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Fahrradtrends 2017 : Elektro-Bambus und Geländerenner
Lifestyle 8 2 Min. 14.02.2017

Fahrradtrends 2017 : Elektro-Bambus und Geländerenner

Der Falthelm Closca «Fuga» ist ab März zu haben und lässt sich bei Nichtgebrauch zusammenklappen (r).

Fahrradtrends 2017 : Elektro-Bambus und Geländerenner

Der Falthelm Closca «Fuga» ist ab März zu haben und lässt sich bei Nichtgebrauch zusammenklappen (r).
Foto: www.closca.co
Lifestyle 8 2 Min. 14.02.2017

Fahrradtrends 2017 : Elektro-Bambus und Geländerenner

Nathalie RODEN
Nathalie RODEN
Der Erfolg der elektrischen Fahrräder geht auch 2017 weiter. Daneben nimmt das Rennrad den Weg abseits asphaltierter Straßen in Angriff. Weitere Trends wurden jetzt vorgestellt.

(dpa/tmn) - Auch 2017 sind Elektrofahrräder der Motor der Fahrradbranche, sagt David Koßmann vom Pressedienst Fahrrad (pd-f) anlässlich der Vorstellung von Produktneuheiten in Berlin. „Fast jede Fahrradgattung gibt es mit Motor.“ Damit etwa der Geländespaß möglichst lange dauert, bietet Riese & Müller ab 4799 Euro ein vollgefedertes E-Mountainbike an, das dank zweier Akkus eine größere Reichweite bietet. Selbst alternatives Material kommt zum Einsatz, wie etwa das in Ghana handgebaute E-Bike von My Boo mit Bambusrahmen beweist, das im April für 3999 Euro auf den Markt kommen soll.

„Ein absoluter Supertrend sind Lastenräder, bei denen der Motor natürlich von großem Nutzen ist“, sagt Koßmann. Sie werden privat oder gewerblich genutzt und sind mit zum Teil sehr großen Ladeflächen zu haben. Auch neues E-Zubehör kommt nicht zu kurz: zum Beispiel der Scheinwerfer „Lumotec IQ-X E“ (150 Euro), der den Bike-Akku nutzt und so mehr Licht bieten soll als Dynamomodelle. Oder etwa der Akku-Schutzüberzug „Akku Cover Summer“ aus Neopren (ab April für rund 44 Euro).

Rennräder auf Abwegen

Der große Trend bei Rennrädern sind sogenannte Gravel-Racer. Der englische Begriff für Schotter soll andeuten, dass diese Räder sowohl auf Asphalt als auch auf Feld- und Waldwegen fahren können, sagt Koßmann. Hintergrund dafür sei auch der Einzug der Scheibenbremsen in diese Gattung, was breitere Reifen möglich macht. „Bei letzteren gibt es gerade eine große, nie da gewesene Auswahl. Und gefahren wird meist ohne Schlauch - tubeless.“ Einsteigermodelle sind beispielsweise das Haibike „Seet Alltrack 1.0“ (899 Euro) oder die „VR“-Reihe von Felt (ab 999 Euro).

Doppelpack: Das elektrische Mountainbike «Delite Mountain» nutzt zwei Akkus für mehr Reichweite.
Doppelpack: Das elektrische Mountainbike «Delite Mountain» nutzt zwei Akkus für mehr Reichweite.
Foto: www.r-m.de/pd-f

Das Fahrrad wird auch immer wichtiger für die individuelle Mobilität im Alltag. „Sprich den Weg zur Arbeit, zur Schule und zum Einkaufen“, so Koßmann. Immer häufiger würden Verkehrsmittel miteinander verknüpft. „Dafür sind Falträder ideal, denn sie fahren kostenlos in Bus und Bahn mit.“ Aber auch wartungsarme normale Räder sind hier gefragt. So kombiniert beispielsweise das ab Frühjahr erhältliche „F3 6.0“ von Koga (1899 Euro) komplett im Rahmen verlegte Züge und Kabel mit einem Antrieb mit Carbonriemen statt Kette. Neu in diesem Jahr ist: Solche Riemenantriebe lassen sich schon bei Rädern ab etwa 1000 Euro finden.

Platzsparendes Zubehör

Auch zentrale Rahmengetriebe sind wartungsarm. Sie kommen in 2017er Rädern ab etwa 2000 Euro zum Einsatz. „Passend dazu sind Helme und Schlösser, die bei Nichtbenutzen platzsparend transportiert werden können und trotzdem Sicherheit bieten“, sagt Koßmann. So zum Beispiel der Falthelm „Fuga“ von Closca (120 Euro) oder das Faltschloss „Bordo Black“ von Abus für rund 140 Euro.

Doch bei allen Neuheiten - was kostet eigentlich ein gutes Fahrrad? „Wer ein solides Stadtrad für den Alltag sucht, sollte beim Neurad zwar weiterhin mindestens 600 Euro ausgeben“, rät Koßmann. Doch dafür bekomme man schon etwa eine LED-Lichtanlage, einfache Federung und mitunter sogar hydraulische Bremsen. „Beim E-Bike übrigens spricht man vom Faktor 2,5 - da geht es also ab 1500 Euro los.“


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