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Game-Tipp: „Star Wars Jedi: Fallen Order“
Lifestyle 1 4 Min. 15.12.2019

Game-Tipp: „Star Wars Jedi: Fallen Order“

Game-Tipp: „Star Wars Jedi: Fallen Order“

Screenshot: EA
Lifestyle 1 4 Min. 15.12.2019

Game-Tipp: „Star Wars Jedi: Fallen Order“

EAs Versprechen: ein tolles Star Wars Spiel liefern. Mit einem Hauch „Dark Souls“ ganz auf Solo-Spieler konzentriert, will man das nun schaffen.

von Marius Minas und Matthias Probst

Eine Story, wie aus einem „Star Wars“-Film: Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis ... Nachdem der Imperator die Order 66 – der Befehl an seine Klontruppen sämtliche Jedi zu jagen und zu exekutieren – erteilt hat, ist die Galaxis, so wie wir sie bisher kannten, eine andere. Jedi-Ritter und Freunde der Republik leben in Angst und Schrecken, jederzeit der Gefahr ausgesetzt, von den weiß gekleideten Sturmtruppen des Imperiums gefunden und getötet zu werden.

Inquisitoren, ausgestattet mit roten Lichtschwertern, treiben eine Hetzjagd durch die Galaxis, immer auf der Suche nach den Wenigen, die die Order 66 überlebten. Auf dem Planeten Bracca wurden sie schließlich fündig. Der junge Padawan Cal Kestis lebt dort seit Jahren – versteckt als Schrottsammler – bis ein Unfall seines Freundes ihn dazu zwingt, von der Macht Gebrauch zu machen und sich so zu verraten. Die Heldentat blieb nicht unerkannt und nur kurze Zeit später sieht Cal sich den imperialen Sturmtruppen und einer übermächtigen Inquisitorin gegenüber, der er nur mit mächtig viel Glück entkommen kann ...

Das Spiel ist erhältlich für PS4, Xbox One und PC.
Das Spiel ist erhältlich für PS4, Xbox One und PC.
Foto: EA

Eine Mission und neue Gadgets

„Star Wars Jedi: Fallen Order“ fängt ziemlich stark an. Die Story führt den Spieler in der Haut von Cal Kestis zum Planeten Bugano. Dort finden sich nicht nur die ersten Hinweise auf den Orden der Jedi, sondern auch gleich ein neuer Begleiter – der Droide BD-1. Von nun an sind Cal und BD-1 eine unzertrennliche Einheit. Der kleine Droide peppt Cal mit Spritzen auf, wenn die Gesundheit dem Ende entgegen geht.

Doch BD-1 ist mehr als nur eine wandelnde Apotheke, denn er scannt getötete Gegner sowie historische Artefakte und speichert sie in einer Art Enzyklopädie. Zudem projiziert er nach Bedarf eine Holo-Karte des jeweiligen Planeten und erleichtert so das Erkunden der Umgebung. In versteckten Boxen findet man zudem Erweiterungen des Droiden sowie neue (rein optische) Teile für das Lichtschwert und verschiedene Ponchos für Cal.

Auf Bugano erhält man neben den ersten Gadgets aber schließlich auch die oberste Mission des Spiels – den Jedi-Orden wieder aufblühen zu lassen. Um dieses Ziel jedoch Realität werden zu lassen, steht dem Helden noch eine weite Reise zu unbekannten und auch bereits bekannten Orten, wie dem Heimatplaneten der Wookies Kashyyyk, bevor. Kurz gesagt: „Star Wars Jedi: Fallen Order“ gibt sich richtig Mühe, um alle Star Wars Fans zu begeistern.

Cals Kenntnisse der Macht sind zu Beginn des Action-Abenteuers sehr begrenzt. Die Order 66 scheint eine Art Trauma in ihm ausgelöst zu haben: Er erinnert sich lediglich an die Fähigkeit „Verlangsamen“. An besonderen Orten, an denen die Macht ein sogenanntes Echo hinterließ, findet Cal jedoch seine Erinnerungen Stück für Stück wieder. Neben wertvollen Macht-Skills erhält man als Spieler interessante Einblicke in Cals Vergangenheit und lernt dessen alten Jedi-Meister in Flashbacks kennen.

Screenshot: EA

Zwischen Anspruch und Teufelskreis

Cal verlässt sich voll und ganz auf seine Fähigkeiten mit dem Lichtschwert – denn im Gegensatz zu seinem Gedächtnisverlust in Sachen Macht, scheint sein Handling der eleganten Hieb- und Stichwaffe nicht unter den Erinnerungen an die Order 66 gelitten zu haben. Bereits auf der Flucht vor der Inquisitorin auf Bracca kann Cal neben gut platzierten Hieben die Schüsse der Sturmtruppen abwehren und auch auf diese zurückwerfen. Und das fühlt sich richtig gut an.

Dennoch sollten die Kampfszenen nicht unterschätzt werden, denn die Gesundheit des Protagonisten erholt sich nicht von alleine wieder. Findet man keinen Speicherpunkt und hat alle Spritzen verbraucht, wird es eng mit dem Überleben – und vor allem eine Geduldsprobe:

Stirbt man, wird man nach einem lange andauernden Ladebildschirm zum letzten Speicherpunkt zurückgeworfen. Doch nicht nur Cal wird wiederbelebt; Alle (!) bis dato erledigten Monster kehren ebenfalls zurück, wodurch man sehr schnell die Motivation verliert, die breit angelegten Karten ausführlich zu erkunden – ein schmaler Grat zwischen erhöhtem Anspruch und einfach nur ermüdendem Spielerlebnis. Denn auch wenn man einen Speicherpunkt findet und dort die Gesundheit wieder regeneriert, werden alle bereits erledigten Monster wiederbelebt! Ja, hier steckt eindeutig mehr als nur ein Hauch „Dark Souls“ drin.

Es kommt noch besser: Das Monster, an dem man scheitert, behält alle bisher gesammelten Erfahrungspunkte und gibt sie nur dann wieder frei, wenn man es im nächsten oder übernächsten oder eben dem Versuch danach endlich erledigt ... oder frustriert einen anderen Weg gefunden hat.

Eine Erschütterung der Macht

Grafisch liefert „Star Wars Jedi: Fallen Order“ ein relativ ordentliches Design. Weltraum, Planeten, Flora und Fauna sind ausreichend genau gestaltet und auch die Motorik des Hauptdarstellers Cal (Cameron Monaghan) entspricht dem heutigen Standard – Liebe zum Detail  lässt sich jedoch nicht erkennen.


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Die Performance lässt ebenso – zumindest auf den Konsolen – schwer zu wünschen übrig, denn immer mal wieder schwankt die Bildrate enorm. Zwar leidet das Spielgeschehen nur bedingt darunter, als Pluspunkt kann man es jedoch nicht verzeichnen. Auch die Darstellung der beliebten Spezies Wookie hätte weiter ausgefeilt werden müssen. Aber das ist vielleicht meckern auf hohem Niveau.

Fazit: Keine versteckten Kosten, kein Online-Modus mit Pay-to-win-Programmatik oder sonstige unschöne Spielvoraussetzungen – gut gemacht, EA! „Star Wars Jedi: Fallen Order“ ist ein Spiel, das mehr oder weniger hält, was es verspricht: Ein Einzelspieler-Game mit hohem Schwierigkeitsanspruch und einer gelungenen, jedoch nicht vollständig ausgereiften Story und Charakteren. Damit stellt „Star Wars Jedi: Fallen Order“ das beste „Star Wars“-Spiel seit langer Zeit dar und verspricht mit Blick auf die Zukunft vor allem eines: eine neue Hoffnung!

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