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Fliegender Teppich aus Frankreich
Lifestyle 1 3 Min. 17.03.2018 Aus unserem online-Archiv

Fliegender Teppich aus Frankreich

Cactus ohne Stachel: Der neue Citroën C4 Cactus präsentiert sich deutlich gefälliger als der Vorgänger.

Fliegender Teppich aus Frankreich

Cactus ohne Stachel: Der neue Citroën C4 Cactus präsentiert sich deutlich gefälliger als der Vorgänger.
Foto: Citroën
Lifestyle 1 3 Min. 17.03.2018 Aus unserem online-Archiv

Fliegender Teppich aus Frankreich

Die Neuauflage des Citroën C4 Cactus fährt weniger martialisch, dafür aber deutlich komfortabler vor.

von Sully Prud'Homme

Bei der Neuauflage des C4 Cactus ist die großflächige – fast schon ein wenig martialisch anmutende – Beplankung der Flanken der ersten Generation einer diskreteren Version gewichen – die sich Airbump nennt und deren Schutzfunktion eigentlich weitestgehend nutzlos ist, die aber als Stilelement trotzdem den eigenwilligen Charakter des Franzosen bestens betont. Die neue, ausdrucksstarke Frontpartie mit LED-Tagfahrleuchten, die großzügige Verglasung und ein von glänzenden Elementen umrahmtes Heck in Wagenfarbe lassen den hoch bauenden C4 Cactus nun noch wuchtiger erscheinen. Zumindest im Segment der Kompaktlimousinen stellt er als attraktiver Außenseiter herkömmliche Konventionen in Frage.

Citroën war wohl früher mehr als jede andere Marke dafür bekannt, Autos mit unerreichtem Federungskomfort zu bauen. Diese Eigenart wurde jetzt wieder aufgegriffen und soll erneut alle zukünftigen Modelle der Marke prägen. Mit der Einführung des Programms „Citroën Advanced Comfort“ vergleichen die Franzosen den C4 Cactus gar mit einem „fliegenden Teppich“, der regelrecht über Straßenunebenheiten gleitet. Ermöglicht wird dies durch eine neuartige Federung mit zwei zusätzlichen hydraulischen Anschlägen, die auf beiden Seiten des Dämpfers für Druck und Zug sorgen.

Einstiegsmodell nur mit konventioneller Federungstechnik

Im Gegensatz zu einem nur mechanischen Anschlag, der die gesamte Energie auffangen muss, absorbiert der hydraulische Anschlag die Energie und führt sie ohne den Effekt der Rückfederung ab. Resultat dieser Bemühungen ist ein souveränes Fahrverhalten mit überzeugendem Abfederungskomfort. Schade eigentlich, dass das Einstiegsmodell lediglich mit konventioneller Federungstechnik bestückt ist.

Das Cockpit des Citroën C4 Cactus ist recht schlicht, aber modern gestaltet.
Das Cockpit des Citroën C4 Cactus ist recht schlicht, aber modern gestaltet.
Foto: Citroën

Exklusiv sind überdies die Sitze, die mit einem neuartigen Schaumstoff besonderer Dichte sichtbar kräftiger aufgepolstert werden. Besonders breite Sitzflächen und Lehnen bieten verstärkten Halt und erstklassigen Komfort. Für eine gute Schalldämmung an Bord sorgen dickere Scheiben, eine Lärm absorbierende Einfassung hinten und die zusätzliche Abdichtung sämtlicher Öffnungen.

Das Interieur mit zahlreichen gut durchdachten Ablagen bietet die Vorzüge des Vorgängermodells. Puristische Linien, weiche Materialien und beruhigende Farbtöne schaffen ein modernes Ambiente. Ein raffiniert gestalteter Armaturenträger umrahmt den zentralen Touchscreen und das digitale Kombiinstrument, das allerdings seltsamerweise keine Anzeige für die Tourenzahl des Motors zur Verfügung stellt. Ein Panorama-Glasdach mit hoher thermischer Schutzfunktion erlaubt ein gutes Raumgefühl und schützt vor Sonnenblendungen. Insgesamt zwölf Assistenzsysteme und drei Konnektivitätstechnologien erleichtern auf Wunsch den Alltag.

Das Motorenangebot umfasst zum Marktstart drei 1,2-Liter-Dreizylinder-Benziner und einen 1,6-Liter-Vierzylinder-Diesel. Besonders die Ottomotoren zeichnen sich durch ihr spontanes Ansprechverhalten und ihr quirliges Wesen aus. Am meisten Fahrspaß bietet logischerweise die leistungsstärkste Turbovariante PureTech 130 Stop & Start (96 kW/131 PS) mit Sechs-Gang-Schaltgetriebe. Darunter rangieren der PureTech 110 mit 81 kW (110 PS), den es wahlweise mit Fünf-Gang-Schaltgetriebe oder Sechs-Gang-Automatik gibt, und als Basismotorisierung der 60 kW (82 PS) starke PureTech 82, der serienmäßig mit einem Fünf-Gang-Schaltgetriebe gekoppelt ist.

Als Dieselantrieb steht vorerst nur der BlueHDi 100 mit 73 kW (99 PS) Leistung zur Verfügung. Spätestens im Herbst wollen die Franzosen das Selbstzünder-Angebot jedoch um den 88 kW (120 PS) starken BlueHDi 120 Stop & Start erweitern.

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Technische Daten

Motoren*: drei 1,2-Liter-Dreizylinder-Benziner und ein 1,6-Liter-Vierzylinder-Diesel; Leistung: 60 kW (82 PS) bis 96 kW (131 PS); Maximales Drehmoment: 118 bis 254 Nm; Kraftübertragung: Fünf- oder Sechs-Gang-Schaltgetriebe bzw. Sechs-Gang-Automatik, Frontantrieb; Länge x Breite x Höhe: 4 170 x 1 714 x 1 480 Millimeter; Leergewicht: 1 083 bis 1 281 Kilogramm; Kofferraumvolumen: 348 bis 1 170 Liter; 0-100 km/h: 9,1 bis 13,1 Sekunden; Höchstgeschwindigkeit: 169 bis 193 km/h; ECE-Verbrauch: 3,6 bis 5,3 Liter pro 100 Kilometer; CO2-Ausstoß: 94 bis 119 Gramm pro Kilometer; Preis: ab 16 865 Euro. (* Daten für den BlueHDi 120 Stop & Start liegen noch nicht vor)


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