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Feuer auf Eis
Lifestyle 3 Min. 15.03.2017 Aus unserem online-Archiv
Toyota-Sportcoupé GT86

Feuer auf Eis

Der Toyota GT86 ist nicht nur in der typischen Sportwagenfarbe Rot erhältlich: Insgesamt stehen sieben verschiedene Lackierungen zur Auswahl: von Orange über Dunkelgrau und Perlweiß bis hin zu einem satten Blau.
Toyota-Sportcoupé GT86

Feuer auf Eis

Der Toyota GT86 ist nicht nur in der typischen Sportwagenfarbe Rot erhältlich: Insgesamt stehen sieben verschiedene Lackierungen zur Auswahl: von Orange über Dunkelgrau und Perlweiß bis hin zu einem satten Blau.
Foto: Toyota
Lifestyle 3 Min. 15.03.2017 Aus unserem online-Archiv
Toyota-Sportcoupé GT86

Feuer auf Eis

Manon KRAMP
Manon KRAMP
Toyota hat sein Sportcoupé GT86 vor Kurzem einem Facelift unterzogen. Die Veränderungen sollen vor allem für mehr Fahrspaß sorgen.

von Michael Juchmes

Toyota hat sein Sportcoupé GT86 vor Kurzem einem Facelift unterzogen – wobei Facelift das Ganze nicht wirklich trifft: Innen und außen wurden nur einige Veränderungen vorgenommen, die vor allem für mehr Fahrspaß sorgen sollen.

Das nordfinnische Städtchen Rovaniemi gilt als Heimat des Weihnachtsmannes. Die Temperaturen liegen hier, in der Nähe des Polarkreises, häufig noch bis Mitte April unter dem Gefrierpunkt. Die Straßen sind im Winter selten vollkommen von Schnee und Eis befreit. Also die perfekte Umgebung, um ein wendiges Sportcoupé vorzustellen? Offenbar schon, dachte sich Toyota, und ließ zahlreiche feurig rote Flitzer – Santa Claus' Mantel lässt grüßen – durch den Norden Finnlands brettern.

Der GT86, von dessen Urversion laut Firmenangaben seit Verkaufsstart im Jahr 2012 170 000 Stück verkauft wurden, ist ein Fahrzeug ganz im Sinne des neuen Toyota-Konzepts, nur noch Autos zu bauen, die „reines Fahrvergnügen bieten“. Oder, wie es Chief Executive Officer Akio Toyoda, Enkel des Firmengründers Kiichiro Toyoda, ausdrückt: „Es muss Spaß machen, ein Auto zu fahren.“

Bei der Entwicklung beziehungsweise Überarbeitung des GT86, dessen Schwesternmodell der baugleiche Subaru BRZ ist, waren auch einige Ingenieure beteiligt, die bereits für das Original verantwortlich zeichneten. Etwa auch für den Motor, der im Grunde der gleiche geblieben ist: ein 2,0-Liter-Boxer-Saugmotor mit Direkteinspritzung. Zur Auswahl stehen zwei 147-kW-Versionen – einmal mit Schalt- und einmal mit Automatikgetriebe.

Gesteigertes Fahrvergnügen

Weitaus schwerer ins Gewicht fallen die Fahrwerkoptimierungen und die Verbesserung der Assistenzsysteme, die für mehr Stabilität sorgen sollen und auf Erkenntnissen aus dem Einsatz der Wagen bei Rennen basieren. Passend zur Ausrichtung des Fahrzeugs bietet der neue GT86 einen Track Modus, der es erlaubt, die Fähigkeiten des Wagens mit Hilfe minimaler Eingriffe von Fahrzeugstabilitätskontrolle und Antriebsschlupfregelung auszutesten. Er wird – so wie auch die drei anderen Fahrmodi – mittels einer Taste in der Mittelkonsole aktiviert.

Im Test, auf mit Schnee und Eis bedeckter Piste, reagierte das Coupé in den verschiedenen Modi wie erwartet, scherte mal mehr, mal weniger aus. In hiesigen Breiten werden die Ausbrüche des Hecks nicht ins Gewicht fallen – den gemäßigteren Temperaturen sei Dank. Eine Ausreizung der Motorleistung war aufgrund der Straßenverhältnisse nicht mal ansatzweise möglich.

Sportlich innen wie außen: Das Innenleben des GT86 ist äußerst 
übersichtlich gehalten. Hier steht der Fahrspaß im Vordergrund.
Sportlich innen wie außen: Das Innenleben des GT86 ist äußerst 
übersichtlich gehalten. Hier steht der Fahrspaß im Vordergrund.
Foto: Toyota

Das Karosserie-Design wurde nur leicht angepasst – oder wie Toyota es nennt: Der neue GT86 ist eine „gereifte Interpretation des Originals“. Die Abmessungen des Wagens inklusive Radstand haben sich nicht verändert, lediglich einige kleine Schönheitskorrekturen wurden vorgenommen, etwa ein breiterer, tiefer gelegter Kühlergrill, ein überarbeiteter Frontstoßfänger und ein neuer Heckspoiler. Ebenfalls neu: die LED-Scheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht und -Blinkern. Insgesamt bleibt aber alles beim Alten, denn jede Änderung der Karosserie muss einen praktischen Zweck erfüllen, wie Chefkonstrukteur Tetsuya Tada betont. Schönheitskorrekturen sind tabu.

Sportliches Interieur

Im Wageninneren erwartet Fahrer und Beifahrer ein recht übersichtliches Armaturenbrett. Praktisch – vor allem für echte Automobilfreunde – ist das Multi-Informationsdisplay, das nicht nur Benzinverbrauch, Geschwindigkeit und Drehzahl anzeigt, sondern auch die Beschleunigungskräfte. An eine Stoppuhr zum Aufzeichnen von Rundenzeiten wurde ebenfalls gedacht.

In der Mittelkonsole ist das bedienerfreundliche Multimedia- und Navigationssystem Toyota Touch 2 & Go untergebracht, das über einen 6,1-Zoll-Touchscreen gesteuert wird. Wenig Ablenkung besteht durch das übrige Interieur, denn hier dominiert – mit Ausnahme der Carbon-Highlights an Türen und Lüftungssteuerung – die Farbe Schwarz.

Gleiches gilt für die sehr tiefen Sportsitze: Das allumfassende Schwarz wird lediglich mit roten Elementen oder silbergrauen Ziernähten aufgelockert. Die beiden Plätze auf der Rückbank können getrost vernachlässigt werden – sie dienen als Taschen- oder Hutablage. Ein Erwachsener findet hier unmöglich Platz. Ganz zu schweigen vom Sinn und Zweck des Kofferraums mit einem Fassungsvermögen von 243 Litern. Er beherbergt nicht mehr als Handgepäck. Der GT86 ist schließlich kein Fahrzeug für die große Reise – sondern weiterhin ein Spaßmobil fürs Wochenende.

Technische Daten

Motor: 2,0-Liter-Vierzylinder-Boxermotor; Leistung: 147 kW (200 PS) bei 7 000 U/min; Max. Drehmoment: 205 Nm bei 6 400 bis 6 600 U/min; Kraftübertragung: Sechs-Gang-Schaltgetriebe bzw. Sechs-Stufen-Automatik, Hinterradantrieb; L x B x H: 4 240 x 1 775 x 1 285 Millimeter; Leergewicht: 1 222 bis 1 263 (Automatik 1 242 bis 1 285) Kilogramm; Kofferraumvolumen: 243 Liter; 0-100 km/h: 7,6 (8,2) Sekunden; Höchstgeschwindigkeit: 226 (210) Sekunden; ECE-Verbrauch: 7,8 (7,0-7,1) Liter pro 100 Kilometer; CO2-Ausstoß: 180 (161-164) g/km; Preis: 32 300 (33 750) Euro


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