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Düfte im Test: Vom Winde verweht
Lifestyle 3 Min. 23.09.2019

Düfte im Test: Vom Winde verweht

Der Herbst stellt sich in seinen schönsten Farben dar.

Düfte im Test: Vom Winde verweht

Der Herbst stellt sich in seinen schönsten Farben dar.
Foto: Shutterstock
Lifestyle 3 Min. 23.09.2019

Düfte im Test: Vom Winde verweht

Die Lifestyle-Redaktion stellt fünf neue Herrendüfte vor, die mit würzigen und frischen Noten den Herbst ein wenig angenehmer gestalten.

„L'Eau d'Issey Wood & Wood“ von Issey Miyake

„L'Eau d'Issey Wood & Wood“ von Issey Miyake
„L'Eau d'Issey Wood & Wood“ von Issey Miyake
Foto: Hersteller

(NW) - Frisch und dennoch warm und durch seine Holznoten angenehm sanft: „L'Eau d'Issey pour Homme Wood & Wood“ (100 ml um 93 Euro) überrascht vom ersten Aufsprühen an mit einem harmonischen Eindruck. Wenn auch die frischen Zitrusnoten mit einem Hauch Grapefruit zunächst erwartungsgemäß überwiegen, kann man nicht von einer Dominanz einzelner Essenzen sprechen. Anders als das häufig der Fall ist, treten die Kopfnoten nicht separat hervor, sondern sind mit den Holznoten aus Zeder, Sandelholz und Kardamom verbunden. Bei „Wood & Wood“ ist es gelungen, klassische Elemente eines Herrendufts mit zeitgemäßer Frische zu kombinieren. Ein Duft, der schlichtweg guten Geschmack versprüht und zu jeder Tageszeit tragbar ist. Für mich ein Highlight unter den Herrenparfums im mittleren Preissegment. 

Kopf: Grapefruit, Kardamom

Herz: Aprikose, Sandelholz, Ambroxan, Virginiazeder

Basis: Vetiver, Patschuli, Holznoten

„Craftsman“ von Tabac Original 

„Craftsman“ von Tabac Original
„Craftsman“ von Tabac Original
Foto: Hersteller

(NW) - Er boxt in seiner Bretterbude, fährt mit dem Motorrad durch wüste Landschaften und ist bei der Geburt seines Kindes anwesend: Für den Spot, der die Duftneuheit „Craftsman“ (50 ml um 25 Euro) bei ihrer Markteinführung unterstützten soll, hat man an Klischees nicht gespart. Dem Duft selbst kann man wenig vorwerfen. Die Aromen-Manufaktur Mäurer & Wirtz hat die neue Komposition in Referenz an „Tabac Original“ zeitgemäß umgesetzt. Etwas weniger komplex und leichter als der Klassiker von 1959 wirkt das Eau de Toilette durch einen mit schwarzem Pfeffer verstärkten Zitrusakkord, Vetiver, Patschuli und ledrige Noten. Als bleibender Eindruck überwiegt eine Süße, die weniger zum kernigen Abenteurer als zu einem Herren passt, der schlichtweg Wert auf ein gepflegtes Auftreten legt. 

Kopf: Grapefruit, Bergamotte, schwarzer Pfeffer

Herz: Lavendel, Tonkabohne

Basis: Vetiver, Patschuli, Ledernoten 

„Sauvage Parfum“ von Dior

„Sauvage Parfum“ von Dior
„Sauvage Parfum“ von Dior
Foto: Hersteller

(NW) - Es ist noch immer Johnny Depp, der am Lagerfeuer in texanischer Dürre sitzend Lust auf „Sauvage“ macht. Die Neuheit der Duftfamilie, die bereits 2015 lanciert wurde, wird nun durch ein reichhaltiges Parfum (60 ml um 100 Euro) ergänzt. François Demachy, der in Grasse aufgewachsene Parfumkreateur von Dior, der, übrigens 1990 noch für Chanel arbeitend, den Bestseller „Égoïste“ entwickelte, krönt seine „Sauvage“-Duftfamilie mit einem Duft, der für erschwinglichen Luxus steht – auch, weil es einige natürliche Ingredienzen wie Sandelholz aus Sri Lanka in den Flakon geschafft haben sollen. Verglichen mit dem 2018 lancierten „Eau de Parfum“ wirkt das Parfum milder und „öliger“, balsamisch-holzig-zitrisch. Der passende Duft für einen kühlen Abend mit einem guten Cognac am Kamin. 

Kopf: Bergamotte, Elemiharz, Mandarinorange

Herz: Sandelholz

Basis: Tonkabohne, Weihrauch, Olibanum, Vanille 

„Bvlgari Man – Wood Neroli“ von Bvlgari  

„Bvlgari Man – Wood Neroli“ von Bvlgari
„Bvlgari Man – Wood Neroli“ von Bvlgari
Foto: Hersteller

(NW) - Die Neuheit unter den Bvlgari-Herrendüften ist rein äußerlich am grünlichen Inhalt des massiven, für große Männerhände gefertigten Glasflakons erkennbar. Der an grünen Tee erinnernde Inhalt eröffnet beim Aufsprühen mit einem starken Eindruck von Bergamotte und Neroli, gefolgt von sanfteren Nuancen, die durch Zeder und Nagarmotha geprägt sind. Nagarmotha, eine derzeit eher seltener verwendete Duftkomponente aus den Wurzeln des indischen Nussgrases, das der Überlieferung zufolge „Erfolg in der Liebe verspricht“, dürfte zu den Elementen zählen, mit denen sich „Bvlgari Man – Wood Neroli“ (60 ml um 76 Euro) von ähnlich angelegten Herrenparfums abhebt. Verschiedene holzige Noten runden den Gesamteindruck harmonisch ab. Eine willkommene Abwechslung für weniger festgelegte Duftliebhaber. 

Kopf: Bergamotte, Neroli

Herz: Orangenblüte, Virginiazeder, Nagarmotha

Basis: Weißer Moschus, Ambra, Holznoten 

„Le Beau“ von Jean Paul Gaultier   

„Le Beau“ von Jean Paul Gaultier
„Le Beau“ von Jean Paul Gaultier
Foto: Hersteller

(mij) - Jean Paul Gaultier hat sich – mag man dem Pressetext glauben – für kurze Zeit in eine gottgleiche Gestalt verwandelt, der in seinem Garten Männer und Frauen aufeinandertreffen lässt. Um diese gelungene Paarung zu zelebrieren – auch hier sei der Text zitiert – kreierte er zwei Düfte, „La Belle“ und „Le Beau“, stellvertretend für Adam und Eva, die gemeinsam ein harmonisches Ganzes erge-ben. Nunja, der Damenduft „La Belle“ versprüht mit überbordender Birne und Vanille nur wenig Harmonie. Der Auszug aus dem Paradies ist damit gewiss. „Le Beau“ (75 ml um 81 Euro) macht es ein wenig besser: Die Herznote – das Kokospalmenholz – übernimmt die Führung, die frische Bergamotte hat gegen diese Dominanz keine Chance. Ein wenig Tropenduft, ein wenig Weihnachtsgebäck – ein Eau de Toilette für die ganz süßen Jungs. 

Kopfnote: Bergamotte

Herznote: Kokospalmenholz

Basis: Tonkabohne 


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