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Freude am Fahren 2.0: Die siebte Generation des BMW 5er
Lifestyle 4 Min. 05.12.2016 Aus unserem online-Archiv

Freude am Fahren 2.0: Die siebte Generation des BMW 5er

Der neue BMW 5er fährt mit „präziseren Formen“ vor, ohne den Vorgänger alt wirken zu lassen.

Freude am Fahren 2.0: Die siebte Generation des BMW 5er

Der neue BMW 5er fährt mit „präziseren Formen“ vor, ohne den Vorgänger alt wirken zu lassen.
Foto: BMW Group
Lifestyle 4 Min. 05.12.2016 Aus unserem online-Archiv

Freude am Fahren 2.0: Die siebte Generation des BMW 5er

Manon KRAMP
Manon KRAMP
Der 5er gehört zu den wichtigsten und erfolgreichsten Modellen im BMW-Portfolio. Bei der Neuauflage hat der Autobauer aus München nichts dem Zufall überlassen. Der neue 5er fährt auf Wunsch sogar teilautomatisiert.

VON MARC BOURKEL

Bloße Freude am Fahren war gestern – der BMW der siebten Generation soll nicht nur dem berühmten Marken-Claim gerecht werden, sondern zudem auch Freude am Fahrenlassen bieten – zumindest gegen Aufpreis. Denn wie sein schärfster Konkurrent, die Mercedes-Benz E-Klasse, fährt jetzt auch die Business-Limousine aus München – bei entsprechender Ausstattung – teilautomatisiert im Stau beziehungsweise auf der Autobahn.

Das Ganze funktioniert bis zu einer Geschwindigkeit von 210 km/h und auch etwas weniger restriktiv als bei der E-Klasse. Während der Wettbewerber aus Stuttgart stets unter dem geltenden Tempolimit bleibt, kann der 5er-Fahrer die Geschwindigkeitsregelung in einem gewissen Toleranzbereich anpassen und so das optionale Speed Limit in gewisser Weise austricksen.

Bei aller Euphorie für das teilautomatisierte Fahren auf dem Weg zum autonomen Fahren – 2020 soll es bei BMW so weit sein –, hat man in München aber die Freude am Fahren nicht vergessen. Ganz im Gegenteil sogar, denn der 5er erhebt auch in der Neuauflage den Anspruch, die sportlichste Business-Limousine zu sein. Dafür haben die BMW-Ingenieure dem 5er unter anderem ein neu konstruiertes Fahrwerk verpasst und ihn auch auf Diät gesetzt. Denn auch wenn der 5er in der Länge um 37 Millimeter auf 4 936 Millimeter, in der Breite um acht Millimeter auf 1 868 Millimeter und in der Höhe um zwei Millimeter auf 1 466 Millimeter zugelegt hat, konnte das Gewicht um rund 100 Kilogramm reduziert werden. Zusammen mit einer enorm hohen Verwindungssteifigkeit der Karosserie trägt all dies zu hervorragenden Handling-Eigenschaften bei, ohne dass dabei aber der im Segment unverzichtbare Fahrkomfort zu kurz kommt.

Mehr Raum- und Bedienkomfort

Rein optisch ist die Neuauflage auf Anhieb als 5er zu erkennen. Der Münchner wirkt frisch, ohne die aktuelle Modellgeneration alt aussehen zu lassen. BMW-Designchef Adrian van Hooydonk spricht in diesem Zusammenhang von einer „präziseren Formensprache“. Gestrafft präsentiert sich auch das Cockpit, für das BMW optional einen hochauflösenden 10,25-Zoll-Bildschirm im Angebot hat. Navigation, Telefon, Entertainment und Fahrzeugfunktionen lassen sich nicht nur wie gewohnt über den iDrive-Controller steuern, sondern auf Wunsch auch durch Sprache, Gesten und direkte Berührung der Schaltflächen auf dem HD-Display.

An Bord des 5er geht es aber nicht nur moderner zu, sondern auch ein gutes Stück komfortabler. Im Fond genießen Insassen künftig spürbar mehr Kopf- und Beinfreiheit. Im Kofferraum vermeldet BMW ein Plus von zehn Litern auf 530 Liter Ladevolumen. Eine umklappbare Rückenlehne – im Verhältnis 40:20:40 – gibt es leider nur gegen Aufpreis. Wie bedauerlicherweise so vieles im neuen 5er. Denn auch wenn LED-Scheinwerfer und Leichtmetallräder mittlerweile Serie sind, verlangt BMW für die meisten Annehmlichkeiten eine Menge Geld.

Für das Cockpit gibt es auf Wunsch ein 10,25-Zoll-HD-Display.
Für das Cockpit gibt es auf Wunsch ein 10,25-Zoll-HD-Display.
Foto: BMW Group

Vom Spar-Diesel bis zum V8-Dampfhammer

Auch bei den Motoren schöpft BMW gewissermaßen aus dem Vollen. Zur Markteinführung im Februar beziehungsweise spätestens ab März stehen zwei Diesel, drei Benziner und ein Plug-in-Hybrid zur Wahl. Als Basisaggregat dient vorerst der 140 kW (190 PS) starke 2,0-Liter-Vierzylinder-Diesel 520d, der sich in der sogenannten „EfficientDynamics Edition“ mit 3,9 Liter je 100 Kilometer begnügen soll. Zweiter Selbstzünder am Start ist der 3,0-Liter-Reihensechszylinder 530d mit 180 kW (245 PS) Leistung und einer Drehmomentspitze von 620 Nm.

Bei den Benzinern reicht das Angebot vom 185 kW (252 PS) leistenden 2,0-Liter-Vierzylinder 530i über den 3,0-Liter-Sechszylinder 540i (250 kW/340 PS) bis zum 4,4-Liter-Achtzylinder M550i, der einen wohl fest eingeplanten M5 fast schon obsolet macht. Der 340 kW (462 PS) starke V8 beschleunigt die Business-Limousine nämlich in bester Sportwagen-Manier in 4,0 Sekunden von 0 auf 100 km/h – und das bei einem Normverbrauch von 8,9 Liter je 100 Kilometer (CO2-Ausstoß: 204 Gramm pro Kilometer). Sparsamster 5er am Start – wenigstens in der Theorie – ist der Plug-in-Hybrid 530e iPerformance, der rein elektrisch bis zu 50 Kilometer schafft und dadurch auf einen Normverbrauch von lediglich 1,9 Liter je 100 Kilometer kommt (CO2-Ausstoß: 44 Gramm pro Kilometer).

Technische Daten

  • Motor: vom 2,0-Liter-Vierzylinder-Diesel bis zum 4,4-Liter-V8-Benziner; Leistung: von 140 kW (190 PS) bis 340 kW (462 PS); Max. Drehmoment: von 350 bis 650 Nm; Kraftübertragung: Acht-Gang-
  • Automatik (520d: ab Werk mit Sechs-Gang-Schaltgetriebe),
  • Heck- bzw. Allradantrieb; L x B x H: 4 936 x 1 868 x 1 466 Millimeter; Leergewicht*: von 1 540 bis 1 695 Kilogramm; Kofferraumvolumen: 530 Liter; 0-100 km/h: 4,0 bis
  • 7,7 Sekunden; Höchstgeschwindigkeit: 232 bis 250 km/h; ECE-Verbrauch: 1,9 bis 8,9 Liter pro
  • 100 Kilometer; CO2-Ausstoß:
  • 44 bis 204 Gramm pro Kilometer; Preis: ab 46 400 Euro.

* Werte für 530e iPerformance und M550i xDrive lagen bei Redaktionsschluss noch nicht vollständig vor


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