer bei Apple hat das seinen Preis: Das iPhone 7 verkauft das Unternehmen mit 32 Gigabyte Speicher für 759 Euro. 128 Gigabyte kosten 110 Euro mehr, 256 GB weitere 110 Euro Aufschlag. Das iPhone 7 Plus kostet jeweils 140 Euro mehr als das entsprechende iPhone 7 (899, 1009 und 1119 Euro).


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Zum Themendienst-Bericht von Christoph Dernbach vom 22. September 2015: Neues Telefon, neue Preise. Das ohnehin schon recht kostspielige iPhone wird noch einmal teurer. Das 6S gibt es mit 16 GB Speicher ab rund 740 Euro, 64 GB kosten 110 Euro mehr. Das iPhone 6S Plus gibt es ab 849 Euro aufw�rts. 
(Archivbild vom 18.09.2015/Die Ver�ffentlichung ist f�r dpa-Themendienst-Bezieher honorarfrei.)  Foto: Andrea Warnecke