Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Halogenlampen stehen vor dem Aus
Lifestyle 2 Min. 03.08.2018

Halogenlampen stehen vor dem Aus

Leuchtdioden, kurz LEDs, gelten als energieeffiziente Mittel zur Beleuchtung.

Halogenlampen stehen vor dem Aus

Leuchtdioden, kurz LEDs, gelten als energieeffiziente Mittel zur Beleuchtung.
Foto: Foto: Shutterstock
Lifestyle 2 Min. 03.08.2018

Halogenlampen stehen vor dem Aus

Vor sechs Jahren kam das endgültige Aus der Glühbirne. Ab September 2018 ist es auch mit den meisten Halogenlampen vorbei. Aber es gibt Alternativen.

(dpa) - Als am 1. September 2012 das endgültige Aus der Glühlampe in Kraft trat, war die Aufregung groß. Es gab regelrechte Hamsterkäufe - und in vielen Haushalten finden sich sich noch immer. Zum 1. September endet nun auch die Produktion der meisten Halogenlampe. Das Bedauern darüber dürfte sich allerdings in Grenzen halten, denn es gibt inzwischen energieeffiziente Leuchtmittel, allen voran die LEDs. Was Verbraucher wissen müssen:

Wie viel effizienter sind Energiesparlampen?

Im Vergleich zu Glüh- und Halogenlampen haben Energiesparlampen eine hohe Lichtausbeute und sparen dadurch Strom. Energiesparlampen sind 80 Prozent effizienter als die nicht mehr produzierten Glühlampen. Sie brennen in der Regel etwa 6 000 bis 15 000 Stunden.

Muss man Glühbirnen und Halogenlampen zwingend entfernen?

Nein, denn zu Hause kann man tun und lassen, was man will. Diese Glühbirnen verbrauchen aber viel Strom, und es gibt inzwischen gute LEDs und Energiesparlampen, die ein ähnliches Licht erzeugen.

Darf der Handel noch Glühlampen und Halogenlampen verkaufen?

Ja, Restbestände dürfen verkauft werden. Seit September 2012 werden aber keine neuen Glühlampen mehr in den Handel gebracht. Bis auf wenige Ausnahmen werden Halogenlampen ab dem 1. September 2018 nicht mehr hergestellt. Die Hochvolt-Halogenlampen für normale Netzspannung von 230 Volt gar nicht mehr, Niedervolt-Halogenlampen für eine Spannung von 12 Volt nur noch, wenn sie mindestens die Effizienzklasse B aufweisen. Auch klare Halogenlampen mit den Sockeln R7s und G9 bleiben in der Effizienzklasse C weiter im Handel, weil es dafür noch keinen Ersatz gibt.

Woran erkennt man alte Leuchtbirnen?

Die klassische Glühlampe erkennt man an der Birnen- oder Kerzenform. Sie hat unten einen Metallsockel zum Schrauben und oben ein Glas, in dem sich ein Wolfram-Draht befindet, der für die Lichterzeugung zuständig ist. In einem Haushalt können sich aber noch verschiedene andere Lampenarten finden, die äußerlich der alten Glühlampe ähneln, nämlich Halogen- und Kompaktleuchtstofflampen sowie LEDs. Halogenlampen haben oft eine spot-ähnliche Bauform, es gibt sie aber auch in Birnenform. Der Glühdraht ist von einem Schutzgas, dem Halogen, umgeben.

Glühbirnen dürfen in der EU schon lange nicht mehr auf den Markt kommen. Nach und nach verschwinden auch die gehamsterten Reserven.
Glühbirnen dürfen in der EU schon lange nicht mehr auf den Markt kommen. Nach und nach verschwinden auch die gehamsterten Reserven.
Foto: dpa

Eine LED-Lampe sieht der herkömmlichen Glühlampen ähnlich und kann sie ohne weitere Anpassungen direkt ersetzen. Aber ihr fehlt in der Regel der klassische Glühfaden, denn lichtemittierende Dioden bilden die Lichtquelle. Die Energiesparlampe ist an einer gebogenen, gewendelten oder mehrfach gefalteten Röhre zu erkennen, in der die Gasentladung stattfindet. Diese Lampen besitzen in der Regel ein integriertes Vorschaltgerät und einen Schraubsockel, um sie wie Glühlampen einsetzen zu können.

Wie ersetze ich Glüh- und Halogenlampen?

Watt war bei Glühbirnen die wichtigste Kennzahl, die für die Helligkeit einer Leuchtquelle stand. Weit verbreitet waren 40-, 60- und 100-Watt-Birnen. Für LED und Energiesparlampe ist aber die Einheit Lumen (lm) die wichtige Information. Als Faustregel gilt: Etwas mehr als zehn Lumen entsprechen etwa einem Watt. Will man eine 40-Watt-Glühbirne ersetzen, wählt man also ein Energiesparmodell mit 470 Lumen. Circa 800 Lumen stehen für eine 60-Watt-Glühlampe, bei 100 Watt sind es 1400 Lumen. Daneben ist die Farbtemperatur in Kelvin wichtig. Eine warmweiße Lichtquelle hat 2 700 bis 3 000 Kelvin - das entspricht etwa dem Licht einer Glühbirne. Neutralweiße oder tageslichtweiße Lichtquellen haben eine höhere Zahl.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Ausgeglüht
Eine klare Information darüber, welche Leuchtmittel genau es zukünftig nicht mehr zu kaufen gibt, dürfte nur die wenigsten Verbraucher erreicht haben, ebenso wie eine unverfälschte Auflistung sämtlicher Vor- und Nachteile der jeweiligen Leuchtmittel.
Adieu Halogenlampe
Als vor sechs Jahren die Produktion der Glühlampe in der EU verboten wurde, war der Aufschrei riesig. Mittlerweile hat sich die Aufregung gelegt. Nun steht das nächste Verbot vor der Tür.
Schreibtische für die Kleinen
In der Schule gilt Stillsitzen inzwischen als überholt. Das sollte auch zu Hause bei den Hausaufgaben so sein, denn Stühle und Tische, die aktives Sitzen zulassen, gelten als rückenschonend. Was Eltern beim Kauf von Schreibtisch und Drehstuhl für Kinder beachten sollten.
HANDOUT - Zum Themendienst-Bericht von Katja Fischer vom 18. Juni 2018: Kinder wachsen schnell. Viele Hersteller bieten daher mitwachsende, höhenverstellbare Arbeitsmöbel an. 
(ACHTUNG - HANDOUT - Nur zur redaktionellen Verwendung durch Themendienst-Bezieher im Zusammenhang mit dem genannten Text und nur bei vollständiger Nennung des nachfolgenden Credits.) Foto: moll Funktionsmöbel/VDM/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++
Das Miteinander im Großraumbüro
Disziplin, Rücksichtnahme, Kompromissbereitschaft: Für die Arbeit im Großraumbüro sind solche Tugenden unerlässlich. Denn sonst ist Krach unter den Kollegen quasi programmiert.
ILLUSTRATION - Zum Themendienst-Bericht von Sabine Meuter vom 16. April 2018: Teamwork oder Chaos? Die Kommunikation klappt im Großraumbüro oft gut -  manchmal auch einen Tick zu gut. (ACHTUNG - Nur zur redaktionellen Verwendung durch Themendienst-Bezieher im Zusammenhang mit dem genannten Text und nur bei vollständiger Nennung des nachfolgenden Credits.) Foto: Rainer Holz/Westend61/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++
Frech eingerichtet
Dass ihr Interior-Label für Lebensfreude steht, nimmt man Amélie du Passage sofort ab. Ein Gespräch mit der Gründerin von Petite Friture.
Humorvoll und unkonventionell: Amélie du Passage verkörpert die Eigenschaften ihres Labels auch ganz persönlich.