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Game-Tipp „Tohu“: Die Welt geht vor die Fische
Lifestyle 1 3 Min. 07.02.2021

Game-Tipp „Tohu“: Die Welt geht vor die Fische

Liebevolle Feinarbeit: Jeder Ort, den das kleine Mädchen in „Tohu“ besucht, strotzt vor witzigen Details.

Game-Tipp „Tohu“: Die Welt geht vor die Fische

Liebevolle Feinarbeit: Jeder Ort, den das kleine Mädchen in „Tohu“ besucht, strotzt vor witzigen Details.
Screenshot: Hersteller
Lifestyle 1 3 Min. 07.02.2021

Game-Tipp „Tohu“: Die Welt geht vor die Fische

Matthias PROBST
Matthias PROBST
Im familientauglichen Point&Click-Abenteuer „Tohu“ geht ein gewitztes Mädchen auf Schurkenjagd.

Manches muss man nicht genauer hinterfragen: Es gibt in diesem Universum eben Wesen, die nur Schabernack im Sinn haben. Genau solch ein schelmisches Wesen schleicht im sogenannten Fisch-Universum umher. Dort bestehen sämtliche Planeten nicht aus Steinen oder Felsformationen, sondern es sind überdimensionierte Meeresbewohner, die hier die Basis für alles Leben bilden. Willkommen in der verrückten Welt von „Tohu“, einem Adventure aus dem Hause Fireart Game.

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Einer dieser Fischplaneten beheimatet eine magische Maschine, die das Leben dort garantiert. Natürlich landet der fiese kleine Kapuzenträger genau dort und legt die Maschine lahm. Kurz darauf verschwindet er wieder. Das Abenteuer beginnt. Ab diesem Moment tritt ein kleines Mädchen auf den Plan, das der Spieler durch die Welt navigieren darf. 

Die lila gekleidete Bewohnerin macht sich natürlich große Sorgen um die kaputte Maschine und will sie schnellstmöglich wieder reparieren. Dazu muss sie aber zunächst ein paar Hindernisse überwinden: Ihr Raumschiff muss fit gemacht werden, andere Fischplaneten sollen nach Ersatzteilen erkundet werden und immer wieder macht ihr der gemeine Unbekannte einen Strich durch die Rechnung.


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Insgesamt zeigt sich „Tohu“ als klassisches Point&Click-Adventure. Soll heißen: Der Spieler steuert das kleine Mädchen nur indirekt, indem man den Zeiger auf einen Teil des Bildschirms bewegt und dorthin klickt. Kann das Mädchen mit einem Gegenstand interagieren, verwandelt sich der Zeiger in eine Hand. Je nach Objekt ist die Reaktion anders: Manche Gegenstände werden automatisch bedient, wie etwa ein Schalter, andere Gegenstände packt sie sich in den Rucksack. Diese werden dann an anderer Stelle zum Lösen eines Rätsels benötigt. 

Dabei fällt auf: Sämtliche Rätsel spielen sich immer nur auf dem Planeten ab, auf dem sich das Mädchen gerade befindet. Das macht die Suche nach der Lösung schon deutlich einfacher. Außerdem verstecken sich in der Umgebung genügend Hinweise, die weiterhelfen. Man muss nur die Augen aufhalten.

Rätselspaß für Groß und Klein

Dabei beweisen die Entwickler ein gutes Händchen für die Balance: Keine Kopfnuss ist zu schwierig geraten – manche vielleicht etwas zu einfach. Und immer wieder verstecken sich genügend Anhaltspunkte in der handgezeichneten Umgebung. 

Apropos: Grafisch könnte „Tohu“ glatt als animiertes Kinderbuch herhalten. Jeder neue Abschnitt, den man betritt, zaubert magische Kreaturen auf den Bildschirm. Wer sich zudem mit dem Zeiger über sämtliche Wesen bewegt, wird auch ein paar exotische Tierchen entdecken, die anschließend in einer Enzyklopädie katalogisiert werden.

„Tohu“ ist erhältlich für Xbox, Playstation, Switch und PC.
„Tohu“ ist erhältlich für Xbox, Playstation, Switch und PC.
Illustration: Hersteller

Für den besonderen Twist in der Lösung mancher Rätsel hat das kleine Mädchen noch einen Trick auf Lager. Sie kann sich auf Knopfdruck in ihr Alter-Ego, den mechanischen Muskelprotz Cubus, verwandeln. Mithilfe seiner Kraft kann sie große Gegenstände im Handumdrehen aus dem Weg räumen oder an eine andere Stelle bugsieren. Das sorgt für eine zusätzliche Ebene in den Strukturen mancher Rätsel. Übrigens werden nicht immer nur die grauen Zellen beansprucht: Bei einigen Begegnungen kommt es auch auf Geschick, Reaktion oder Kombinationsgabe an.


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Bis man dem kleinen Schurken das Handwerk gelegt hat, vergehen einige unterhaltsame Stunden. Damit auch junge Spieler an „Tohu“ nicht scheitern, ist der Text innerhalb des Spiels auf ein Minimum beschränkt. Nur ein paar Sätze lassen wichtige Personen von sich, um den Spieler in die richtige Richtung zu schubsen. Der Rest ergibt sich von selbst. Und da wenig gesprochen wird, klingt im Hintergrund ein melodischer, nie aufdringlicher Soundtrack, der das Abenteuer perfekt untermalt.

Damit zeigt „Tohu“ auf wunderschöne Weise, dass das oftmals totgesagte Genre des klassischen Point&Click-Adventure noch längst nicht am Ende ist. Ganz im Gegenteil: Spiele wie „Tohu“ beweisen, wie schön sich eine gute Geschichte in das Gewand eines Adventures packen lässt. Außerdem eignet sich „Tohu“ perfekt dazu, um gemeinsam in ein Spiel einzutauchen und sich den Kopf über das nächste Rätsel zu zerbrechen.

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