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Flanier-Power à gogo ...
Lifestyle 3 Min. 03.05.2016 Aus unserem online-Archiv
Mercedes-Benz S-Klasse Cabriolet

Flanier-Power à gogo ...

Die lang gestreckte Karosserie der offenen Mercedes-Benz S-Klasse ist an Eleganz kaum zu überbieten.
Mercedes-Benz S-Klasse Cabriolet

Flanier-Power à gogo ...

Die lang gestreckte Karosserie der offenen Mercedes-Benz S-Klasse ist an Eleganz kaum zu überbieten.
Foto: Daimler
Lifestyle 3 Min. 03.05.2016 Aus unserem online-Archiv
Mercedes-Benz S-Klasse Cabriolet

Flanier-Power à gogo ...

Breit war sie aufgestellt, die S-Klasse aus dem Hause Mercedes-Benz. Nur eine Perle fehlte noch: das Cabriolet – seit den 1970er-Jahren. Beim Händler stehen ab sofort drei Nobel-Mercedes mit faltbarem Textilverdeck und verschiedenen Super-Triebwerken.

Von Henri Leyder

Zweifel kommen keine auf. Aus allen Blickwinkeln betrachtet ist das neue Cabriolet dazu bestimmt, Madame oder Monsieur auf Wolke sieben über die Siehe-her-hier-komme-ich-Boulevards gleiten zu lassen. Das „exklusiv-sinnliche Design“ (Daimler O-Ton) zieht die Blicke wie magnetisch an. Der große Mercedes-Stern und die silberne Lamelle mit Chromeinlegern auf schwarzem Diamantkühlergrill wecken prompt das Interesse. Getoppt wird der Anblick – ja, das ist noch möglich! –, wenn das LED-Intelligent-Light-System mit je 47 Swarovski-Kristallen beide Ecken veredelt.

Die lang gestreckte Karosserie gleitet vorbei, an Eleganz ist sie kaum zu überbieten. Das Heck mit seinen flachen Rückleuchten in LED-Technik und den gestählten Schultern bestätigt: Da zieht ein Traumauto von dannen, in das zumindest so viel Sein wie Schein hineingepackt worden ist. Auch nur ein, zwei Sekunden Vollgas verdeutlichen diese Vermutung. Akustisch, selbstverständlich; schießt aus dem Doppelauspuff ein besonders böser Sound heraus – manche lieben ihn! –, verabschiedet sich eine der beiden AMG-Varianten.

Wer auf, nennen wir es mal vorsichtig, Tiefstapeln und Genießen setzt, wird mit dem S 500, dem Einstiegsmodell in die Baureihe, bereits fürstlich bedient. Das Interieur ist sowohl in puncto Ausstattung (und Erweiterungsmöglichkeiten) als auch Gestaltung weitestgehend baugleich mit den bereits vorhandenen S-Varianten.

Die Maße sind jene des Coupé, d. h. sie sind nicht so üppig bemessen wie in der Limousine. Vier Erwachsene können aber hinein, aber nicht die allergrößten, denn in der Länge und (bei geschlossenem Verdeck) in der Höhe klemmt es im Fond ein wenig. Für die Urlaubsfahrt zu viert wird es eben eng, auch beim Gepäck. Aber nur dann.

Für die Fahrt in die Ferne – vor allem über die Autobahn – empfiehlt es sich, die sehr gut isolierende Fahrzeugmütze nicht ins Heck zu verstauen, was übrigens bis zu 60 km/h Geschwindigkeit und binnen nur 17 Sekunden per Knopfdruck möglich ist.

Garantiertes Frischlufterlebnis

Trotz des (mehrpreispflichtigen) automatischen Windschutzsystems Aircap über der Frontscheibe und des hinter den Fondsitzen gestellten Windschotts wirbeln (beim Offenfahren selbstverständlich) Turbulenzen durch den Innenraum. Wohl keine stürmischen, aber immerhin. Die Innenraumlänge ist eben nicht so leicht zu überlisten. Beim Flanieren legt sich der Wind aber merklich.

Ob nun offen oder geschlossen, die serienmäßige Klimasteuerung Thermotronic passt sich flexibel den Wünschen von Fahrer und Beifahrer an. Das System reagiert, von zwölf Sensoren gesteuert und 18 Stellmotoren aktiviert, automatisch auf veränderte Bedingungen wie Innen- und Außentemperatur, Sonneneinstrahlung, Luftqualität und Luftfeuchtigkeit. Die seit Jahren bereits bekannte Kopfraumheizung Airscarf in den Nackenstützen kann ebenfalls an Bord geholt werden. Wem das nicht reicht, der ordert das neue Wärme-Komfort-Paket, das die Mittel- und Türarmlehnen sowie das Lenkrad beheizt.

Das elegante Interieur entspricht weitestgehend jenem der übrigen S-Klasse-Varianten.
Das elegante Interieur entspricht weitestgehend jenem der übrigen S-Klasse-Varianten.
Foto: Daimler

Richtig schwierig wird es, sich bei den insgesamt 28 Leder-Variationen, sechs Innenhimmel-Alternativen und 14 Lackfarben für eine bzw. die „richtige“ Farbkombination zu entscheiden.

In der Nobel-Lounge reist es sich selbstverständlich sehr komfortabel. Viele Bauteile und -gruppen spielen mit, auch die serienmäßig vorhandene Luftfederung Airmatic. Sie lässt sich sogar sportlicher oder komfortabler einstellen. Beide Stufen harmonieren gut mit dem 455 PS starken V8-Biturbo-Motor. Das Dahingleiten wird zum entspannenden Genuss, vorausgesetzt, die Blechlawine ist nicht zu kompakt oder aggressiv, zahlreiche Aktive-Sicherheits-Bausteine sind aber an Bord ... Trotz mehr als zwei Tonnen Eigengewicht lässt das Edel-Cabriolet sich auch durchaus „dynamisch“ bewegen, vorausgesetzt die Federung ist auf „Sport“ gestellt. Auf kurvenreichen Strecken ist diese Möglichkeit für alle ohnehin die bessere Wahl.

Da der S 500 „nur“ die Einstiegsausführung ist, ist der Blick nach oben hin nur legitim. Daimler hat die hauseigene Edelschmiede AMG beauftragt, sie zu bevölkern. Zwei supersportliche, aber verschiedene Ausführungen stehen zur Wahl: der S 63 4Matic mit V8-Biturbo-Motor und performance-orientiertem permanentem heckbetontem Allradantrieb sowie der S 65 mit V12-Biturbo-Triebwerk und nur Heckantrieb. Der Nürburgring und Chambley rufen. Nichts wie hin!

Technische Daten

Motor: 4,7-Liter-V8-Biturbo-Benziner, 5,5-Liter-V8-Biturbo-Benziner bzw. 6,0-Liter-V12-Biturbo-Benziner; Leistung: von 335 kW (455 PS) bis 460 kW (630 PS); Max. Drehmoment: 700 bis 1 000 Nm; Kraftübertragung: Neun- bzw. Sieben-Gang-Automatik, Hinterradantrieb bzw. Allradantrieb (S 63 4Matic); L x B x H: 5 027 (5 044) x 1 899 (1 913/1 910) x 1 417 (1 428) Millimeter; Leergewicht: 2 115 bis 2 255 Kilogramm; Kofferraumvolumen: 250/350* Liter; 0-100 km/h: 3,9 bis 4,6 Sekunden; Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h; ECE-Verbrauch: 8,5 bis 12,0 l/100 km; CO2-Ausstoß: 199 bis 274 g/km; Preis: 137 900 bis 251 000 Euro.

* Verdeck geöffnet/geschlossen


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(ACHTUNG - HANDOUT - Nur zur redaktionellen Verwendung durch Themendienst-Bezieher im Zusammenhang mit dem genannten Text und nur bei vollst�ndiger Nennung des nachfolgenden Credits.)
Foto:�Daimler
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