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Farbenpracht der Welt

Farbenpracht der Welt

Foto: Cartier
Lifestyle 13 2 Min. 14.08.2018

Farbenpracht der Welt

Manon KRAMP
Manon KRAMP
Die "Haute Joaillerie"-Kollektion "Coloratura" von Cartier versteht sich als eine Ode an die Farben, die Lebensfreude und die Vielfalt unterschiedlicher Kulturen.

Eine Haute-Joaillerie-Kollektion erlaubt es einem Juwelier, sein ganzes schöpferisches und technisches Können zu zeigen. Einen Blick auf diese Schmuckstücke zu erhaschen, ist ein Privileg, denn sie entschwinden meist flugs in die Sammlungen der Reichen dieser Welt. Doch für die dunklen Tiefen eines Tresor sind die kostbaren Unikate viel zu schade, vor allem dann, wenn sie in einer solchen Pracht schwelgen wie jene, die Cartier während der Haute-Couture-Schauen in Paris vorgestellt hat. In Anlehnung an die Gesangskoloratur zelebriert die "Coloratura"-Kollektion die Farben der Welt und setzt die ästhetischen Stilelemente unterschiedlichster Kulturen in Form von 240 Schmuckstücken um.

Bezaubernde Vielfalt

"Wir wollten vor allem die Emotionen ausdrücken, die Feste in uns auslösen", erklärte Pierre Rainero, Head of Heritage and Style bei Cartier. Um diese Vielfalt und Lebensfreude auszudrücken, habe man sich von Folkloretänzen aus Zentraleuropa und dem Mali, den Lichterlampions und Drachenprozessionen in Japan und China, aber auch den kraftvollen Farben des indischen Holi-Festes inspirieren lassen und daraus "etwas Eigenes, Neues geschaffen". Dennoch sei das typische Cartier-Vokabular klar zu erkennen: organische Formen auf der einen Seite mit kleinen Edelsteinkugeln und runden Schliffen, und einer geometrischen Gestaltung auf der anderen, die sich durch klare Linien und das Spiel zwischen kontrastierenden Farbsteinen ausdrücke.

Viele Stücke lassen sich in einzelne Teile zerlegen und neu kombinieren, was sie extrem vielseitig macht. Der Teufel steckt aber wie so oft im Detail. "Je einfacher ein Stück scheint, desto schwieriger ist es herzustellen", betont Jacqueline Karachi, Direktorin des Haute-Joaillerie-Designs. Um den Tragekomfort der komplexen und der Beweglichkeit wegen oftmals artikulierten Schmuckstücke zu sichern, müssten die Goldschmiede sich neue technische Lösungen einfallen lassen. Diese fänden späterhin ihren Widerhall in regulären Kollektionen.

Für "Coloratura" wurden im Laufe monatelanger Vorbereitungen seltene Edelsteine zusammengetragen – weiße Diamanten und farbliche Fancy-Varianten, Rubine, Saphire, Smaragde und Opale – die sich durch ihre Einzigartigkeit auszeichnen. "Wir wollten uns aber nicht auf die Farben der bekannten Steine begrenzen und haben deshalb auch schlichteren Schmucksteinen, die man bisher nicht als edel angesehen hat, einen Adelstitel verliehen", verriet Jacqueline Karachi. Demzufolge bereichern auch rosa Spinell, grellgrüner Peridot, strahlend blauer Türkis, schwarzer Onyx oder orangerote Koralle die Farbpalette und dürfen ihre Schönheit in den aufwendigen Kompositionen entfalten.

"Wir erleben eine einzigartige Zeit für die Haute Joaillerie", unterstrich seinerseits Pierre Rainero. Noch nie sei die Sensibilität der Sammler hinsichtlich der Ästhetik eines Schmuckstücks so groß gewesen. Heutzutage zähle zum Glück nicht mehr nur der Materialwert.


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