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Ford Fiesta: Ganz schön groß geworden
Der Ford Fiesta gehört mit einer Länge von 4 040 Millimeter und einer Breite von 1 735 Millimeter zu den eher Großen seiner Zunft.

Ford Fiesta: Ganz schön groß geworden

Foto: Ford
Der Ford Fiesta gehört mit einer Länge von 4 040 Millimeter und einer Breite von 1 735 Millimeter zu den eher Großen seiner Zunft.
Lifestyle 1 3 Min. 17.07.2017

Ford Fiesta: Ganz schön groß geworden

Michael JUCHMES
Michael JUCHMES
Kleinwagen war gestern: Der Ford Fiesta der achten Generation wächst in vielerlei Hinsicht über sich hinaus. Der Kölner knackt nicht nur erstmals die Vier-Meter-Grenze, sondern ist auch in vielen anderen Disziplinen ein ganz Großer.

von Marc Bourkel

Mit über 17 Millionen verkauften Einheiten seit seinem Debüt im Jahr 1976 gehört der Fiesta definitiv zu den wichtigsten Fahrzeugen im Ford-Portfolio. Es verwundert demnach nicht, dass die Ford-Verantwortlichen sich bei der Neuauflage mächtig ins Zeug gelegt haben. Über das Ergebnis ihrer Arbeit sind die Kölner derart stolz, dass sie ihren jüngsten Wurf recht selbstbewusst als „technologisch fortschrittlichsten Kleinwagen der Welt“ anpreisen.

Ob das etwas hoch gegriffen ist oder nicht, ist sicher Ansichtssache. Fakt ist aber, dass der neue Fiesta mit einer Länge von 4 040 Millimeter (plus 71 Millimeter gegenüber dem Vorgänger) und einer Breite von 1 735 Millimeter (plus 13 Millimeter) zu den eher Großen seiner Klasse gehört. Zum Raumwunder unter den Kleinen wird der wie gehabt als Drei- oder Fünftürer lieferbare Fiesta dadurch nicht.

Die zwölf Millimeter zusätzliche Kniefreiheit in der zweiten Reihe machen sich rein subjektiv kaum bemerkbar – nicht zuletzt auch deshalb, weil es im Fond in puncto Kopffreiheit nach wie vor ein wenig hapert. Eher durchschnittlich ist auch das Kofferraumvolumen. Während der Dreitürer 292 bis 1 093 Liter fasst, stehen beim Fünftürer 303 bis 984 Liter zur Verfügung.

Im Fiesta-Cockpit hat Ford ordentlich aufgeräumt.
Im Fiesta-Cockpit hat Ford ordentlich aufgeräumt.
Foto: Ford

Entrümpeltes Cockpit

Ordentlich Pluspunkte gibt es dafür für das Cockpit. Dieses wurde gegenüber dem Vorgängermodell gründlich entrümpelt und besticht vor allem in den höheren Ausstattungsstufen durch einen besonders hohen Bedienkomfort – vor allem in Verbindung mit dem sprachgesteuerten Sync-3-System. Welche Bedeutung Konnektivität und Entertainment mittlerweile einnehmen, unterstreicht beim neuen Fiesta unter anderem das optional erhältliche 675-Watt-Soundsystem aus der neuen Kooperation mit dem Audio-Spezialisten Harman International.

Den Stellenwert des Fiesta im Ford-Modellprogramm belegt des Weiteren die Tatsache, dass der in Köln entwickelte und auch dort gebaute „Kleinwagen“ als erster Ford überhaupt über den sogenannten Pre-Collision-Assist mit Fußgänger-Erkennung auch bei Nacht verfügt. Ein Novum im Kleinwagensegment ist auch der Cross Traffic Alert, der beim rückwärtigen Ausparken sich von links und rechts nähernde Fahrzeuge erkennt.

Das Ein- und Ausparken soll zudem der Aktive Park-Assistent mit Bremseingriff erleichtern. Insgesamt stehen für den neuen Fiesta 15 serienmäßige oder auf Wunsch lieferbare Assistenzsysteme zur Verfügung – und damit deutlich mehr als bei vielen Kompakt- und Mittelklassewagen.

Für mehr Spaß, Komfort und nicht zuletzt auch mehr Sicherheit sollen beim Kölner auch das neu entwickelte Fahrwerk, neue Reifen und die elektronische Fahrdynamikregelung Torque Vectoring Control sorgen.

Die Motorenpalette umfasst zum Marktstart drei 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner, zwei 1,1-Liter-Dreizylinder-Benziner und zwei 1,5-Liter-Vierzylinder-Diesel im Leistungsspektrum von 52 kW (70 PS) bis 103 kW (140 PS). Am empfehlenswertesten sind dabei der bereits mehrfach ausgezeichnete 1,0-Liter-EcoBoost-Dreizylinder mit 103 kW (140 PS) sowie der 88 kW (120 PS) starke 1,5-Liter-TDCi-Turbodiesel.

Variantenreiche Modellfamilie

Ford bietet den neuen Fiesta in zahlreichen Varianten und mit vielfältigen Individualisierungsmöglichkeiten an. An der Basis steht die Ausstattungsvariante „Trend“. Darüber rangieren die besser ausgestatteten Ausführungen „Titanium“ und „ST-Line“ und ganz oben die besonders edle „Vignale“-Variante. Die einzelnen Versionen unterscheiden sich nicht nur in Sachen Ausstattung, sondern auch in puncto Auftritt – sowohl beim Exterieur als auch im Innenraum.

Als wäre das Ganze nicht schon kompliziert genug, wird Ford im Frühjahr noch die Crossover-Variante „Active“ und den besonders sportlichen ST nachreichen. Die Preise für den neuen Fiesta beginnen bei 14 552 Euro. Die luxuriösen „Vignale“-Modelle sind ab 20 451 Euro bestellbar.

Technische Daten

Motor: drei 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner, zwei 1,1-Liter-Dreizylinder-Benziner und zwei 1,5-Liter-Vierzylinder-Diesel; Leistung: 52 kW (70 PS) bis 103 kW (140 PS); Max. Drehmoment: 110 bis 270 Nm; Kraftübertragung: Fünf-Gang-Schaltgetriebe, Sechs-Gang-Schaltgetriebe bzw. Sechs-Gang-Automatik, Frontantrieb; Länge x Breite x Höhe: 4 040 x 1 735 x 1 476 Millimeter; Leergewicht: 1 113 bis 1 207 Kilogramm; Kofferraumvolumen: 292 bis 1 093 Liter; 0-100 km/h: 9,0 bis 14,9 Sekunden; Höchstgeschwindigkeit: 160 bis 202 km/h; ECE-Verbrauch: 3,2 bis 5,2 l/100 km; CO2-Ausstoß: 82 bis 118 g/km; Preise: ab 14 552 Euro.


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