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Google kündigt Cloud-Gaming-Plattform an
Auf der GDC Game Entwicklerkonferenz in San Francisco kann man Stadia dieser Tage testen.

Google kündigt Cloud-Gaming-Plattform an

Foto: AFP
Auf der GDC Game Entwicklerkonferenz in San Francisco kann man Stadia dieser Tage testen.
Lifestyle 21.03.2019

Google kündigt Cloud-Gaming-Plattform an

Noch investieren die meisten Gamer in eine Konsole oder einen Rechner mit leistungsfähiger Hardware. Dafür kaufen sie die Spiele und bleiben der Plattform treu - zwangsläufig. Diese Logik will Google nun durchbrechen.

(dpa) - Google hat eine eigene Cloud-Gaming-Plattform namens Stadia angekündigt. Dabei läuft das Spiel auf Servern des Internetkonzerns und wird dann auf vergleichsweise leistungsschwachen Geräten daheim gestreamt. Das Angebot soll im Laufe dieses Jahres verfügbar sein, wie der Internetkonzern auf seiner Entwicklerkonferenz in San Francisco mitgeteilt hat.

Trotz oder gerade durch die Auslagerung der Rechenarbeit soll Stadia den Angaben nach 4K-Auflösungen bei 60 Bildern pro Sekunde mit Hochkontrast-Darstellung (HDR) liefern können. Voraussetzung ist, dass der eigene Internetanschluss über genügend Bandbreite verfügt.

Stadia-Plattform und Google-Dienste

Als mögliche Ausgabegeräte für Games nennt Google Fernseher, Laptops, Desktop-PCs, Tablets oder Smartphones. Je nach Gerät dürften der Chrome-Browser, eine Stadia-App oder auch der TV-Streaming-Stick Chromecast als lokale Schnittstellen für den Dienst fungieren.

Ziel von Stadia sei es, Spieler „von Einschränkungen herkömmlicher Konsolen und PCs“ zu befreien. Damit meint der Internetkonzern neben der Investition in Hardware und der Festlegung auf eine Spiele-Plattform wohl auch das mitunter zeitraubende Installieren oder Aktualisieren der Games.

Bislang gibt nur der Stadia Controller Googles neuer Cloud-Gaming-Plattform ein Gesicht. Er verbindet sich per WLAN direkt mit dem Rechenzentrum.
Bislang gibt nur der Stadia Controller Googles neuer Cloud-Gaming-Plattform ein Gesicht. Er verbindet sich per WLAN direkt mit dem Rechenzentrum.
Foto: dpa

Die Stadia-Plattform soll mit anderen Google-Diensten verbunden werden. Als Beispiel nennt das Unternehmen Youtube. So könnte etwa jemand, der sich dort ein Let's-Play-Video anschaut, per Knopfdruck das Game einfach selbst spontan starten und spielen.


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Zur Steuerung der Spiele hat Google einen eigenen Stadia-Gaming-Controller vorgestellt, der per WLAN eine direkte Verbindung zum Rechenzentrum aufbaut. Der verfügt neben einem Mikrofon und einer Google-Assistant-Taste auch über einen Button, mit dem sich die Aufnahme von Gameplay-Videos direkt starten lässt. Diese kann man anschließend speichern und teilen.

Mit Stadia hat Google das Cloud-Gaming nicht erfunden: Sony bietet etwa mit dem Dienst Playstation Now bereits das Streamen von Spielen an. Auch das französische Unternehmen Blade ist mit seinem Streamingdienst Shadow auf dem Markt. Und Valve arbeitet mit Steam Link Anywhere an einer Unterwegs-Lösung, bei der Games an Mobilgeräte gestreamt werden - allerdings vom Rechner daheim.

Auf Publisher- und Entwickler-Seite haben unter anderem bereits Ubisoft („Assassin's Creed“) und Id Software („Doom“) Unterstützung für Stadia angekündigt.


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