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Familienalltag: Wie Väter Familie und Job unter einen Hut bringen
Lifestyle 2 Min. 20.02.2018 Aus unserem online-Archiv

Familienalltag: Wie Väter Familie und Job unter einen Hut bringen

Alles zu viel? Auch Väter kennen das. Wichtig ist dann, dass sie sich frühzeitig Unterstützung suchen.

Familienalltag: Wie Väter Familie und Job unter einen Hut bringen

Alles zu viel? Auch Väter kennen das. Wichtig ist dann, dass sie sich frühzeitig Unterstützung suchen.
Foto: dpa
Lifestyle 2 Min. 20.02.2018 Aus unserem online-Archiv

Familienalltag: Wie Väter Familie und Job unter einen Hut bringen

Die heutigen Väter wollen oft mehr sein als nur der Ernährer der Familie. Doch Berufswelt und Gesellschaft machen es ihnen nicht leicht. Es gibt aber Hilfe.

(dpa) - Wenn es um die Vereinbarkeit von Job und Familie geht, ist in der Regel von Müttern die Rede. Dabei haben auch Väter mit der Doppelbelastung zu kämpfen. Längst wollen nicht mehr alle Männer nur fürs Einkommen zuständig sein. Das Idealbild: einer, der Geld ranschafft, und sich trotzdem liebevoll um den Nachwuchs kümmert. Dem gerecht zu werden, ist aber gar nicht so einfach - zumal viele Männer ein Problem damit haben, sich helfen zu lassen. Doch wer nicht auf sich Acht gibt, rutscht schnell in einen Burnout hinein.

Gefährdet sind gerade Männer, die ihre Sache besonders gut machen wollen. Viele haben einerseits eine zu hohe Erwartungshaltung an sich selbst. Andererseits schlägt ihnen seitens der Arbeitgeber oft genug eisiger Wind entgegen, wenn sie auf Verständnis hoffen. Von Männern wird noch immer erwartet, dass sie mindestens 100 Prozent leisten - egal, wie viel Zeit sie in die Familienarbeit investieren.

Keine Angst vor Teilzeit

Wer ein anderes Modell wählt, muss das selbstbewusst vertreten, sagt Diplom-Pädagoge Robert Richter. Auch Männer sollten ruhig Teilzeit fordern, wenn sie mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen wollen: „Viele Väter sagen jedoch dann: „Bei mir geht es nicht.“ Dann frage ich: „Wieso geht das nicht? Was spricht dagegen? So rein faktisch? Welche Bindung besteht länger oder intensiver, die Bindung zum Kind oder die Bindung zum Arbeitgeber?“

Druck entsteht aber nicht nur durch die berufliche Situation. Viele Frauen geben ihren Männern das Gefühl, dass sie ihre Rolle als Vater nicht gut erfüllten. Das ist total frustrierend für die Männer. Möchte die Mutter, dass sich der Vater mit einbringt, muss sie ihn machen lassen.

Dabei gilt es, nicht die eigenen Maßstäbe eins zu eins zu übertragen. Wenn der Vater bei Ausflügen mit dem Kind keine geschnittenen Apfelstücke dabei hat, ist das schließlich kein Weltuntergang. Es liegt aber natürlich auch an den Männern, die Partnerin mal wegzuschicken, um von Anfang an in Sachen Kinderbetreuung mitzuspielen.

Risiko eines Burnouts

Aus Sicht des Erziehungswissenschaftlers Robert Richter gibt es keinen Grund, nach der Geburt eines Kindes in archaische Rollenmuster zurückzufallen - vor allem dann nicht, wenn beide vorher Spaß an ihren Jobs hatten. Im Gegenteil: Aus einer sehr ungleichen Aufgabenverteilung können ihm zufolge auch Probleme in der Partnerschaft resultieren. Und die sorgen für noch mehr Stress.

Wer morgens schon vor dem ersten Meeting Verhandlungen übers Zähneputzen oder die richtige Garderobe für das Winterwetter führt, läuft aber so oder so Gefahr, irgendwann erschöpft zusammenzuklappen. Das gilt für Väter ganz genauso wie für Mütter.


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