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Hyundai i30 N: Herzklopfen garantiert
Lifestyle 3 Min. 20.10.2017

Hyundai i30 N: Herzklopfen garantiert

GTI-Jäger aus Korea: Der Hyundai i30 N dürfte den europäischen Platzhirschen ordentlich zu schaffen machen.

Hyundai i30 N: Herzklopfen garantiert

GTI-Jäger aus Korea: Der Hyundai i30 N dürfte den europäischen Platzhirschen ordentlich zu schaffen machen.
Foto: Hyundai
Lifestyle 3 Min. 20.10.2017

Hyundai i30 N: Herzklopfen garantiert

Marc BOURKEL
Marc BOURKEL
Hyundai will bis 2021 zur führenden asiatischen Automarke in Europa avancieren. Auf dem Weg dorthin geben die Koreaner Vollgas, und das mit dem Hochleistungsfahrzeug i30 N jetzt sogar im wahrsten Sinne des Wortes.

Von Marc Bourkel

Golf GTI und Co. müssen sich warm anziehen. Mit dem fünftürigen i30 N, dem ersten Hochleistungsfahrzeug der Markengeschichte, fährt Hyundai den Platzhirschen in der Kompaktsportler-Klasse jetzt ordentlich in die Parade. Der Koreaner, der – von der Heckpartie abgesehen – fast schon ein wenig bieder daherkommt, hat es faustdick hinter den großen Kühllufteinlässen.

Verantwortlich dafür zeichnet in erster Linie ein Mann, der Benzin im Blut hat, und zwar der ehemalige Chefentwickler der BMW M GmbH, Albert Biermann, der vor rund zweieinhalb Jahren nach Korea gewechselt ist, um dort die Entwicklung von Hyundai- und Kia-Hochleistungsmodellen zu verantworten.

Bis zu 275 PS

Herzstück des bei 29 007 Euro startenden Hyundai i30 N ist ein 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner, der in zwei Leistungsstufen angeboten wird – mit 184 kW (250 PS) in der Basis-Version oder 202 kW (275 PS) in der sogenannten Performance-Ausführung. Das maximale Drehmoment von 353 Nm liegt bei der 250-PS-Variante zwischen 1 400 und 4 500 U/min an und beim i30 N Performance sogar zwischen 1 400 und 4 700 U/min. Eine Overboost-Funktion erhöht das Drehmomentmaximum für maximal 18 Sekunden auf 378 Nm.

Den Prestigespurt von 0 auf 100 km/h erledigt der Korea-Sportler in 6,4 beziehungsweise 6,1 Sekunden. Als Höchstgeschwindigkeit stehen jeweils 250 km/h im Datenblatt. Werte, mit denen sich der Hyundai i30 N nicht vor seinen Wettbewerbern verstecken muss – vor allem auch, weil der Vierzylinder nicht nur durch seine Drehfreudigkeit und Leistungsentwicklung überzeugt, sondern ebenfalls durch die Art und Weise, wie er auf Gaspedalbefehle reagiert.

Das Cockpit des i30 N präsentiert sich recht sachlich.
Das Cockpit des i30 N präsentiert sich recht sachlich.
Foto: Hyundai

Die Kraftübertragung auf die Vorderräder erfolgt beim i30 N zumindest vorerst ausschließlich über ein gut abgestuftes Sechs-Gang-Schaltgetriebe. Über weitere Getriebeoptionen denkt man laut Biermann zwar derzeit nach, entschieden sei diesbezüglich aber noch nichts.

Der Hyundai i30 N wurde zwar weitestgehend im koreanischen Namyang entwickelt, seinen Feinschliff erhielt er jedoch in Europa, genauer gesagt auf der legendären Nürburgring-Nordschleife. Dort haben Biermann und seine Kollegen in den vergangenen Monaten rund 10 000 Kilometer abgespult, um den Fronttriebler sowohl für den Einsatz auf der Straße als auch den Rennstrecken dieser Welt fit zu machen.

Dem Fahrer ein Grinsen ins Gesicht zaubern

Damit der i30 N auch auf letzteren zu den Besten seiner Klasse gehört, wurden unter anderem das i30-Fahrwerk stark modifiziert und die Lenkung direkter übersetzt. Zudem fährt der Fünftürer mit speziell auf ihn abgestimmten Michelin- und Pirelli-Hochleistungsreifen (18 und 19 Zoll) vor, was bei einem Fahrzeug dieser Preisklasse wahrlich keine Selbstverständlichkeit ist.

Den Prestigespurt von 0 auf 100 km/h erledigt der Korea-Sportler in 6,4 beziehungsweise 6,1 Sekunden.
Den Prestigespurt von 0 auf 100 km/h erledigt der Korea-Sportler in 6,4 beziehungsweise 6,1 Sekunden.
Foto: Hyundai

Dass man bei Hyundai nichts dem Zufall überlassen hat, belegt auch das sogenannte „N Grin Control“-System, mit dem sich die verschiedenen Parameter wie Lenkung und Fahrwerk ganz auf die Bedürfnisse des Fahrers einstellen lassen – mit dem Ziel, dem i30-N-Piloten ein Grinsen ins Gesicht zu zaubern. Und das funktioniert in der Praxis sehr gut, wie wir jüngst bei Testfahrten auf dem Autodromo Vallelunga Piero Taruffi in der Nähe von Rom feststellen konnten. Auf der technisch recht anspruchsvollen Rennstrecke konnte der i30 N seine Stärken voll ausspielen.

Auf jeden Fall deutlich besser als auf den umliegenden Landstraßen, in die in den vergangenen Jahren wohl eher weniger investiert wurde und auf denen das N-Modell die doch recht straffe Fahrwerksabstimmung nicht verbergen kann – insbesondere im N-Modus. Fahrer, die ihren i30 N öfter auf Rennstrecken wie der Nordschleife ans Limit bringen wollen, dürfte es freuen, dass sich die elektronische Stabilitätskontrolle ganz abschalten lässt – nicht zuletzt auf besonderen Wunsch von Entwicklungschef Biermann, laut dem man die Leistungsfähigkeit bei Hyundai N nicht in Drehzahlen, sondern in Herzschlägen pro Minute bewertet.

Technische Daten

Motor: 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner; Leistung: 184 kW (250 PS) bzw. 202 kW (275 PS) bei jeweils 6 000 U/min; Max. Drehmoment: 353 Nm (mit Overboost-Funktion: 378); Kraftübertragung: Sechs-Gang-Schaltgetriebe, Frontantrieb; Länge x Breite x Höhe: 4 335 x 1 795 x 1 451 Millimeter; Leergewicht: 1 400 bis 1 529 Kilogramm; Kofferraumvolumen: 381 bis 1 301 Liter; 0-100 km/h: 6,4 bzw. 6,1 Sekunden; Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h; ECE-Verbrauch: 7,0 bzw. 7,1 Liter je 100 Kilometer; CO2-Ausstoß: 159 bzw. 163 Gramm pro Kilometer; Preis: 29 007 bzw. 32 875 Euro.


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