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Das sind die häufigsten Fehler beim Aufenthalt in der Sonne
Lifestyle 21.07.2021
Fragen an Dr. Florence Bourlond

Das sind die häufigsten Fehler beim Aufenthalt in der Sonne

Lifestyle 21.07.2021
Fragen an Dr. Florence Bourlond

Das sind die häufigsten Fehler beim Aufenthalt in der Sonne

Sibila LIND
Sibila LIND
Es vergeht kein Tag, an dem Dr. Florence Bourlond, Dermatologin beim CHL, nicht mit einem Patienten mit Hautkrebs konfrontiert wird. Im Sommer sind wir mehr der Sonne ausgesetzt - einer der Hauptfaktoren der Krankheit. Hier finden Sie die Antworten auf die zu dieser Jahreszeit am häufigsten gestellten Fragen.

Sommer, Sonne, Sonnenbrand: Wer sich in den warmen Monaten nicht ausreichend schützt, kann das im Alter mit ernst zu nehmenden Konsequenzen bis hin zu Hautkrebs bezahlen.

Wie Dr. Florence Bourlond, Medizinerin im Bereich Dermatologie am Centre Hospitalier de Luxembourg, erklärt, tendieren viele Menschen dazu, die Sonnenstrahlen – vor allem bei bedecktem Himmel – zu unterschätzen.

Bei Aufenthalten in der Sonne komme es unter anderem darauf an, zu welcher Zeit man draußen unterwegs ist. In der Mittagszeit sollte man sich den Strahlen nicht länger als 30 Minuten aussetzen und wenn möglich schattige Plätze aufsuchen, so die Expertin.

Daneben sei es wichtig, den richtigen Sonnenschutz zu wählen: Für Dr. Florence Bourlond fängt dieser bei Cremes mit Lichtschutzfaktor 50 an. Dem Irrtum, je gebräunter jemand sei, desto länger könne er sich in der Sonne aufhalten, widerspricht die Fachfrau ebenso wie der weit verbreiteten Vorstellung, man müsse sich gezielt der Sonne aussetzen, um ausreichend Vitamin D produzieren zu können. „Der normale Aufenthalt draußen, um beispielsweise zu Fuß zur Arbeit zu gehen oder eine Runde Golf oder Tennis zu spielen, ist völlig ausreichend. Man sollte sich also nie extra der Sonne aussetzen, nur um genug Vitamin D zu produzieren.“

Was die Langzeitfolgen von zu viel UV-Strahlung auf der Haut betrifft – etwa Hautkrebs – so erklärt die Expertin, dass grundsätzlich nur ein Teil der Erkrankungen darauf zurückzuführen sei. Ein weiterer Teil sei genetischer Natur und häufig mit Erkrankungen von Verwandten ersten Grades verbunden.

Um Hautkrebs zu erkennen, rät die Dermatologin dazu, die „ABCDE“ -Regel anzuwenden. Etwaige Stellen an der Haut werden dabei hinsichtlich verschiedener Aspekte betrachtet: A steht für Asymmetrie, B für Begrenzung, C für „Couleur“, also Farbe, D für Durchmesser und E für Entwicklung. Sind die Flecken auf der Haut unregelmäßig, ohne fest verlaufende Grenzen, sehr dunkel und verändern sie sich, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden – ebenso wie bei sonstigen Unklarheiten oder dem Verdacht auf krankhafte Stellen.  

Reportage: Sibila Lind, Dominique Nauroy und Christophe Olinger

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