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Ein Fiesta für alle Fälle
Lifestyle 3 Min. 28.05.2018 Aus unserem online-Archiv

Ein Fiesta für alle Fälle

Der Ford Fiesta ST – die dritte Generation ist als Drei- und Fünftürer im Angebot – kombiniert sportliches Fahrvergnügen mit alltagstauglichen Komforteigenschaften.

Ein Fiesta für alle Fälle

Der Ford Fiesta ST – die dritte Generation ist als Drei- und Fünftürer im Angebot – kombiniert sportliches Fahrvergnügen mit alltagstauglichen Komforteigenschaften.
Foto: Ford
Lifestyle 3 Min. 28.05.2018 Aus unserem online-Archiv

Ein Fiesta für alle Fälle

Marc WILLIERE
Marc WILLIERE
Für Ford hat der Fiesta einen besonderen Stellenwert: Nicht weniger als sieben Baureihen umfasst der Kölner Kleinwagen inzwischen. Die beiden letzten Modelle wurden für das Gelände bzw. die Rennstrecke getrimmt.

Der schnuckelige Kleinwagen, als der der Fiesta vor nunmehr 42 Jahren debütierte, hat in der inzwischen achten Generation mächtig zugelegt. So wie bereits das Basismodell zum Jahresanfang legt jetzt auch der neu aufgelegte ST die Latte nochmals höher.

Dass Ford gerade sein Performance-Team mit der Entwicklung der dritten Generation des ST beauftragte, kommt nicht von ungefähr. Der sportliche Fiesta sollte seinem Namen entsprechend auch sämtlichen Anforderungen für sportliches Fahren in allen Bereichen entsprechen. "In die Entwicklung des neuen Ford Fiesta ST konnten wir viele Dinge einfließen lassen, die wir mit dem Ford Focus RS und dem Ford GT gelernt haben. Jetzt setzt der Ford Fiesta ST in seinem Segment neue Maßstäbe (…)", betont dann auch Direktor Leo Roeks von Ford Performance Europa nicht ohne berechtigten Stolz.

Bis auf kleine Details am unteren Lufteinlass hat sich der ST optisch nur geringfügig im Vergleich zur Basis verändert. Auch der dezente Spoiler über der Heckscheibe macht keineswegs auf Effekthascherei.

Unter seinem Blech indes wartet der kleine Kölner mit gewaltigen Neuerungen auf, die ihn zu einem "hochemotionalen Stück Technik" machen. Für eine verbesserte Traktion und ein leichteres Herausbeschleunigen aus Kurven sorgt ein optionales Sperrdifferenzial für die angetriebene Vorderachse. An der Hinterachse kommt die von Ford entwickelte "Force Vectoring"-Technologie zum Einsatz, die für ein noch besseres Einlenkverhalten und noch agilere Richtungswechsel mit präziser Rückmeldung sorgt. Das straffe Fahrwerk, die üppig dimensionierten Bremsen sowie die Servolenkung mit direkter Übersetzung betonen den sportlichen Charakter des ST weiter.

Kleiner Renner

Herausragendstes Merkmal des neuen Fiesta ST ist aber sein neu entwickelter EcoBoost-Turbobenziner. Der "Rückschritt" von vier auf drei Zylinder sowie von 1,6 auf 1,5 Liter Hubraum klingt zwar nach Downsizing, bedeutet aber keineswegs weniger Leistung: Der Neuling leistet 147 kW (200 PS) bei 6 000 Touren, und sein maximales Drehmoment von 290 Nm liegt konstant zwischen 1 600 und 4 000 U/min an. Der als Drei- und Fünftürer erhältliche kleine Renner beschleunigt in 6,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 232 km/h.

Der ordentliche Fahrspaß geht aber nicht mit einem übertriebenen Verbrauch einher. Laut Hersteller begnügt sich der Fiesta ST mit sechs Liter Treibstoff, die allerdings nicht erreicht werden, wenn man den Ansprüchen der Sportikone auch tatsächlich gerecht wird. Um die neun Liter sind da schon realistischer. Seine relative Sparsamkeit verdankt der ST seiner Zylinderabschaltung: Ist beim komfortablen Cruisen weniger Leistung erfordert, sind nur mehr zwei Zylinder im Einsatz. Ab- und Zuschaltung sind für den Fahrer nicht wahrnehmbar, helfen aber, den Kraftstoffverbrauch um bis zu zehn Prozent zu senken.

Auch akustisch unterstreicht der Fiesta ST seine sportlichen Ansprüche – entsprechende Elektronik versorgt das Ohr mit dem genussvollen Sound von noch mehr Pferdestärken unter der Haube. Effektive Sportlichkeit verdankt der kleine Ford seinen der Rennstrecke angepassten Fahrdynamik-Programmen sowie seinen ebenfalls drei ESP-Optionen. Für den Einsatz auf abgesperrten Strecken ist zudem auf Wunsch eine Launch Control erhältlich. Im Interieur bleibt der ST größtenteils identisch mit dem Standard-Fiesta. Zusammen mit Recaro entwickelte Sportsitze und das unten abgeflachte Lederlenkrad sind exklusiv dem kleinen Ford-Sportler vorbehalten.

Die fünftürige Limousine Fiesta Active kommt serienmäßig mit Crossover-Body-Kit und 17-Zoll-Leichtmetallrädern daher. Ihre Motorenpalette umfasst vier Benziner und zwei Diesel.
Die fünftürige Limousine Fiesta Active kommt serienmäßig mit Crossover-Body-Kit und 17-Zoll-Leichtmetallrädern daher. Ihre Motorenpalette umfasst vier Benziner und zwei Diesel.
Foto: Ford

Mehr Schein als Sein

Die auf Offroad getrimmte Fiesta-Variante Active fährt als erstes Mitglied einer neuen Crossover-Modellfamilie vor. Mit ihr wollen die Kölner den ständig wachsenden Kreis der SUV-Kunden bedienen, die auf schlechten Wegen ebenso sicher unterwegs sein möchten wie im Stadtverkehr oder auf der Autobahn. Gleiches wird auch noch dem Ka+ und dem Focus widerfahren.

Optisch fällt die um 19 Millimeter erhöhte Karosserie auf. Auch die Spur des Active wurde im Vergleich zum Standard-Fiesta einen Zentimeter breiter. Verändert wurden zudem der untere Kühlergrill sowie die Nebelscheinwerfer. Der angedeutete Unterbodenschutz an Front und Heck sowie die Plastikbeplankung an den Radläufen und an den Seitenschwellern sorgen zwar für ein kraftvolleres Design, machen den Fiesta damit aber nur bedingt für den Einsatz abseits befestigter Wege tauglich.

Außer der höheren Sitzposition fährt sich der Active kaum merklich anders als das Basismodell. Die Motorenpalette wurde hingegen leicht reduziert; der 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner sowie der 1,5-Liter-Vierzylinder-Diesel sind erst mit Leistungsstufen ab 63 kW (85 PS) im Angebot.

Die erweiterte Ausstattung der neuen Fiesta-Varianten schlägt auch mit höheren Preisen zu Buche: Für den Active sind 18 275 Euro fällig (knapp 4 000 Euro mehr als für das Basismodell), während Ford für den ST 22 239 Euro berechnet.


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