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„Goûter à la française“: Weck das Kind in dir!
Lifestyle 5 2 Min. 12.09.2017

„Goûter à la française“: Weck das Kind in dir!

Manon KRAMP
Manon KRAMP
Die Franzosen lieben und zelebrieren ihr „Goûter“ am Nachmittag. Chefköchin Isabelle Arpin hat zusammen mit Pâtissier Yannick Ferraton ein Verwöhnkonzept für Naschkatzen kreiert.

von Manon Kramp

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die es vermögen, ganz wunderbare Erinnerungen zu wecken. Wie etwa an das Nachhausekommen nach der Schule am Nachmittag, als alleine der Gedanke an Kuchen oder mit süßer Marmelade und Schokoladencreme bestrichene Brote einem ein verzücktes Lächeln auf die Lippen zauberte.

In Großbritannien ist die Tea Time eine Institution, eine Hort des Wohlgefühls. Auch unsere französischen Nachbarn lieben und zelebrieren ihr „goûter“ am Nachmittag. Für Isabelle Arpin, Chefköchin im Brüsseler Sternerestaurant „WY”, sind gerade solche genussvollen Momente wichtig. Eine kleine Pause, die man dem Alltag abringt und in der man sich etwas Gutes tut. Zusammen mit Yannick Ferraton, Pâtissier des Hotels „Sofitel Le Grand-Ducal“ und dessen Chefkoch Sébastien Perrot hat Isabelle Arpin deshalb ein originelles Konzept namens „Le Goûter“ ausgearbeitet.

Tea Time „à la française“

Das süße Intermezzo wird als Reminiszenz an die Schulzeit in einem hölzernen Köfferchen mit Retro-Touch serviert. Dafür entwarf Isabelle Arpin einen besonderen Financier. „Eigentlich ist es eine Kreation zwischen Financier und Madeleine mit weniger Mandeln, der mich an einen Kuchen erinnert, den meine Mutter buk und auf den wir zusätzlich Marmelade taten“, sagt die Köchin mit einem verschmitzten Lachen. Ihr Schokoladenaufstrich für die gerösteten Brotscheibchen besteht aus zwei Lagen: einer cremigen, helleren Schicht mit knusprigen Petit-Beurre-Bröseln und einer dunkleren Schokolade mit einem Hauch von Chicorée-Kaffee, ein in Nordfrankreich gängiges Getränk.

Yannick Ferraton besann sich auf seine bretonischen Wurzeln und interpretierte den klassischen Far Breton mit Pflaumen auf seine Weise, wobei Demi-Sel-Butter eine aparte geschmackliche Note setzt. Seiner Crème auf Basis von weißer Schokolade fügte der Schokoladen-Spezialist eine besondere Vanillemischung hinzu, die ihr mehr Frische verleiht. Dazu gibt’s eine grüne „Menthe à l'eau“ mit Minze oder rotem Grenadine-Sirup zum Schlürfen. In der Box findet man auch Marmelade, Butter, einen Schokoladenriegel von Valrhona, einen Lolly und Bonbons. Also ein reines Naschkatzen-Special, das Low-Carb-Anhängern wohl den Angstschweiß auf die Stirn treibt.

Angeboten wird „Le Goûter“ von 15 bis 17 Uhr im „Sofitel Le Grand-Ducal“ und im „Sofitel „Europe“ in Luxemburg sowie den Sofitel-Hotels „Le Louise“ und „Europe“ in Brüssel. Man kann sein „Goûter“ übrigens auch teilen – aber wer will das schon?


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