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Neufassung von „Mass Effect“
Lifestyle 3 Min. 13.06.2021
Game-Tipp

Neufassung von „Mass Effect“

Blickfang: Trotz über einem Jahrzehnt auf dem Buckel kann sich das legendäre Abenteuer immer noch sehen lassen.
Game-Tipp

Neufassung von „Mass Effect“

Blickfang: Trotz über einem Jahrzehnt auf dem Buckel kann sich das legendäre Abenteuer immer noch sehen lassen.
Foto: Hersteller
Lifestyle 3 Min. 13.06.2021
Game-Tipp

Neufassung von „Mass Effect“

Mit der überarbeiteten Version beweist Bioware, dass auch ältere Spiele den Genuss des Abenteuers erleben lassen.

Von Matthias Probst

Der Name Bioware zündet bei dem einen oder anderen Spielekenner sicher einige Synapsen. Immerhin steht das Entwicklungsstudio für einige großartige Titel in der Geschichte der Videospiele. Besonders im Segment der Rollenspiele hat sich das US-amerikanische Studio hervorgetan: Da wären Meisterwerke wie „Baldur’s Gate“, „Dragon Age“ oder „Neverwinter Nights“. 

Bei Bioware standen besonders die Charaktere immer im Mittelpunkt einer Story: Fast jede Figur, der man in den Spielen begegnete, zeichnete sich durch eine tiefe Hintergrundgeschichte aus. Das machte die Spiele damals innerhalb ihres Universums sehr glaubhaft und spannend. Allerdings ist das Vergangenheit. 

Mangel an spielerischer Raffinesse 

Denn die letzten fünf Jahre kratzten an dem Image von Bioware: Titel wie „Anthem“ oder „Mass Effect: Andromeda“ ließen den Glauben an die scheinbar unfehlbaren Entwickler schwinden. Der Grund: Den erwähnten Werken mangelte es an spielerischer Raffinesse und sie stechen hervor durch zweifelhafte Designentscheidungen. Besonders bei „Anthem“ wollte der Langzeitspaß nie so richtig zünden. Auch bei „Mass Effect: Andromeda“ fehlte der Charme der Vorgänger – und diese hatten Bioware immerhin zu einem legendären Entwicklerstudio gemacht. 

Hier ist nichts mehr einfach schwarz und weiß. Ein Trend, dem viele Spiele und Serien seither nachgehen.

Und genau jenen alten Glanz wollen die Programmierer nun wieder zurückerlangen – mit der „Legendary Edition“ ihres Meisterwerks „Mass Effect“. Um genau zu sein, handelt es sich bei „Mass Effect“ nicht um ein einziges Spiel, sondern um eine komplette Trilogie. Die Sci-Fi-Story um Commander Shepard erschien zwischen den Jahren 2007 bis 2012. 

Mass Effect: Legendary Edition ist erhältlich für Xbox, Playstation und PC.
Mass Effect: Legendary Edition ist erhältlich für Xbox, Playstation und PC.
Foto: Hersteller

Dabei setzte Bioware neue Maßstäbe im Geschichtenerzählen: Denn jede Entscheidung hatte Einfluss auf den weiteren Spielverlauf – und das über alle drei Teile hinweg. Spielstände von den Vorgängern werden dabei immer berücksichtigt und so erlebte jeder Spieler sein eigenes episches Abenteuer.

Keine inhaltlichen Veränderungen

Außerdem zeichneten die Entwickler ein völlig neues Feindbild ab: Insgesamt dreht sich die Story nämlich um den Kampf gegen eine besonders zerstörerische Alien-Rasse, die sämtliche Planeten auslöschen will. Die Menschheit steht dabei mal wieder am Abgrund. Nur mit geeinter Kraft, was auch andere Spezies miteinschließt, kann ein Sieg gegen die mächtigen Widersacher gelingen. So weit, so normal, was eine epische Sci-Fi-Story angeht. Bioware blickt aber hin und wieder auch auf die Invasoren selbst und legt deren Beweggründe dar. Das macht diese plötzlich „menschlicher“ und deren Handlung sogar nachvollziehbar. Hier ist nichts mehr einfach schwarz und weiß. Ein Trend, dem viele Spiele und Serien seither nachgehen. 


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Genau diesem epischen Abenteuer hat sich nun eine Abteilung von Bioware erneut gewidmet. Das actionreiche Shooter- und Entscheidungsgameplay soll nun auch einer jüngeren Generation zugänglich gemacht werden – in der sogenannten „Legendary Edition“. Dabei bewegt sich das Spiel zwischen einem Remaster und einem Remake. Grundsätzlich haben die Entwickler inhaltlich nichts an den drei Spielen samt deren Zusatz-Inhalten geändert. Die Teile 2 und 3 wurden lediglich optisch aufgefrischt, weshalb man hier auch getrost von einem Remaster sprechen kann. Kurz zur Erklärung: Ein Remaster nimmt sich dem Grundgerüst eines Spiels an und arbeitet an diesem weiter. Ein Remake verändert die Programmier-DNS und verwendet beispielsweise einen gänzlich neuen Grafik-Motor. 

Optische Politur 

„Mass Effect 1“ aus dem Jahr 2007 war jedoch schon ziemlich angestaubt, wie Biowares Projektleiter es ausdrückten. Grundsätzlich neu wollte man das Spiel aber nicht auflegen. Allerdings musste hier unbedingt an der Spielmechanik Hand angelegt werden, ohne dabei den Charme des Originals zu verlieren. Neben einer optischen Politur spendierten die Entwickler dem ersten Teil daher auch einige Komfortfunktionen in der Steuerung. „Mass Effect 1“ fühlt sich dadurch deutlich moderner an – so wie es Spieler aus aktuellen Titeln gewohnt sind. 

Auch die Menü-Führung wurde vereinfacht und an den Controller angepasst. An der Geschichte selbst hat Bioware nichts geändert: Mit Commander Shepard – den Vornamen vergibt jeder Spieler selbst – gilt es das Universum zu retten. Spielerisch haben wir es mit einem Taktik-Shooter zu tun, bei dem auch übersinnliche Kräfte eingesetzt werden dürfen. Zur Taktik gehört auch, dass das Geschehen auf dem Bildschirm jederzeit eingefroren werden kann, um seine nächsten Züge zu planen. Charakterentwicklung, Truppenerstellung und sogar Freund-, Feind- oder Liebschaften sind jedem Spieler selbst überlassen. Das epische Abenteuer kann nun auf der Xbox, Playstation oder dem PC in neuem Glanz erlebt werden.

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