Für alle Fälle gerüstet: Outdoor-Mode muss vieles gleichzeitig können
(dpa/tmn) - Einst trugen nur Abenteurer Outdoor-Bekleidung. Mittlerweile ist die Outdoor-Szene im Alltag angekommen. Der Casual-Bereich ist stark gewachsen, es ist unheimlich trendig geworden Outdoor-Mode auch im Alltag zu tragen. So sind die bekannten Logos der Outdoor-Marken für den Einsatz unter erschwerten Bedingungen mittlerweile zu einem vertrauten Anblick in den Städten geworden. Nur ein relativ kleiner Teil des High End wird auch am Berg eingesetzt.
Das hängt auch damit zusammen, dass die Menschen ihre Freizeit nun zum Teil anders gestalten: Man bereitet sich nicht nur auf die Besteigung des Mont Blanc vor, die dann den ganzem Sommerurlaub in Anspruch nehmen wird. Stattdessen fahren viele Menschen nur für ein Wochenende weg und wollen dann möglichst viele verschiedene Dinge machen - Kanufahren, Wandern, danach gemütlich im Biergarten sitzen.
Crossover-Mode
Neue Outdoor-Trends spielen in diese Entwicklung rein: das Bouldern - Klettern ohne Berge. Fürs Bouldern braucht man keine großen Schulungen. Man geht für einen halben Tag hin, danach zieht man mit den Freunden weiter. Bei der Bekleidung macht sich diese Entwicklung in Crossover-Produkten bemerkbar. Etwa in Hosen, die flexibel genug fürs Bouldern sind, aber auch für den Kneipenbesuch geeignet sind.
Bei den Jacken findet sich das Crossover-Thema ebenfalls. Für die vielen Aktivitäten am Wochenende möchte man eine Jacke mitnehmen, nicht fünf verschiedene, wissen Trendexperten. Dafür werden die Materialien leichter.
Bei den Entwicklungen im Material kann noch eine andere Neuheit ausgemacht werden - die Atmungsaktivität wird weiter verbessert. Statt Air Permeability heißt das neue Konzept Breathability: Die neue Generation der Membran hat eine veränderte Struktur, die sie noch atmungsaktiver macht.
Glamping statt Camping
Bei den neuesten Entwicklungen wird jedoch nicht nur auf eine Verbesserung der Leistung und auf eine Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten geachtet, sondern auch auf Nachhaltigkeit. Bei der Herstellung, dem Gebrauch und später dem Recycling versuchen Modemarken, auf geringe Umweltbelastung zu achten.
Jenseits der Bekleidungsschiene macht vor allem eine Entwicklung im Outdoor von sich reden: Glamping. Camping wird nicht nur immer beliebter, sondern auch teils komfortabler: Die Matten sind dicker, statt eines fummeligen Expeditionskochers gibt es den größeren Gasgrill, und Zelte haben Stehhöhe, mehrere Kabinen und einen großzügigen Gemeinschaftsraum.
Die Zeltmaße des Glampings passen zur Entwicklung, dass die Outdoor-Branche sich vermehrt an den Ansprüchen von Familien orientiert. Aber nicht nur: Glamping boomt, weil die älteren Generationen wieder mehr campen.
Weitere Informationen über Outdoor-Mode finden Sie unter: www.outdoor-show.de