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Die RS-Variante des Skoda Octavia als Plug-in
Lifestyle 5 Min. 16.04.2021
Fahrbericht

Die RS-Variante des Skoda Octavia als Plug-in

RS-typische schwarze Akzente verleihen der Limousine und dem Kombi des Skoda Octavia RS iV einen kraftvollen Auftritt.
Fahrbericht

Die RS-Variante des Skoda Octavia als Plug-in

RS-typische schwarze Akzente verleihen der Limousine und dem Kombi des Skoda Octavia RS iV einen kraftvollen Auftritt.
Foto: Skoda
Lifestyle 5 Min. 16.04.2021
Fahrbericht

Die RS-Variante des Skoda Octavia als Plug-in

Marc WILLIERE
Marc WILLIERE
Zu Geburtstag gab es für die RS-Version des Skoda Octavia einen Plug-in-Hybridantrieb. Damit beginnt für die RS-Familie eine neue Ära.

Das achte Modell der Marke Skoda nach dem Zweiten Weltkrieg – daher auch der Name Octavia (lateinisch: „die Achte“) – schreibt seit nunmehr über 60 Jahren Geschichte. Robustheit und Zuverlässigkeit zeichnen aber nicht allein die zwischen 1959 und 1971 gebauten 360.000 Fahrzeuge aus. Auf dieselbe legendäre Typenbezeichnung und ähnliche Eigenschaften greift auch die erste Generation der modernen Neuauflage ab April 1996 zurück, die zum Synonym der inzwischen in den Volkswagen-Konzern eingegliederten Marke aus Mlada Boleslav werden sollte.

Die vierte Generation

Zum runden Geburtstag vor zwei Jahren ließen die Tschechen bereits die vierte Octavia-Generation vorfahren. Und spendierten gleichzeitig der sportlichen RS-Version, die Skoda ebenfalls als Limousine und als Kombi anbietet, erstmals einen Plug-in-Hybridantrieb. Er komplettiert das aus Diesel- und Benzinmotoren sowie Aggregaten mit Erdgas und Mild-Hybridtechnologie bestehende Antriebsportfolio des Markenbestsellers. Zudem profitiert der Skoda Octavia RS iV von sämtlichen Weiterentwicklungen der aktuellen Generation mit gewachsenem Platzangebot, mehr Komfort, hoher aktiver und passiver Sicherheit und modernen Konnektivitätsfeatures.

Mit dem Plug-in-Hybrid beginnt für die RS-Familie eine neue Ära. Im sportlichen Topmodell bündeln ein 1,4-Liter-TSI-Benziner mit 110 kW (150 PS) Leistung und ein 85 kW (115 PS) starker Elektromotor ihre Power zu einer Systemleistung von 180 kW (245 PS). Das maximale Drehmoment erreicht in dieser Konfiguration einen Wert von 400 Nm. Der Kompaktsportler realisiert den Spurt von 0 auf 100 km/h in 7,3 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 225 km/h.

Der Kompaktsportler realisiert den Spurt von 0 auf 100 km/h in 7,3 Sekunden.

Seinem sportlichen Namen wird der Octavia RS stets gerecht. Dafür muss er nicht zwingend in den gleichnamigen Modus geschaltet werden. Noch beeindruckender sind indes sein kraftvoller Antritt und seine Fahrleistungen, wenn die nachhaltige Performance-Variante mit direkterer Progressivlenkung und RS-typisch abgestimmtem Sportfahrwerk ihr gesamtes Potenzial so richtig ausspielen darf. Besonders beim Anfahren und auch beim Zwischenspurt profitiert er vom Elektro-Boost. Seinen Druck aufs Gaspedal muss der Fahrer dabei aber etwas dosieren, will er nicht die Aufmerksamkeit seiner Umgebung mit einem Kavaliersstart erregen. Vom künstlich erzeugten röhrenden Motorsound bleibt sie indes verschont; er ist ausschließlich für die Ohren der Insassen bestimmt.

Dass sich eine sportlichere Fahrweise auch in den Verbrauchswerten widerspiegelt, darf nicht verwundern. Durchschnittlich 4,6 Liter Treibstoff genehmigt sich der Octavia dem Bordcomputer zufolge nach 250 zurückgelegten Kilometern. Im Datenblatt des Herstellers steht dagegen ein kombinierter Normverbrauch von 1,2 beziehungsweise 1,3 Liter pro 100 km. Der kombinierte Stromverbrauch beträgt 11,2 kWh bei der coupéhaften Limousine und 11,4 kWh pro 100 km beim großzügigen Kombi.

Im neu gestalteten Innenraum bietet der starke Alltagssportler viel Platz und eine neu konzipierte Instrumententafel.
Im neu gestalteten Innenraum bietet der starke Alltagssportler viel Platz und eine neu konzipierte Instrumententafel.
Foto: Skoda

Die iV-Variante verfügt neben der im Kofferraum platzierten klassischen 12V-Starterbatterie über eine 130 Kilogramm schwere Lithium-Ionen-Hochspannungsbatterie mit einem Energiegehalt von 12,8 kWh. Skoda verspricht eine emissionsfreie Reichweite von bis zu 63 Kilometern im WLTP-Zyklus. Bei bedachter Fahrweise im Eco-Modus waren wir mit dem Kombi 51 Kilometer rein elektrisch unterwegs, bevor sich der Benziner wieder zuschaltete.

Der Ladeanschluss versteckt sich hinter einer Klappe im vorderen Kotflügel auf der Fahrerseite, die sich per Knopfdruck in der Türverkleidung öffnen lässt. Ansonsten unterscheidet sich der Octavia iV von den Modellen mit reinen Verbrennungsmotoren lediglich durch den fünf Liter kleineren 40-Liter-Benzintank, die iV-Plakette an der Heckklappe sowie das zehn Zoll große Display mit einem iV-Begrüßungslogo.

Attraktiv verpackte Größe

Mit einer Länge von 4.702 Millimetern ist der Octavia auch als elektrifizierter Kompaktsportler 19 Millimeter länger geworden (der Kombi ist um 22 Millimeter gewachsen) und hat in der Breite 15 Millimeter auf 1.829 Millimeter zugelegt. Beim Volumen des größten Kofferraums der Fahrzeugklasse kann der Stromer aber nicht ganz mithalten: Statt 600 (Limousine) beziehungsweise 640 Litern (Kombi) muss er sich mit jeweils 150 Liter weniger Stauraum begnügen.


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Traditionell präsentiert sich das RS-Modell auch optisch ein bisschen dynamischer als die zivile Variante. Optische Glanzpunkte setzen die spezifischen Front- und Heckschürzen mit Akzenten in Schwarz. Die scharf gezeichneten, flacheren Scheinwerfer bieten serienmäßig LED-Technik für Abblend-, Fern- und Tagfahrlicht. Auch die Rück-, Brems- und Nebelschlussleuchten sind in LED-Technologie ausgeführt. Ebenfalls in Schwarz gehalten sind die Außenspiegelkappen und die Fensterrahmen. Hinter den ebenfalls schwarzen 18- oder 19-Zoll-Leichtmetallrädern sind die Bremssättel als besonderer Blickfang in RS-typischem Rot lackiert.

Entsprechend der Fahrzeuggröße sind auch die Platzverhältnisse im überwiegend in Schwarz gehaltenen Interieur weiter gewachsen. Kleine farbliche Akzente setzen die RS-Logos am neu gestalteten Multifunktionssportlenkrad und an den Sportsitzen sowie die Ziernähte im typischen Rot. Dekorleisten in Karbonoptik und Pedale im Aluminiumdesign runden den sportlichen Eindruck ab.

Premiere in einem Skoda hat das Head-up-Display. Beim ebenfalls optionalen schlüssellosen Fahrzeugzugang lässt sich das Fahrzeug nun an allen vier Türen öffnen. Für die Bedienung des Sechs-Gang-Direktschaltgetriebes, die die Fahrstufenauswahl des Fahrers elektronisch an das Getriebe überträgt, nutzt der Octavia als erster Skoda überhaupt die Shift-by-Wire-Technologie: Den DSG-Wählhebel ersetzt in der Mittelkonsole ein neues Bedienmodul mit einer kleinen Wippe für die Auswahl der Fahrstufen sowie einer Taste für den Parkmodus. Die Preise für die elektrifizierte sportliche Topversionen des Skoda Octavia starten bei 40.880 Euro.

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