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Wie viel bei Adventskalendern sein muss
Lifestyle 03.11.2016 Aus unserem online-Archiv
Größer, teurer, besser

Wie viel bei Adventskalendern sein muss

Viele Adventskalender sind heute voller Spielzeug - und schießen damit übers Ziel hinaus.
Größer, teurer, besser

Wie viel bei Adventskalendern sein muss

Viele Adventskalender sind heute voller Spielzeug - und schießen damit übers Ziel hinaus.
Foto: dpa/tmn
Lifestyle 03.11.2016 Aus unserem online-Archiv
Größer, teurer, besser

Wie viel bei Adventskalendern sein muss

Wer sich die Fülle an Adventskalendern im Handel anschaut, merkt schnell: Schokolade wird überwertet. Stattdessen stecken hinter den Türen Spielzeugfiguren oder kleine Bücher. Ob das wirklich angemessen ist, sollten Eltern gut abwägen.

(dpa/tmn) - So gut wie alle großen Spielwarenhersteller und Verlage haben sie im Angebot: Adventskalender mit 24 Geschenken. Statt Schokolade gibt es Spielzeugfiguren, kleine Bücher oder Plastiktiere. Mit dem letzten geöffneten Türchen haben Kinder wahlweise einen fertigen Bauernhof oder eine Armada für den Krieg der Sterne. Die Bandbreite reicht von der üppigen Luxusvariante bis zum bescheidenen Kalender, der nur Bilder zeigt.

Manche Eltern reagieren genervt auf die Fülle des Angebots und fragen sich, ob Kinder überhaupt einen Adventskalender brauchen. „Er ist sicherlich nicht notwendig für die Entwicklung eines Kindes“, sagt Bodo Reuser von der deutschen Bundeskonferenz für Erziehungsberatung. „Allerdings bekommen Kinder natürlich mit, was um sie herum geschieht und Adventskalender gehören zu unserer christlichen Tradition.“

Die Kalender steigern die Vorfreude und veranschaulichen vor allem jüngeren Kindern die verbleibende Zeit bis zum 24. Dezember.

Vorfreude und Konsumterror

Allerdings gibt es deutliche Unterschiede zwischen dem Leben im 19. Jahrhundert, als sich die Tradition entwickelte, und dem Alltag heute: Viele Eltern verbinden mit der Vorweihnachtszeit wenig Vorfreude - sie fühlen sich dem Konsumterror ausgeliefert. Gleichzeitig hat es laut Reuser jeder selbst in der Hand hat, dem Adventskalender seine ursprüngliche Bedeutung zurückzugeben: „Familien können sich Zeit nehmen und in Ruhe überlegen, was ihrem Kind Freude macht.“

Wer auf gekaufte Adventskalender verzichten möchte, kann bestimmte Rituale in der Vorweihnachtszeit etablieren:Neben einem Adventskalender mit Nüssen und ein paar Süßigkeiten tragen auch Gedichte und Lieder zur Weihnachtsstimmung bei.

Häufig fällt auf, dass viele Eltern hin- und hergerissen sind zwischen dem Wunsch, mit ihren Kindern eine stimmungsvolle Zeit zu erleben, gleichzeitig aber auch das Gefühl haben, ihr Nachwuchs bekommt von allem zu viel.

Weniger ist mehr, lautet deshalb die Devise. Kinder sind durch die vielen Eindrücke wie glitzernde Dekoration in der Einkaufspassage, die Geheimnisse der Großen und den Nikolaus am 6. Dezember ohnehin sehr aufgeregt. Diese vielen Eindrücke müssen Kinder erst einmal verarbeiten.


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