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Ein echter Europäer
Lifestyle 1 3 Min. 20.07.2018 Aus unserem online-Archiv

Ein echter Europäer

Der neue Kia Ceed wirkt deutlich athletischer als die Vorgänger-Generationen.

Ein echter Europäer

Der neue Kia Ceed wirkt deutlich athletischer als die Vorgänger-Generationen.
Foto: Kia
Lifestyle 1 3 Min. 20.07.2018 Aus unserem online-Archiv

Ein echter Europäer

Marc BOURKEL
Marc BOURKEL
Der cee'd ist Geschichte. Mit der dritten Generation seines Bestsellers führt Kia eine neue Schreibweise für sein Kompaktmodell ein. Dieses soll fortan als Ceed die Position der Koreaner im hart umkämpften C-Segment weiter stärken.

Die Modellbezeichnung ändert leicht, die Bedeutung bleibt die gleiche. Ob cee'd oder Ceed, der Name steht laut Kia wie gehabt für „Community of Europe, with European Design“ – also für ein Auto mit europäischem Design für die europäische Gemeinschaft. Denn auch der neue Ceed ist ein waschechter Europäer. Der Kompaktwagen wurde wie schon die Vorgängermodelle im Kia-Designzentrum in Frankfurt am Main entworfen, im markeneigenen Forschungs- und Entwicklungszentrum in Rüsselsheim entwickelt und läuft im Kia-Werk Zilina in der Slowakei vom Band.

Mit der Neuauflage ihres Bestsellers wollen die Koreaner den europäischen Platzhirschen noch stärker auf die Pelle rücken. Kia hat den Ceed dafür ordentlich modernisiert und ihm einen deutlich agileren Charakter verpasst. Der 4,31 Meter lange Fronttriebler wirkt optisch deutlich sportlicher als der eher etwas biedere Vorgänger. Das liegt sowohl an den neuen Proportionen als auch am vom Kia-Flaggschiff Stinger inspirierten Design.

Einen kompletten Neuanstrich erhielt auch das Interieur. Das neue Cockpit besticht nicht nur durch hohe Materialqualität, die jener der deutschen Premiumwettbewerber quasi in nichts nachsteht, sondern auch durch eine schlankere Architektur mit frei stehendem Sieben- oder Acht-Zoll-Touchscreen auf der leicht zum Fahrer geneigten Zentralkonsole.

Obwohl der Ceed in der Länge unverändert 4 310 Millimeter misst, gibt es sowohl in der ersten als auch in der zweiten Reihe etwas mehr Kniefreiheit. Überhaupt können die Insassen an Bord des kompakten Koreaners eine Menge Komfort genießen. Auf Wunsch gibt es vorne nämlich beheiz- und belüftbare Sitze und für die äußeren Fondplätze zumindest eine Sitzheizung. Der Kofferraum mit variablem Ladeboden fasst neuerdings 395 Liter (plus 15 Liter), bei umgeklappter Rücksitzbank stehen bis zu 1 291 Liter bereit. Schwereres Gepäck lässt sich dank der um knapp neun Zentimeter niedrigeren Ladekante jetzt rückenschonender verstauen.

Welchen Stellenwert Kia dem Ceed einräumt, unterstreicht nicht zuletzt die Tatsache, dass er als erstes Fahrzeug der Marke überhaupt mit einem Stauassistenten geordert werden kann. Der sogenannte Lane Following Assist übernimmt bis Tempo 130 auf Wunsch das Beschleunigen, Bremsen und Lenken, während der Fahrer das Fahrumfeld überwacht. Weitere Assistenten, die das Leben des Ceed-Besitzers erleichtern sollen, sind unter anderem die ebenfalls optionale Geschwindigkeitsregelanlage mit Start-and-go-Funktion sowie das aufpreispflichtige Parksystem – dieses übernimmt das Einparken in Längs- und Querrichtung und in Längsrichtung auch das Ausparken.

Das ergonomisch gestaltete Cockpit des kompakten Kia-Bestsellers lässt kaum Wünsche offen.
Das ergonomisch gestaltete Cockpit des kompakten Kia-Bestsellers lässt kaum Wünsche offen.
Foto: Kia

GT-Variante startet Anfang 2019

Unter der Motorhaube geht es dafür anfangs verhältnismäßig bescheiden zu. So stehen zunächst drei Benziner und zwei Diesel im Leistungsspektrum von 73 kW (100 PS) bis 103 kW (140 PS) zur Auswahl. Topaggregat ist dabei der neu entwickelte 1,4-Liter-Vierzylinder-Benziner 1.4 T-GDI mit 103 kW (140 PS) Leistung und einem Spitzendrehmoment von 242 Nm. Er beschleunigt den Ceed im

Idealfall in 8,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h und ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h. Der Koreaner ist damit keinesfalls untermotorisiert, im direkten Wettbewerbsvergleich kann er mit besagten Werten aber nicht ganz mithalten.

Aus diesem Grund arbeitet man bei Kia mit Hochdruck an einer sportlichen – wohl mindestens 200 PS starken – GT-Variante, die bereits Anfang 2019 an den Start gehen soll. Die Voraussetzungen für einen besonders leistungsstarken Motor bringt der neue Ceed auf jeden Fall mit. Die Ingenieure in Rüsselsheim haben dem vorwiegend in Europa vertriebenen Kompaktwagen ein durchaus sportliches Fahrwerk-Setup verpasst, ohne dass dabei jedoch der Fahrkomfort zu kurz käme. Auch die Lenkung ist jetzt wesentlich direkter als noch bei den Vorgängermodellen.

Der GT wird nicht die einzige weitere Ceed-Variante bleiben. Bereits im Herbst will Kia seinen kompakten Bestseller auch wieder als Kombi anbieten. Etwa zeitgleich mit dem GT soll erstmals bei den Koreanern auch ein Shooting Brake debütieren.

Technische Daten

Motoren: ein 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner, zwei 1,4-Liter-Vierzylinder-Benziner und zwei 1,6-Liter-Vierzylinder-Diesel; Leistung: 73 kW (100 PS) bis 103 kW (140 PS); Maximales Drehmoment: 134 bis 320 Nm; Kraftübertragung: Sechs-Gang-Schaltgetriebe oder Sieben-Gang-Automatik, Vorderradantrieb; Länge x Breite x Höhe: 4 310 x 1 800 x 1 447 Millimeter; Leergewicht: 1 260 bis 1 550 Kilogramm; Kofferraum: 395 bis 1 291 Liter; 0-100 km/h: 8,9 bis 12,6 Sekunden; Höchstgeschwindigkeit: 183 bis 210 km/h; NEFZ-Verbrauch: 4,0 bis 6,4 Liter pro 100 Kilometer; CO2-Ausstoß: 104 bis 145 Gramm pro Kilometer; Preis: ab 19 239 Euro.

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