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Game-Tipp: Expedition mit Köpfchen
Lifestyle 1 3 Min. 02.01.2021

Game-Tipp: Expedition mit Köpfchen

Das Game „Call of the Sea“ – erhältlich für die Konsolen der Xbox-Familie und den PC – entführt die Spieler auf eine idyllische Insel. Doch hinter Palmen und Co. verbergen sich zahlreiche Geheimnisse.

Game-Tipp: Expedition mit Köpfchen

Das Game „Call of the Sea“ – erhältlich für die Konsolen der Xbox-Familie und den PC – entführt die Spieler auf eine idyllische Insel. Doch hinter Palmen und Co. verbergen sich zahlreiche Geheimnisse.
Screenshot: Hersteller
Lifestyle 1 3 Min. 02.01.2021

Game-Tipp: Expedition mit Köpfchen

„Call of the Sea“ lässt Gamer auf den Spuren einer untergegangenen Zivilisation wandeln - dabei steht weniger die Geschicklichkeit am Controller im Vordergrund, als viel mehr der Einsatz der grauen Zellen.

Von Matthias Probst

Norah hat ein simples Ziel vor Augen: Sie will ihren Mann Harry wiedersehen. Dafür reist sie bis ans Ende der Welt – oder eben in die Nähe von Tahiti. Denn dort wurde Norahs Mann Harry zum letzten Mal gesehen, als er als Teilnehmer einer Expedition eine mysteriöse Insel besucht hat. Nur ist das schon Wochen her und seitdem hat Norah nichts mehr von ihrem Gatten gehört. Also beschließt sie, selbst auf die Insel zu reisen – koste es, was es wolle. 

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Der schwedische Publisher Raw Fury und das spanische Studio Out of the Blue Games werfen den Spieler in „Call of the Sea“ mitten in die große Erkundungs- und Expeditionszeit der 1930er-Jahre. Es war eine Zeit, in der Abenteuer großgeschrieben wurden und die Welt noch viele unbekannte Flecken aufzuweisen hatte. Abenteuerromane florierten und es gab unzählige Expeditionen in verborgene Winkel auf dem gesamten Globus. Es ging oftmals an Orte, die nie zuvor von Menschen betreten worden waren. In den Gedanken der meisten Forscher konnte quasi alles dort auf uns warten. Und genau diese Spannung und den Pionier-Geist hieven die Entwickler in „Call of the Sea“ auf den Bildschirm. 

Wo steckt Gatte Harry? 

Das Abenteuer wird stets aus der Ich-Perspektive erzählt: Mit Norahs Augen geht es auf Erkundungstour. Zunächst auf einem wippenden Schiff, bis man am Strand der mysteriösen Insel zurückgelassen wird. Die Einheimischen fürchten dieses Eiland nämlich. Bis auf die Hände und Arme bekommt man von Norah selbst nicht viel zu Gesicht: Aber das Abenteuer ist fantastisch vertont – wenn auch auf Englisch. Zu jedem Gegenstand oder jeder Situation macht sich Norah Gedanken. 

Als Spieler findet man sich schnell in ihrem Körper zurecht und erkennt, was sie antreibt. Die Handlung steht bei „Call of the Sea“ eindeutig im Mittelpunkt – daher wird an dieser Stelle auch nicht viel darüber verraten: Norah leidet an einer merkwürdigen Krankheit, der sie massige schwarze Flecken auf der Haut zu verdanken hat. Jeden Tag wird sie schwächer. Ihr Mann Harry, ein angesehener Archäologe, glaubt auf der Insel die Heilung für Norahs Krankheit gefunden zu haben. Fast täglich schreibt er seiner Frau. Doch dann stoppt der Fluss an Briefen. Ist ihrem geliebten Mann etwas zugestoßen? Hat er die Wahrheit herausgefunden? Die Frage nach Harrys Verbleib treibt die Story voran – und wirft den Spieler immer tiefer in dieses packende Abenteuer hinein. 


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„Call of the Sea“ wird in sechs Kapiteln samt einem Prolog erzählt. Der Verlauf ist streng linear. Nur kurz vor Ende darf eine Entscheidung gefällt werden, die eine der beiden Endsequenzen auslöst. Bis es so weit ist, muss Norah jedoch einige Rätsel lösen. Dabei muss sie in jedem Kapitel Hinweise sammeln und sollte sich die Gegend genau anschauen. 

Intensiver Ausflug   

Es wird keinerlei Geschick am Kontroller verlangt, zum Einsatz kommen eher die grauen Zellen. Weder Kämpfe noch knifflige Hüpfpassagen erwarten Norah auf ihrem Trip zum Herzen der Insel. Sind es zu Beginn noch recht einfache Schalterrätsel, warten später fordernde, aber immer faire Denkaufgaben auf die Gamer. Die Lösung zu sämtlichen Rätseln ist in der Umgebung zu finden. 

Das Spiel ist erhältlich für die Konsolen der Xbox-Familie und den PC.
Das Spiel ist erhältlich für die Konsolen der Xbox-Familie und den PC.
Foto: Hersteller

Das Entwicklerteam hat sich für einen comichaften Look entschieden, der perfekt mit der Kulisse des Abenteuers harmoniert. Denn durch den Grafikstil wird das Märchenhafte dieser Erzählung unterstrichen. Aus Sicht der Entwickler ganz schön praktisch – hat man sich damit doch auch eine Menge Ressourcen für die Erstellung fotorealistischer Oberflächen gespart. Doch „Call of the Sea“ gewinnt tatsächlich viel Atmosphäre mit dieser Grafikrichtung.

Mit insgesamt fünf bis sieben Stunden ist „Call of the Sea“ vielleicht nicht das umfangreichste Spiel, aber dennoch ein intensiver Ausflug in die Welt der Abenteuer und Mysterien. Besonders Spieler, die es gerne etwas ruhiger angehen lassen, werden hier auf ihre Kosten kommen. Vieles spielt sich zudem nur im Kopf des Gamers ab, was allerdings auf ein erfolgreiches Konzept seitens der Programmierer hinweist. Wer also dem Drang nach Abenteuer und Entdeckung nicht widerstehen kann, der sollte sich auf seiner Xbox oder dem PC dieser geheimnisvollen Insel widmen.

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