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Hühnerbrühe und Lindenblütentee: Hausmittel lindern Erkältungen
Abwarten und Tee trinken: Gegen eine Erkältung hilft kein Kraut - aber die Symptome lassen sich mit heißen Getränken durchaus lindern.

Hühnerbrühe und Lindenblütentee: Hausmittel lindern Erkältungen

Foto: dpa-tmn
Abwarten und Tee trinken: Gegen eine Erkältung hilft kein Kraut - aber die Symptome lassen sich mit heißen Getränken durchaus lindern.
Lifestyle 2 Min. 24.09.2014

Hühnerbrühe und Lindenblütentee: Hausmittel lindern Erkältungen

Überheizte Räume, triefende Nasen, Hustenreiz - im Herbst und Winter sind die Wartezimmer der Ärzte voll mit erkälteten Patienten. Der Körper kann den Infekt oft auch selbst bekämpfen. Altbewährte Rezepte helfen.

(dpa/tmn/mk) - Erst kratzt es unangenehm im Hals, dann verstopft die Nase, der Kopf brummt, und der ganze Körper fühlt sich an wie Blei. Die erste Erkältung der Saison ist da. Erkältungsinfekte dauern meist etwa sechs Tage. Harmlos sind sie meist - aber alles andere als angenehm. Dennoch braucht man den Beschwerden nicht immer mit starken Medikamenten zu Leibe rücken.

Viele Menschen schwören auf Hausmittel. Heilen können sie eine Virusinfektion nicht. Doch sie unterstützen den Körper und lindern Symptome.

Einige Studien allerdings wollen nachgewiesen haben, dass Hühnerbrühe wirkt: Sie soll, so erklärt es die Stiftung Warentest auf ihrer Internetseite, im Organismus bestimmte weiße Blutkörperchen blockieren, die für Entzündungsprozesse verantwortlich seien und bei Erkältungen freigesetzt würden. Auch der in der Suppe enthaltene Eiweißstoff Cystein wirke entzündungshemmend und abschwellend auf die Schleimhäute.

Andreas Waltering vom deutschen Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) ist skeptisch. Die Methoden der Studien seien zweifelhaft. Gute vergleichbare Studien gebe es nicht. Dennoch rät Waltering nicht von Hühnersuppe ab: „Sie enthält Mineralien, und man ersetzt mit ihr die Flüssigkeit, die man durch Schwitzen, etwa durch erhöhte Temperatur, verliert.“

Viel trinken und auf die Kraft von Pflanzen setzen

Eines ist vielen Hausmitteln gemein: Sie ersetzen die ausgeschwitzte Flüssigkeit. Sie befeuchten außerdem die Schleimhäute, so dass sie sich gegen Eindringlinge schützen kann, und kurbeln mit ihrer Wärme die Durchblutung an. Das gilt auch für Tees. Vor allem Lindenblütentee aber auch Holunderblütentee sollen das Schwitzen kräftig ankurbeln. Die Wärme erleichtert dem Körper, die Temperatur zu erhöhen, was den Kampf gegen die Viren unterstützt.

Ob Erkältungsbad, Tee oder Inhalation - viele Menschen fügen ätherische Öle oder Kräuterauszüge hinzu, um Husten zu lindern oder die verstopfte Nase freizubekommen. Salbei unterstützt die Schleimhautoberfläche, ihr natürliches Milieu wiederherzustellen und so die Viren loszuwerden.

Dennoch gehört nicht irgendeinen Zusatz in das heiße Wasser. Was passend ist, richtet sich nach den Symptomen. Thymian als Teeaufguss soll den Hustenreiz bessern. Kamille wirke austrocknend, was aber bei trockenem Husten kontraproduktiv ist. In dem Fall sollte man Salbei oder Kochsalz hinzugeben. Bei schleimigem Husten sind Efeu-Extrakte eine gute Wahl. Sobald das Gebräu nach dem Inhalieren abgekühlt ist, kann es auch zum Gurgeln verwendet werden. So wird der Rachen mit Feuchtigkeit benetzt.

Die stärkere Durchblutung der Schleimhäute durch Wärme sowie die Feuchtigkeit sorgen auch dafür, dass aus Bronchien oder Nase vermehrt Sekret fließt. Das Sekret schützt. Zudem wird der Organismus mit dem vermehrten Sekret kranke, befallene Zellen los. Ihre Grenze erreichen Hausmittel jedoch, wenn nach einigen Tagen hohes Fieber auftritt oder sich der Betroffene deutlich schlechter fühlt - statt, wie üblich, ab dem vierten Tag besser. Dann ist ein Gang zum Arzt angesagt.


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Zum Themendienst-Bericht von Teresa Nauber vom 9. Januar 2017: Heißer Tee tut bei kaltem Wetter nicht nur grundsätzlich gut - er kann auch dabei helfen, eine aufkommende Erkältung noch abzuwehren. (Archivbild vom 12.3.2013/Nur zur redaktionellen Verwendung durch Themendienst-Bezieher im Zusammenhang mit dem genannten Text.) Foto: Monique Wüstenhagen/dpa-tmn