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Game-Tipp: Ein Abenteuer der alten Schule
Lifestyle 1 2 Min. 07.10.2019

Game-Tipp: Ein Abenteuer der alten Schule

Putziges Remake: Der Look des Originals wurde bei „The Legend of Zelda: Link's Awakening“ verändert, das Spielgefühl bleibt erhalten.

Game-Tipp: Ein Abenteuer der alten Schule

Putziges Remake: Der Look des Originals wurde bei „The Legend of Zelda: Link's Awakening“ verändert, das Spielgefühl bleibt erhalten.
Foto: Hersteller
Lifestyle 1 2 Min. 07.10.2019

Game-Tipp: Ein Abenteuer der alten Schule

Das Remake von „The Legend of Zelda: Link's Awakening“ (Nintendo Switch) beweist, dass auch kleine Änderungen Großes bewirken können.

von Matthias Probst 

„Ach wie niedlich!“ war einer der Kommentare, die man auf der diesjährigen Gamescom in Köln hören konnte, wenn man sich Nintendos Stand zu „The Legend of Zelda: Link's Awakening“ näherte. Denn das Action-Adventure macht optisch einiges daher. Die knallbunten Farben, die putzig gestalteten Charaktere und eine zusätzliche Unschärfe an den Bildschirmrändern gaukeln vor, dass man in einen Setzkasten mit Winzlingen hineinschaut. Das mag vielleicht nicht jedem gefallen, hat aber durchaus seinen Charme.

Aus Alt mach Neu

Das Erstaunlichste am Game ist jedoch nicht nur die Grafik, sondern die Tatsache, dass es sich um einen alten Titel handelt. „The Legend of Zelda: Link's Awakening“ erschien ursprünglich im Jahr 1993 für den Game Boy. Aufgrund damaliger Spitzenwertungen wollte Nintendo auch der nachgerückten Zockergeneration diesen Leckerbissen nicht vorenthalten und verfrachtete das Spiel kurzerhand ins 21. Jahrhundert. Denn rein inhaltlich hat sich kaum etwas geändert – das Spielgefühl ist exakt das gleiche wie noch vor 26 Jahren.

„The Legend of Zelda: Link's Awakening“ ist nur für Nintendo Switch erhältlich.
„The Legend of Zelda: Link's Awakening“ ist nur für Nintendo Switch erhältlich.
Foto: Hersteller

Ganz im Stil der Traditionsreihe, die inzwischen 19 verschiedene Titel umfasst (Ableger nicht inbegriffen), verkörpert der Spieler die Figur namens Link. Dieser ist auf einer abgelegenen Insel gestrandet, von der es kein Entkommen zu geben scheint. Nur der mysteriöse Windfisch kann ihm helfen. Dazu muss Link allerdings acht verschiedene Instrumente einsammeln, um den Windfisch zu wecken. Diese liegen – wie der Zufall so will – versteckt in acht verschiedenen Tempeln, von denen jeder eine große Herausforderung ist. Es handelt sich also um ein „Zelda“-Spiel, wie es im Buche steht.

Das Spielprinzip eröffnet nach einem Tempelbesuch immer wieder neue Wege, die durch Ausrüstungsgegenstände freigeschaltet werden. Beispielsweise lernt Link über Abgründe zu springen, mit Schwimmflossen zu paddeln oder sich mittels Enterhaken an Vorsprüngen festzuhalten. Die Motivation aus Entdecken und Freischalten dieser Ausrüstungsgegenstände macht dieses Spiel besonders unterhaltsam. Zwischendurch muss Link aber auch immer wieder Köpfchen beweisen: In teilweise knackigen Rätseln kann er zeigen, wie gut er kombinieren kann oder wie geschickt er ist. Insgesamt liegt der Schwierigkeitsgrad auf einem fortgeschrittenen Niveau. Doch keine Panik: Überall auf der Insel verteilte Telefonhäuser liefern wertvolle Hinweise, falls man mal nicht weiter weiß.

Mit Link unterwegs: Hier werden Erinnerungen wach.
Mit Link unterwegs: Hier werden Erinnerungen wach.
Foto: Hersteller

Boris, der Level-Editor

Leicht angepasst wurden Objekte, wie „Stücke der Macht“ oder „Schutz-Eicheln“. Diese Gegenstände können bei besiegten Feinden einfach auftauchen und verleihen dem Spieler kurzzeitig mehr Schlagkraft oder mehr Schutz vor gegnerischen Angriffen. Dadurch verringert sich der Schwierigkeitsgrad leicht. Dennoch sollte man aber wissen, wie man seinen Schild einsetzt und das Schwert effektiv schwingt, um mit Link das Ende des Abenteuers zu erreichen.


Ersatz für Mario
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Neu ist Boris’ Hütte: Diese findet sich auf der Karte, nachdem man bereits zwei Tempel gemeistert hat. Boris ist ein neuer Charakter, der es liebt, alte Dinge auszugraben und Miniaturen zu erschaffen. Er ist eine Art Level-Editor, mit dem sich jeder Spieler kinderleicht seinen eigenen Tempel basteln darf. Die nötigen Versatzstücke erhält man, wenn man einen Tempel abgeschlossen hat. Daraus lassen sich dann eigene Kreationen anfertigen, die man mit anderen Spielern teilen darf.

„The Legend of Zelda: Link's Awakening“ ist der eindrucksvolle Beweis, dass es heutzutage nicht immer neuer Ideen in Sachen Spielmechanik bedarf. Auch eine optische Auffrischung, besonders, wenn sie liebevoll umgesetzt wurde, kann Wunder bewirken. So wird aus einem 26 Jahre alten Klassiker ein frisch wirkendes Spiel, das immer noch bestens zu unterhalten weiß.

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