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Die schlimmsten Fehler bei der US-Einreise
Lifestyle 3 Min. 27.07.2015 Aus unserem online-Archiv
"Haben Sie Lepra?"

Die schlimmsten Fehler bei der US-Einreise

Das Gespräch mit den Zollbeamten in den USA ist ein heikels Unterfangen
"Haben Sie Lepra?"

Die schlimmsten Fehler bei der US-Einreise

Das Gespräch mit den Zollbeamten in den USA ist ein heikels Unterfangen
Foto: AP
Lifestyle 3 Min. 27.07.2015 Aus unserem online-Archiv
"Haben Sie Lepra?"

Die schlimmsten Fehler bei der US-Einreise

Sie planen eine Reise in die USA? Dafür müssen Sie erst einmal ins Land gelassen werden. Neben jeder Menge Papierkram vor Reiseantritt sind auch lange Wartezeiten am Zielflughafen fällig.

(vb) - Sie planen eine Reise in die USA? Dafür müssen Sie erst einmal ins Land gelassen werden. Neben jeder Menge Papierkram vor Reiseantritt sind auch lange Wartezeiten am Zielflughafen fällig.

Die Zollbeamten sind rigoros. Wenn Sie einen dieser Fehler machen, können Sie sich die schöne USA-Reise abschminken. Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 haben die USA die Einreisebestimmungen drastisch verschärft.

Die Kontrollwut des US-Heimatschutzministeriums treibt bisweilen kuriose Blüten. Unbedarfte Touristen müssen teilweise rechts seltsame Fragen beantworten. Wer daraufhin Witze macht oder den Zollbeamten veralbert, muss damit rechnen, nicht ins Land gelassen zu werden. Humor in jeglicher Form ist deshalb am Flughafen nicht zu empfehlen.

Dies sind Fehler, die Sie bei der US-Einreise besser nicht machen sollten:

1. Kleidungsstücke mit frechen Sprüchen tragen 

Eine Kundin von American Airlines hatte im März 2012 ein T-Shirt an, das ein englisches Schimpfwort mit vier Buchstaben zierte. Beim Umsteigen auf einem US-Flughafen wies der Flugkapitän die Dame darauf hin, dass sie in diesem Aufzug nicht hätte reisen dürfen. Er forderte die Frau auf, ihr T-Shirt zu wechseln. Da ihr Gepäck jedoch schon durchgecheckt war, hatte sie kein anderes Kleidungsstück griffbereit. Sie wurde erst zum Anschlussflug durchgelassen, als sie den Schriftzug mit einem Schal verdeckt hatte. Nur war das Flugzeug nach der langen Diskussion schon abgeflogen.

2. Witzig gemeinte Fragen stellen 

Kurz nach dem Boarding suchte der Passagier im Gepäckfach Platz für sein Handgepäck und fragte dabei einen Flugbegleiter: "Wo hast du die Bombe hingetan?" Der australische Fluggast wurde vom Sicherheitspersonal abgeführt und verhört. Er musste einen anderen Flug nehmen. Die Bemerkung sollte seinen Aussagen nach ein Scherz sein.

3. Überraschungseier mitnehmen 

Die USA haben eine Vielzahl von Gesetzen, deren Nutzen gelinde gesagt … fraglich ist. Unter anderem sind deshalb Überraschungseier verboten. Wer die „Kinder-Überraschung“ mit sich führt, riskiert 300 Dollar Strafe (270 Euro). Es ist in den USA generell gesetzlich verboten, nicht essbare Gegenstände in Süßigkeiten zu verpacken.

4. Dem Freund eine „Lëtzebuerger Grillwurscht“ mitbringen

Nichts schmeckt wie eine frisch gegrillte „Thüringer“. Was liegt also näher, als Freunden und Verwandten in den USA ein Geschenk aus der Heimat mitzunehmen? Trotzdem sollte man Schinkenbrötchen und Würstchen zu Hause lassen, denn landwirtschaftliche Produkte sind wegen Seucheneinschleppungsgefahr strikt verboten. Am besten sollten Sie Fleisch und Wurst vor der Einreise aufessen.

5. Den Hund streicheln

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Auch wenn Sie vermeintlich alles richtig gemacht haben, kann es sein, dass Sie von einem Grenzpolizisten aufgehalten werden – von einem vierbeinigen. Hunde, oft Beagles, werden auf vielen US-Airports im Ankunfts- und Gepäckbereich eingesetzt, sie sollen versteckte Drogen und unerlaubte Lebensmittel in den Taschen und Koffern der Flugpassagiere erschnüffeln. Streicheln Sie ihn bloß nicht! Sie könnten eine saftige Strafe aufgebrummt bekommen. Ein Flugpassagier bekam als Auskunft, die Tiere seien ganz offiziell Grenzbeamte, hätten denselben Status wie menschliche Amtspersonen – und die dürfe man ja auch nicht tätscheln.

6. Haben Sie Lepra? 

Seit 2009 müssen Reisende in die USA die elektronische Einreiseerlaubnis ESTA vor dem Reiseantritt ausfüllen. Sie kostet pro Person 14 Dollar. Bei ansteckenden Krankheiten wie Syphilis oder Lepra wird die Einreise verweigert. Die Gebühr wird dann übrigens trotzdem abgebucht.

7. Terroristische Aktivitäten planen 

Sie wollen einen Terroranschlag in den USA verüben? Dann müssen Sie diese Pläne ebenfalls in dem Formular angeben und ihre Motive bei der Einreise offenlegen. Es könnte allerdings sein, dass Ihre USA-Reise dann einen anderen Verlauf nimmt als geplant.

8. Schnecken einführen 

Ein weiteres US-Gesetz verbietet es, Schnecken (lebendig oder tot) einzuführen. Die Frage auf der „Customs declaration“ heißt: „Bringen Sie Krankheitserreger, Zellkulturen oder Schnecken mit?“ Wer mit Ja antwortet, bekommt Probleme.

9. Auf welcher Seite schläft Ihre Frau? 

Das Esta-Formular richtig ausgefüllt und eine Einreisegenehmigung bekommen? Das ist erst die halbe Miete. Der Zollbeamte kann nach einem Interview mit Ihnen immer noch entscheiden, dass Sie nicht in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten dürfen. Um herauszufinden, ob ein angebliches Ehepaar wirklich verheiratet ist, fällt schon einmal die Frage „Auf welcher Seite schläft Ihre Frau?“.