Ferienanlage Costa Navarino

Authentisch und der Tradition verpflichtet

Am azurblauen Ionischen Meer
neben der Ochsenbauchbucht und
der Lagune von Gialova liegt Costa 
Navarino eingebettet in eine einzigartige ursprüngliche Naturlandschaft.
Am azurblauen Ionischen Meer
neben der Ochsenbauchbucht und
der Lagune von Gialova liegt Costa 
Navarino eingebettet in eine einzigartige ursprüngliche Naturlandschaft.
Foto: Discover Greece

von Marc Willière

Seit Jahrtausenden wird die Gastfreundschaft in der griechischen Provinz Messenien großgeschrieben. Was einst König Nestor vorlebte, ist heute auch integraler Bestandteil des nachhaltigen Konzeptes des Resorts Costa Navarino in der südwestlichen Ecke der Halbinsel Peloponnes.

Der sagenhafte König Nestor war Fremden gegenüber stets aufgeschlossen. In seinem mykenischen Palast nahe Pylos, so weiß Homer zu berichten, hieß er sie willkommen und bewirtete sie – ohne sich nach deren Herkunft und Ziel zu erkundigen. Diese Gastfreundschaft zählt bis heute zu den besonderen Eigenarten der Provinz Messenien. Am azurblauen, kristallklaren Ionischen Meer lebt sie bis heute fort – nicht zuletzt in einem Resort, das sich voll und ganz dem Menschen und der Natur verschrieben hat.

Der Name Costa Navarino hat auf dem Peloponnes einen besonders guten Klang. Ihn verdankt die weitläufige, aber dennoch weitsichtige Hotelanlage nicht allein ihrer einzigartigen Lage an der gleichnamigen Bucht, die Berühmtheit durch die Schlacht von Navarino erlangte. Die Vernichtung der osmanischen Flotte am 20. Oktober 1827 durch französische, englische und russische Schiffe leitete das Ende der fast 400 Jahre andauernden Herrschaft der Türkei und die Unabhängigkeit von Griechenland ein.

Der gute Name begründet vor allem auf der Geschichte des Gründers sowie seiner nachhaltigen Vision: Vassilis Constantakopoulos (1935-2011) nahm sich hier seiner verarmten Mitmenschen Messeniens an, ohne dabei aber die einzigartige Natur und die einmalige Geschichte dieses Landstrichs zu vernachlässigen.

Kühnes Projekt eines engagierten Umweltschützers

Vassilis stammte ebenfalls aus ärmlichen Verhältnissen. Aber das Schicksal war ihm wohlgesonnen, wie Pressesprecherin Vassilia Orfanou zu berichten weiß. Vom Schiffsjungen arbeitete er sich zum Kapitän hoch, gründete später seine eigene Reederei und kaufte seine eigenen Schiffe. Die Costamare Shipping Co. besitzt heute eine der größten Containerschiffflotten weltweit. Seinen Reichtum behielt Kapitän Vassilis aber nicht für sich allein. Er wollte seiner Heimat etwas zurückgeben, das zudem möglichst lange anhalten sollte – zum Wohl von Mensch und Natur.

Parkanlage mit Meeresblick: Auf 130 Hektar Land erstreckt sich das nachhaltige Luxusresort Costa Navarino.
Parkanlage mit Meeresblick: Auf 130 Hektar Land erstreckt sich das nachhaltige Luxusresort Costa Navarino.
Foto: Discover Greece

Costa Navarino war geboren – auch wenn es noch Jahre dauern sollte, bis das kühne Projekt des engagierten Umweltschützers auch mit Leben erfüllt werden konnte.

In der weitläufigen, von Olivenhainen umgegebenen Anlage mit den Resorts „The Westin“ und „The Romanos“ lebt heute die messenische Gastfreundschaft fort. In Costa Navarino haben nicht nur viele Einwohner der Provinz Arbeit gefunden. Auch die Landwirte der Region profitieren davon: Ihre hochwertigen Produkte (Öl, Wein, Käse, … ) aus biologischem Anbau werden bevorzugt in den verschiedenen Restaurants verarbeitet, was wiederum auch den Hotelgästen aus aller Welt zum Vorteil gereicht.

Respektvoller Umgang mit der Natur

Der Duft von Salbei, Thymian und Lavendel, der dem Neuankömmling bei der Ankunft in die Nase steigt, vervollständigt auf Anhieb ungewollt das Bild der ursprünglichen Natur, die in der hügeligen Landschaft Messeniens allgegenwärtig ist. Der respektvolle Umgang mit der Natur war und ist bei Costa Navarino ein Muss.

Schädigende Eingriffe wurden tunlichst vermieden und dafür auch nicht weniger als 20 000 Bäume umgepflanzt. Vom Meer aus sind die in der parkähnlichen Anlage verstreuten und harmonisch in die Landschaft eingebetteten Bauten kaum zu sehen, und abendliche Aktivitäten am Strand nicht zulässig: Zum Schutz bedrohter Meeresschildkröten, aber auch der Mittelmeermönchsrobbe oder des Flaschennasendelfins wird störendes künstliches Licht vermieden.

Zum Abschlag bereit: Vor dem Clubhouse des „Dunes Course“ steht die Statue des Costa-Navarino-Gründers Vassilis C. Constantakopoulos (links). – Über einen eigenen kleinen Pool verfügen viele Zimmer im Erdgeschoss. – Moderne Kunst kommt ebenfalls im mehrfach ausgezeichneten Resort zu Ehren (rechts).
Zum Abschlag bereit: Vor dem Clubhouse des „Dunes Course“ steht die Statue des Costa-Navarino-Gründers Vassilis C. Constantakopoulos (links). – Über einen eigenen kleinen Pool verfügen viele Zimmer im Erdgeschoss. – Moderne Kunst kommt ebenfalls im mehrfach ausgezeichneten Resort zu Ehren (rechts).
Foto: Marc Williere

Überhaupt hat man trotz Hunderten von Zimmern und Wohnungen keineswegs den Eindruck von Gigantomanie im Resort: Pflanzen und Bäume der Region bestimmen vielmehr das Bild und geben den natürlichen Rahmen ab für das Ferien- und Golfdomizil Costa Navarino, das sich Authentizität auf allen Ebenen auf seine Fahne geschrieben hat. Das beginnt bereits bei der Bauweise: Während im „The Westin“ die lokale Architektur mit ockerfarbenen Steinen und Holz vorherrscht, wurde im luxuriöseren „The Romanos“ überwiegend Marmor verbaut – auch in Erinnerung an den in nur wenigen Kilometern Entfernung freigelegten Palast von König Nestor.

Regionale Küche und besonders viel Wasser

Obwohl grundverschieden in der Gestaltung sind beide Resorts dennoch keine getrennten Welten: Ihnen ist vielmehr ein zentraler Dorfplatz mit großer Leinwand sowie mit Restaurants, Bars und Geschäften gemein, wo besonders am Abend für Kurzweil gesorgt ist. Auch hier spiegelt sich die Authentizität von Costa Navarino mit seiner regionalen Küche (wobei auch aber internationale Geschmäcker bedient werden) sowie Produkten aus regionaler Fertigung wider.

Traditionen der Region werden dabei nicht vergessen: Zur Mittagsstunde präsentieren Frauen aus dem Dorf Gargaliani in traditionellen Gewändern typische Gesänge und bereiten einfache, aber schmackhafte lokale Gerichte zu.

Wie könnte es anders sein, spielt Wasser eine gewichtige Rolle in Costa Navarino. Nicht weniger als 150 Pools gibt es hier, berichtet Irina Psifidi. Die meisten sind allerdings nicht der Allgemeinheit zugänglich; die kleinen Infinity-Pools gehören vielmehr zum Angebot fast aller ebenerdig gelegenen Zimmer, in denen es dem Gast daneben an nichts fehlt. Und bis zum Strand mit Blick auf den pyramidenartigen Gipfel des 2 407 Meter hohen Taygetos sind es nur wenige Minuten.

Lehrreiches Rahmenprogramm: Landfrauen aus der Umgebung führen in die traditionelle griechische Küche ein.
Lehrreiches Rahmenprogramm: Landfrauen aus der Umgebung führen in die traditionelle griechische Küche ein.
Foto: Marc Williere

Sport und Erholung

Dass sämtliche Wassersportarten zum Angebot zählen, bedarf eigentlich keiner Erwähnung. Aber auch jene, die dem Wasser eher abgeneigt sind, dürften sich nicht in Costa Navarino mit seinen Tennisplätzen, seinen künstlichen und natürlichen Kletterwänden oder seinen beiden Golfanlagen „Dunes Course“ und „Bay Course“ mit spektakulären Ausblicken langweilen.

Krönender Abschluss eines stets ereignisreichen Tages ist ein Besuch im 4 000 Quadratmeter großen Anazoe Spa mit seinen exquisiten Behandlungsmethoden. Dass diese von den Heilmethoden und der Schönheitspflege des antiken Griechenlands inspiriert sind, versteht sich von selbst in einem Resort, das möglichst authentisch und den Traditionen verpflichtet sein will.

Radtouren in die unmittelbare Umgebung von Costa Navarino laden zum Entdecken der bezaubernden Lagune von Gialova ein. In dem Feuchtgebiet machen nicht nur viele Zugvögel Rast; auch das Afrikanische Chamäleon, das je nach Zustand seine Hautfarbe ändert, ist hier zu Hause. Einzigartig ist die angrenzende abgeschiedene, verträumte Ochsenbauchbucht.

Auch für Besucher der mehrere tausend Jahre zurückreichenden Vergangenheit ist Costa Navarino ein idealer Ausgangspunkt. Neben byzantinischen Kirchen und mittelalterlichen Festungen lohnen vor allem die Ausgrabungen im antiken Messene mit seinem gut erhaltenen Stadion. Zeit zum Genuss der griechischen Gastfreundschaft sollte man sich zwischendurch immer wieder lassen. In den kleinen Ortschaften am Strand oder im Landesinnern mit ihren malerischen Cafés und urigen Tavernen ist sie allgegenwärtig – ebenso wie im Resort Costa Navarino, das für jeden Geschmack etwas bereithält.