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Ego-Googlen automatisch: So funktionieren Alert-Dienste
Lifestyle 2 Min. 20.11.2015

Ego-Googlen automatisch: So funktionieren Alert-Dienste

Spezialisierte Dienste wie Alert.io durchsuchen auch soziale Medien wie Facebook, Twitter oder Instagram.

Ego-Googlen automatisch: So funktionieren Alert-Dienste

Spezialisierte Dienste wie Alert.io durchsuchen auch soziale Medien wie Facebook, Twitter oder Instagram.
Foto: dpa/tmn
Lifestyle 2 Min. 20.11.2015

Ego-Googlen automatisch: So funktionieren Alert-Dienste

Internet-Beobachtungsdienste wie Google Alerts oder Talkwalker helfen dabei, über Menschen oder Themen auf dem Laufenden zu bleiben - ganz automatisch. Die Einrichtung ist meist sehr einfach, doch für gute Ergebnisse kommt es auf die Feinjustierung an.

(dpa/tmn) - Wer neugierig ist, was im Internet so über ihn geschrieben wird, kann seinen Namen in eine Suchmaschine tippen - immer und immer wieder. Doch es gibt zeitsparende Alternative zum Ego-Googlen: die sogenannten Alerts: Richtet man diese ein, erhält man eine Mail, sobald neue Treffer zum eigenen Namen irgendwo im Netz auftauchen. Dienste wie Google Alerts machen es möglich.

Alert-Dienste helfen aber auch dabei, über Themen auf dem Laufenden zu bleiben - vorausgesetzt man gibt wie bei der gewöhnlichen Netzsuche einen möglichst präzisen Suchbegriff an. Je nach Einstellung informieren die Dienste einen dann wöchentlich, täglich oder noch öfter per Mail oder RSS-Feed, wenn es etwas Neues gibt. Neben Google Alerts tummeln sich mittlerweile viele andere Anbieter auf dem Markt der Netz-Beobachtung. Privatnutzern genügen in der Regel die kostenlosen Versionen.

Viele Alert-Dienste bedienen Lücken, die Google mit seinem Dienst nicht oder nicht mehr ausreichend abdeckt. Oft fehlen in den Google-Alerts einige neue Nachrichtenquellen, auch die Social-Media-Kanäle deckt Google nicht gut ab.

Alternativen

Das hat auch Sebastian Brinkmann beobachtet, Betreiber von „Journalisten-tools.de“: „Wenn man nur auf Google Alerts setzt, dann geht einem immer etwas durch die Lappen. Deshalb sollte man immer mehrere Dienste nutzen.“ Google-Alternativen seien unter anderem Talkwalker oder Kuerzr. Und wer auch soziale Medien wie Facebook, Twitter oder Instagram im Auge behalten will, der sollte auch spezialisierte Dienste wie Alert.io oder Topsy nutzen.

Auch Themen, die einen interessieren, die aber eher selten in den überregionalen Medien auftauchen, lassen sich mit Hilfe von Alerts gut verfolgen, erläutert Brinkmann. „Wenn man nicht die komplette Lokalzeitung durchforsten will, dann ist das sehr praktisch.“ Für die Jobsuche empfiehlt er aber, auf speziellen Jobportalen zu suchen.

Suchbegriff eingeben und auf Mails warten: Ist es wirklich so einfach? Eher nicht. „Es ist wichtig, bei der Begriffswahl so präzise wie möglich zu sein“, rät Timm Lutter vom IT-Verband Bitkom. Es verhält sich wie mit der normalen Internetsuche: Wer unpräzise Angaben macht, erhält auch Treffer, die eigentlich nicht für ihn relevant sind.

Lutter rät daher zum Einsatz von Operatoren, die man auch von Suchmaschinen kennt. „Mit dem Minuszeichen können etwa Suchbegriffe ausgeschlossen werden, mit Anführungszeichen wird nur die exakte Wortgruppe gesucht.“ Zudem bieten die Alert-Dienste meist eigene Einstellmöglichkeiten.

Genaue Suche

„Je spezifischer die Suche, desto besser“, sagt auch Brinkmann. Er empfiehlt, mehrere Dienste auf ein Thema oder einen Suchbegriff anzusetzen, um nichts zu verpassen - etwa Google Alerts, Talkwalker und Alerts.io. Wem das zu umständlich ist, dem rät er: „Mehrere Dienste einige Wochen mit einem Suchbegriff ausprobieren.“ Dann zeige sich, welcher Dienst für einen persönlich die besten Ergebnisse ausspuckt. Denn: „Es kommt auf die Suchbegriffe an“, betont Brinkmann. Je nach Wortgruppe liefere ein Dienst bessere Ergebnisse als der andere.

Beispiel Thomas Müller: Wer heißt wie der deutsche Fußball-Nationalspieler, aber trotzdem verfolgen will, was über ihn im Netz auftaucht, muss die Suche verfeinern. Sonst bekommt er nur Treffer mit Seiten, auf denen der Sportstar auftaucht. Das funktioniert über begriffliche Eingrenzung oder Erweiterung mit Minus- und Pluszeichen, etwa: „Thomas Müller“ -Fußball +Wohnort. Auch eine Plus-Ergänzung um den eigenen Beruf ist oft hilfreich.


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