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Game-Tipp: Ein neues Jahr, kein neues Spiel
Lifestyle 2 3 Min. 02.11.2020

Game-Tipp: Ein neues Jahr, kein neues Spiel

„FIFA 21“ ist erhältlich für Xbox One, PS4, Switch und PC.

Game-Tipp: Ein neues Jahr, kein neues Spiel

„FIFA 21“ ist erhältlich für Xbox One, PS4, Switch und PC.
Screenshot: Hersteller
Lifestyle 2 3 Min. 02.11.2020

Game-Tipp: Ein neues Jahr, kein neues Spiel

Die legendäre „FIFA“-Reihe ist um ein Game reicher. Doch „FIFA 21“ ist bestenfalls ein Update des Fußballklassikers – aber immerhin ein gutes!

Von Matthias Probst

Wenn am Ende des Sommers beziehungsweise zu Beginn des Herbstes die neue Fußballsaison beginnt, werden bei „FIFA“ wieder Kader aktualisiert und Feinheiten am Spiel verändert. Was innerhalb der Saison durch kostenlose Updates möglich ist, wird einmal im Jahr als neues Spiel verkauft: Ist das noch zeitgemäß? Die Konkurrenz („Pro Evolution Soccer“ - PES) macht vor, wie es anders geht: Update zum halben Preis!

Der Volta-Modus, auch schon aus dem Vorgänger „FIFA 20“ bekannt, funktioniert wie das hoch gelobte „FIFA Street“ – nur eben als Menüoption im klassischen „FIFA“ verpackt. Der Clou an der Sache: Dieses Spiel im Spiel gibt es ohne zusätzliche Kosten. Ob Straßenfußball auf dem Betonbelag in der Vorstadt oder edlere Locations auf dem Kunstrasen in New Yorks Straßen sowie auf Tokios Hochhäusern – für jeden findet sich etwas.

Auch im Game-Modus ist Volta variabel: Neben bereits bekannten Varianten wie 3-gegen-3 ohne Torhüter, 4-gegen-4, 4-gegen-4 ohne Torhüter, 5-gegen-5 und Profi-Futsal gibt es seit diesem Jahr die Möglichkeit, mit bis zu vier Personen ein Koop-Team zu bilden oder sich in 5-gegen-5-Online-Duelle zu stürzen. Doch egal wie und wo, hier sind vor allem Schnelligkeit, Genauigkeit und technische Skills gefragt, die im Stadion weniger von Bedeutung sind.

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Im Volta-Modus findet sich außerdem die abgespeckte Version des schmerzlich vermissten Story-Modus („FIFA 17“ bis „FIFA19“) – dieses Jahr fällt dieser jedoch noch kürzer aus als im Vorjahr. In nur knapp zwei Stunden erarbeitet man sich als blutiger Anfänger die erforderliche „Street Credibility“ und trifft dabei auf Stars wie Thierry Henry und Kaka. Mehr als ein kleines Sahnehäubchen ist dieser Story-Modus aber nicht.

Feinschliff im Gameplay

Die Änderungen im Gameplay haben sich mehr Eigenverantwortung auf die Fahne geschrieben. Konkret heißt das: Während sich in den Vorgängerspielen die KI noch zum großen Teil um die Defensivarbeit kümmerte, liegt diese Aufgabe nun noch mehr beim Spieler selbst. Grätscht man dummerweise ins Leere oder schläft bei der Rückwärtsbewegung, muss der Torhüter wieder mal hinter sich greifen – vielleicht hilft aber doch noch Fortuna …

Offensiv hingegen wirkt die KI spielintelligenter: Deutlich seltener kommt es vor, dass man sich als Spieler fragt, wie die computergesteuerten Mitspieler auf die bescheidene Idee kamen, diesen Weg zu wählen und nicht den von einem selbst angedachten.

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Ein cooles neues Feature bietet die Rückspul-Option in Freundschaftsspielen. Ball im Strafraum verloren? Knapp vorbeigeschossen? Kein Problem! Start drücken, zurückspulen, nochmal probieren: Aus Fehlern lernt man! Das bringt tatsächlich neuen Wind ins Spiel.

Pay to win

Wenig Neues bietet der unter wettbewerbsorientierten Spielern beliebte Modus FUT. Squad Battles und Division Rivals lassen sich nun mit einem Partner gemeinsam bestreiten. Ansonsten bleibt aber neben der Möglichkeit, die eigene Spielstätte auszugestalten, soweit alles beim Alten. 


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Wer das wahrhaftige Glück hat, einen der großen, schnellen Stars wie Messi, Ronaldo oder Neymar zu ergattern, kann fast mühelos die gegnerische Abwehrkette durchbrechen. Diese herausragenden Solo-Künstler sind in der Regel aber nur durch die Investition hoher Geldsummen erhältlich. Generell bleibt hier der einzige Weg, ein Team mit einem Durchschnitt im oberen 80er-Bereich zu formen, echtes Geld auszugeben. Leider ist das aber die einzige Option, um ganz oben mitzuspielen – irgendwie schade!

Fazit: FIFA 21 ist und bleibt eine sehr gute Fußballsimulation, da gibt’s nichts zu meckern. Dennoch stellt sich die Frage, ob das, was den Spielern immer wieder als neues Spiel verkauft wird, nicht mehr und nicht weniger als ein umfangreiches Update ist. Hier und da gibt es Änderungen. Im Karrieremodus kann man nun, ähnlich wie bei Fußball-Manager-Simulationen, das Spielgeschehen im Schnellverfahren verfolgen und dabei als Coach Änderungen vornehmen oder nur bei wichtigen Standards eingreifen. Aber reicht das wirklich, um den vollen Preis zu verlangen? Diese Frage muss sich jeder selbst stellen.

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