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Ganz großes Mode-Theater
Lifestyle 9 06.08.2018 Aus unserem online-Archiv

Ganz großes Mode-Theater

Model France führt die Abendrobe "Chambord" in einem für Dior typischen lichten Grau aus der Haute-Couture-Kollektion "Ligne H" Herbst-Winter von 1954vor.

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Model France führt die Abendrobe "Chambord" in einem für Dior typischen lichten Grau aus der Haute-Couture-Kollektion "Ligne H" Herbst-Winter von 1954vor.
Foto: Mark Shaw / mptvimages
Lifestyle 9 06.08.2018 Aus unserem online-Archiv

Ganz großes Mode-Theater

Manon KRAMP
Manon KRAMP
Die Lebensart des Couturiers Christian Dior steht für Luxus und Raffinesse. Maßgeblich daran beteiligt waren auch seine Dekorateure, denen das Modehaus nun einen eigenen Bildband widmet.

"In einem Haus zu leben, das einem nicht ähnlich ist, ist ein bisschen wie die Kleidung eines anderen zu tragen", schrieb Christian Dior in seinen Memoiren. Der neue Bildband "Dior und seine Dekorateure" beleuchtet zum ersten Mal die feine Lebensart des legendären französischen Modeschöpfers.

Die Texte der auf Kunstgewerbe spezialisierten Historikerin Maureen Footer und die zahlreichen Bilder öffnen dem Leser die Türen zu außergewöhnlichen Orten und geheimen Schauplätzen: von der auf der Felsküste von Granville thronenden Villa in der der Couturier seine Kindheit verbrachte bis zu seinem Pariser Appartement. Über die Bilder, Zeichnungen und Archive des Hauses dringt man ein in die intimen Welten, die den Geschmack von Christian Dior beeinflussten und seine Faszination für das 18. Jahrhundert prägten.

Seine Leidenschaft für Eleganz teilte er mit seinen Freunden, den Dekorateuren Victor Grandpierre und Georges Geffroy, mit denen er ein unvergleichliches kreatives Trio bildete. Im Mittelpunkt des Buches, steht ihre Zusammenarbeit, die zum Aufbau der Identität und den visuellen Codes des Hauses Dior beitrug und eine Hommage an den neoklassischen Stil ist. So zeichnete Victor Grandpierre etwa für die "dekorierte, aber nicht dekorative" Atmosphäre des Modehauses im Hôtel particulier in der Pariser Avenue Montaigne verantwortlich, das durch seinen Helleu-Salon in Weiß und Perlgrau und seine Medaillonsessel im Louis-XVI-Stil berühmt wurde. Der Dekorateur entwirft auch weiter Boutiquen auf der ganzen Welt sowie Displays und Verpackungen für ikonische Parfums wie Miss Dior.

Für die Wohnung Diors am Boulevard Jules-Sandeau schuf der Designer Georges Geffroy ein Interieur, geprägt von Luxus und Raffinesse. Einem "makellos dekorierten Interieur" würde er immer "das sensiblere und lebendigere vorziehen, das sich – der Existenz und den Launen seines Bewohners folgend – nach und nach entwickelt hat". 

  • "Dior et ses décorateurs: Victor Grandpierre, Georges Geffroy et le New Look" erscheint im September bei Vendome Press, um 70 Euro.

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