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Golf 8: Alles neu und doch ganz der Alte
Lifestyle 3 Min. 13.12.2019

Golf 8: Alles neu und doch ganz der Alte

Dem Original verpflichtet: Volkswagen verzichtet auch bei der achten Golf-Generation auf Designexperimente.

Golf 8: Alles neu und doch ganz der Alte

Dem Original verpflichtet: Volkswagen verzichtet auch bei der achten Golf-Generation auf Designexperimente.
Foto: Volkswagen
Lifestyle 3 Min. 13.12.2019

Golf 8: Alles neu und doch ganz der Alte

Marc BOURKEL
Marc BOURKEL
Der neue VW Golf 8 orientiert sich optisch am Vorgänger, macht technisch aber einen Riesensprung nach vorn.

Der seit 1974 gebaute Golf ist mit mehr als 35 Millionen verkauften Einheiten nicht nur der mit Abstand erfolgreichste Volkswagen überhaupt, sondern auf den meisten Märkten auch seit Jahren der unbestrittene Bestseller im VW-Programm. Und auch wenn man in Wolfsburg mit dem für kommendes Jahr angekündigten Stromer ID.3 in eine neue Ära aufbrechen will, sind sich die VW-Verantwortlichen der Bedeutung ihres kompakten Erfolgswagens mehr als bewusst.

Es verwundert daher nicht wirklich, dass Volkswagen bei der Neuauflage des Golf wie gewohnt auf Designexperimente verzichtet hat. Und doch hätte man dem Team um Chefdesigner Klaus Bischoff etwas mehr Mut gewünscht. Der Golf 8 könnte rein äußerlich nämlich ohne Weiteres als Facelift-Variante des Vorgängers durchgehen. Optische Akzente setzen lediglich die neuen Scheinwerfer und die etwas kantigere Heckpartie. Selbst die Abmessungen des Fünftürers entsprechen weitestgehend jenen des seit 2012 gebauten Golf 7.

Digitales Cockpit mit neuem Bedienkonzept

Im Innenraum ist der Generationswechsel dafür auf Anhieb zu erkennen. Dort erwartet den Fahrer ein digitales Cockpit mit zwei großen Displays für die Instrumente und das Infotainmentsystem. Die Bedienung erfolgt weitestgehend via Touchscreen beziehungsweise sogenannte Touchtasten und Touchslider. Klassische Knöpfe und Tasten gibt es dafür kaum noch an Bord des neuen Golf. Optional steht eine „natürliche Sprachsteuerung“ zur Verfügung, die bei unserem Testwagen jedoch leider nicht funktionierte.

Anders als die serienmäßige Internet-Verbindung. Der Golf der achten Generation ist nämlich laut Volkswagen „always on“ – also immer online. Zum Hightech-Anspruch des Wolfsburgers passt auch die Tatsache, dass viele Technologien nicht nur update-, sondern auch upgradefähig sind.

So können künftig beispielsweise die automatische Distanzkontrolle ACC, der Fernlichtassistent Light Assist oder die Navigation nachträglich aktiviert werden – und das laut Hersteller unabhängig von der gewählten Grundausstattung. Zudem lässt sich der neue Golf per Smartphone – vorerst nur mit Samsung-Geräten – öffnen und starten. Diese Funktion kann auf Wunsch auch von Freunden oder Familienmitgliedern genutzt werden.

Der digitalisierte Arbeitsplatz im neuen Golf weiß zu gefallen. Ein wenig störend ist einzig der etwas zu hohe Hartplastikanteil.
Der digitalisierte Arbeitsplatz im neuen Golf weiß zu gefallen. Ein wenig störend ist einzig der etwas zu hohe Hartplastikanteil.
Foto: Volkswagen

Besonders stolz ist man in Wolfsburg auf die optional erhältlichen, besonders lichtstarken LED-Matrixscheinwerfer, die in ähnlicher Form erstmals im aktuellen Touareg eingeführt wurden und die Nachtfahrten besonders sicher machen sollen. Einen Sicherheitsgewinn verspricht man sich bei Volkswagen auch durch die serienmäßige Car2X-Kommunikation, die es dem Golf ermöglicht, binnen Millisekunden verkehrsrelevante Informationen mit anderen Fahrzeugen und der Verkehrsinfrastruktur im Umfeld von bis zu 800 Metern auszutauschen.

Fünf Hybridversionen, aber wohl kein reines E-Modell

Die Motorenpalette umfasst zum Marktstart zwei 1,5-Liter-TSI-Vierzylinder-Benziner mit 96 kW (130 PS) und 110 kW (150 PS) Leistung sowie zwei 2,0-Liter-TDI-Vierzylinder-Diesel mit 85 kW (115 PS) und 110 kW (150 PS). In den kommenden Monaten sollen weitere Motorisierungen folgen, darunter zusätzliche TSI- und TDI-Varianten, drei Mild-Hybridantriebe (eTSI), zwei Plug-in-Hybridantriebe (GTE), eine Erdgas-Variante (TGI), ein GTI und ein Golf R mit mehr als 221 kW (300 PS). Einen Elektro-Golf wird es aus Rücksicht auf den ID.3 wohl nicht mehr geben.


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Das Fahrwerk des Golf wurde im Detail weiterentwickelt und punktet unter anderem mit verbessertem Abrollkomfort und optimierter Fahrdynamik. Für Kunden mit besonders hohen Ansprüchen gibt es gegen Aufpreis die adaptive Fahrwerksregelung DCC. Zu den besseren Fahreigenschaften des Fünftürers trägt auch die neu programmierte Lenkung bei. Dies gilt sowohl für die Standardausführung als auch für die optional lieferbare, nochmals direktere Progressivlenkung.

Die offizielle Markteinführung des Golf 8 soll in Luxemburg Anfang März erfolgen. Die Preise beginnen bei 23.860 Euro für den 96 kW (130 PS) starken 1,5-Liter-TSI-Benziner, was angesichts der umfangreichen Serienausstattung ein sehr faires Angebot ist.


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