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Hängeseilbrücke Geierlay: Millionenmarke im Blick
Lifestyle 2 Min. 19.09.2019

Hängeseilbrücke Geierlay: Millionenmarke im Blick

Wer die Geierlay-Hängebrücke vor 10 Uhr am Morgen besucht, hat sie beinahe für sich alleine. Danach tummeln sich immer mehr Wanderer auf der 360 Meter langen Konstruktion.

Hängeseilbrücke Geierlay: Millionenmarke im Blick

Wer die Geierlay-Hängebrücke vor 10 Uhr am Morgen besucht, hat sie beinahe für sich alleine. Danach tummeln sich immer mehr Wanderer auf der 360 Meter langen Konstruktion.
Foto: Heidrun Braun / srt
Lifestyle 2 Min. 19.09.2019

Hängeseilbrücke Geierlay: Millionenmarke im Blick

Die schönste Hängeseilbrücke Deutschlands schwingt sich im Hunsrück 360 Meter weit über das Mörsdorfer Bachtal. Sie zieht täglich viele Touristen und Wanderer an.

Von Heidrun Braun (srt)

Einmal über die Geierlay-Hängeseilbrücke zu gehen, ist für viele Besucher des Hunsrücks ein Muss, für manche kommt es sogar einer Mutprobe gleich. Frei schwebend schwingt sie sich majestätisch und kühn über das Mörsdorfer Bachtal, das nur wenige Kilometer vom Moselort Cochem entfernt liegt. Von weitem sieht die 360 Meter lange Hängeseilbrücke ganz schön schmal und ellenlang aus. Dieser Eindruck ändert sich mit den ersten Schritten. Auf der Brücke ist Platz genug, um bequem nebeneinander zu gehen und wackelig ist es auch nicht. Ein bisschen Schwingung ist natürlich zu spüren, immerhin ist es eine frei schwebende Konstruktion nach nepalesischem Vorbild. Genau das macht ja auch ihren Reiz aus.

Auf der Mitte lohnt es sich, einen Blick ins Tal zu werfen. 100 Meter weiter unten sind die Wanderer auf dem Saar-Hunsrück-Steig zu erkennen und die sich im Wind wiegenden Wipfel der großen Fichten sind noch ganz schön weit weg. Das ist der Moment, in dem sich ein wahres Hochgefühl einstellt. Grandios ist der Fernblick über die bewaldete Hunsrücklandschaft.

Tourismus-Boom

Der typische Hunsrückort Mörsdorf hat sich, umgeben von den Tälern der Mosel und des Rheins, seinen dörflichen Charakter bewahrt, ist aber mit Eröffnung der Geierlay-Hängeseilbrücke im Oktober 2015 deutlich lebendiger geworden. Seither spazierten über 950 000 Besucher über die Brücke, die Mörsdorf mit Sosberg auf der anderen Talseite verbindet. Der gerade wieder gewählte Bürgermeister von Mörsdorf, Marcus Kirchhoff, ist zuversichtlich, dass zum Ende des Jahres die Millionenmarke bei den Besucherzahlen geknackt wird.


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Die Brücke bescherte dem Ort neue Arbeitsplätze und Einnahmen, belebte die Gastronomie und brachte viele Übernachtungsgäste in die neu entstandenen Ferienwohnungen. Der Bäcker, der seinen Laden längst geschlossen hatte, machte wieder auf und neuerdings gibt es neben den beiden alt eingesessenen Gasthöfen ein Restaurant mit thailändischer Küche. Das über 900 Jahre alte „Dorf am Moor“ steht nun auf der Rangliste der beliebtesten Ausflugsziele in Rheinland-Pfalz ganz weit oben.

Im Besucherzentrum mit Café, Parkplatz und Fahrradverleih mitten in Mörsdorf gibt es alle Informationen rund um die Brücke und die Wanderwege in ihrer Nähe. Es ist rund eine halbe Stunde Fußweg von der Hängeseilbrücke entfernt. Verschiedene Fußwege über das freie Feld oder sportlicher durch den schattigen Wald führen zur Brücke. Schneller geht es mit dem Fahrrad. Für Autos sind die Wege zur Brücke tabu.

Wandern in der Naturidylle

Rund um die Geierlay-Hängeseilbrücke gibt es mehrere Rundwege zwischen drei und sechs Kilometer Länge durch die Hunsrücklandschaft. Alle Wege starten am Besucherzentrum und führen zur und über die Geierlay-Brücke. Für alle, die sich nicht über die Brücke trauen, gibt es eine Abkürzung, die wieder zum Ausgangspunkt zurückführt. Das Besucherzentrum ist außerdem ein idealer Startpunkt für eine Wanderung auf den Traumschleifen „Masdascher Burgherrenweg“ und „Dünnbach-Pfad“. Auch die 13,8 Kilometer lange Traumschleife „Layensteig Strimmiger Berg“ bei Strimmig / Liesenich ist nach einer rund 3,5 Kilometer langen Wanderung über den Saar-Hunsrück-Steig erreicht. 

www.hunsruecktouristik.de // www.geierlay.de 


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