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Geschenke des Grauens
Lifestyle 2 Min. 25.12.2019 Aus unserem online-Archiv

Geschenke des Grauens

Geschenke des Grauens

Foto: Getty Images
Lifestyle 2 Min. 25.12.2019 Aus unserem online-Archiv

Geschenke des Grauens

Ein Kühlergrill, zweifelhafte Kunstwerke und Selbstgemachtes - die Redaktionsmitglieder berichten von Präsenten, die ihnen die Weihnachtslaune beinahe verdorben hätten.

Max Mustermann (Name der Redaktion bekannt), Wirtschaftsredaktion:  "Jemand, der seinen Namen lieber nicht preisgeben möchte, erhielt einmal von seiner damaligen Freundin - heutigen Frau - eine Reproduktion des Mao Porträts von Andy Warhol als Geschenk. Die Weigerung, einen millionenfachen Massenmörder über seinem Bett aufzuhängen, sorgte doch für einige Diskussionen."

Sarah Cames, Onlineredaktion: "Vor ein paar Jahren hat mir mein damaliger Freund zu Weihnachten einen Katzenkalender geschenkt, wie man ihn an Heiligabend um 23:45 Uhr noch an jeder Tankstelle bekommt. Das wäre auch nicht weiter schlimm gewesen, wenn ich ihm zu Weihnachten nicht in mühevoller, tagelanger Handarbeit sein Lieblings-Filmzitat gestickt und eingerahmt hätte. Meine Freude beim Auspacken hat sich in Grenzen gehalten. Heutzutage schenke ich mir meine Katzenkalender selbst." 

Sarah Schött, Redaktion Glaube & Leben: "Ich habe einmal von meinem Freund einen Kühlergrill für mein Auto bekommen. Darüber konnte ich mich nicht wirklich freuen - ich bin schließlich keine Autowerkstatt. Das habe ich ihm auch mitgeteilt. Seine Reaktion: 'Einen Versuch war's wert.'"

Eberhard Wolf, Art Director: "Mein schlimmstes Weihnachtsgeschenk: eine Langspielplatte von Heintje, der Nervensäge, die das tolle Lied 'Mama' gesungen hat. Ich bekam die Schallplatte ausgerechnet in der Phase geschenkt, in der ich The Doors, MC5 und andere Underground-Gruppen cooler fand. Die Scheibe wurde daher sehr schnell an meine Oma weitergereicht."

Teddy Jaans, Onlineredaktion: "Es war ja lieb gemeint, aber mit der Blockflöte, die ich irgendwann einmal unter dem Weihnachtsbaum vorfand, konnte ich nun wirklich nicht viel anfangen. Im Gegenteil: Jedes Pusten in dieses Teil rief nur falsche Töne hervor und das Üben mit verkrampften Fingern war eine Qual. So lag sie monatelang im Schrank, während ich es vorzog, mich mit der geliebten Modelleisenbahn zu beschäftigen. Meine Eltern mussten sich irgendwann damit abfinden, ein unmusikalisches Geschöpf in die Welt gesetzt zu haben. Allerdings habe ich die Flöte immer noch - ich kann das auf Hochglanz polierte Stück Holz einfach nicht entsorgen ..." 

Cordula Schnuer, Redaktion "Luxembourg Times": "Bisher hatte ich immer großes Glück mit meinen Weihnachtsgeschenken. Aber mein Großvater hat sich eine legendäre Schlappe geleistet, als er meiner Oma einen Zwiebelschneider und ein Holzbrett schenkte. Das war lange vor meiner Zeit, aber die Familie lacht immer noch darüber. Es gab ordentlich Schelte und er musste nach den Feiertagen los und noch ein Ersatzgeschenk beim Juwelier kaufen."


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Michel Thiel, Onlineredaktion "Der Klassiker unter den schlimmsten Weihnachtsgeschenken aller Zeiten: die selbstgestrickten  Pullis, Mützen und Schals meiner Oma - in jedem Jahr. Sie strickte nicht sehr gut, aber dafür liebend gern."

Michael Juchmes, Lifestyleredaktion: "Meine Mutter dachte tatsächlich, dass man mir und meinem Bruder mit Schlafanzügen eine Freude bereiten kann. Falsch gedacht! Trotz Aufklärung meinerseits hält sie an der Tradition fest: Auch die Kinder meines Bruders werden zu allen Festgelegenheiten mit Bekleidung beglückt, was - oh Wunder - keine Begeisterungsstürme auslöst."


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