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Heimkino-Kommandeur: TV und Konsole gehorchen aufs Wort
Lifestyle 2 Min. 03.04.2014 Aus unserem online-Archiv

Heimkino-Kommandeur: TV und Konsole gehorchen aufs Wort

Fläzen ohne Fernbedienung: Sprachsteuerung macht es möglich.

Heimkino-Kommandeur: TV und Konsole gehorchen aufs Wort

Fläzen ohne Fernbedienung: Sprachsteuerung macht es möglich.
Foto: dpa-tmn
Lifestyle 2 Min. 03.04.2014 Aus unserem online-Archiv

Heimkino-Kommandeur: TV und Konsole gehorchen aufs Wort

Ob Siri beim iPhone oder Android-Sprachassistent: Smartphones gehorchen aufs Wort. Doch damit nicht genug. Nun schallen auch Sprachbefehle zum Dirigieren von Fernseher und Co durch die Wohnzimmer.

(dpa/tmn) - Den Griff zur Fernbedienung sollen sich TV-Zuschauer künftig ganz sparen können. Immer mehr Hersteller arbeiten mit Hochdruck daran, dass der Fernseher Stimmbefehle empfängt, erkennt und umsetzt. Das trifft auch auf andere Gerätegattungen wie Spielkonsolen zu. Die Technologie der Sprachsteuerung hat sich in den letzten zwei Jahren deutlich verbessert, sagt Andreas Nolde von der deutschen Zeitschrift „Chip“.

Der Einsatz einer neuen Art neuronaler Netze habe zu einer Reduktion der Fehlerrate um 30 Prozent geführt, erklärt Prof. Dietrich Klakow, Experte für Sprachsignalverarbeitung an der Universität des Saarlandes.

Bei Fernsehern gibt es zwei Bereiche, in denen sich der Nutzer zum sprachgewaltigen Heimkino-Kommandeur aufschwingen kann. Dazu gehören zum einen Grundfunktionen wie Lautstärkeregelung sowie Wechsel von Sender oder Signalquelle. Zum anderen geht es um die Navigation durch Dienste, Inhalte und Apps.

Relevantes Vokabular verwenden

Damit die TV-Sprachsteuerung gut funktioniert, empfiehlt Prof. Klakow, nicht übertrieben akzentuiert, sondern möglichst normal zu sprechen. Mit einem Akzent oder Umgebungsgeräuschen kann es immer noch Probleme geben. Und natürlich kann man den Geräten meist nicht erzählen, was man will. „Das hängt von der Anwendung ab“, sagt der Experte. „Bei einer Spielekonsole kann man natürlich nur das Vokabular verwenden, das dafür relevant ist.“ Im Zweifel muss man die Befehle im Handbuch nachlesen.

Je mehr Menschen Smartphone, TV, Spielkonsole, Navi oder beliebige andere Geräte per Sprache steuern, desto besser wird die Technik. Die Zukunft gehört in jeden Fall lernfähigen, robusten Systemen zur Sprachsteuerung mit großer Sprachenvielfalt und frei wählbaren Begriffen.

Momentan bieten viele TV-Hersteller Apps zur Bedienung der Geräte per Smartphone oder Tablet. Diese setzen derzeit jedoch meist nur die Oberfläche der TV-Fernbedienung grafisch um. Neuere Steuerungsapps nutzen die ohnehin in diesen Geräten verfügbare Sprachsteuerung auch für die Steuerung beziehungsweise Navigation des Smart-TVs. Das erspart dann dem Hersteller, extra Mikrofone in sein Smart-TV-Gerät oder die Fernbedienung einzubauen.

Keine Stimmenidentifizierung

Bleibt noch das Thema Datenschutz. Denn einige Features von Sprachsteuerungen sind nur mit Internetverbindung nutzbar. Es werden allenfalls nur anonymisierte allgemeine Daten erhoben, etwa zur Häufigkeit der Nutzung und gegebenenfalls die IP-Adresse des Geräts. Eine Identifizierung des Sprechenden anhand seiner Stimme gibt es derzeit nicht - auch nicht zu Zwecken der Personalisierung.