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DS 7 Crossback Hybrid: Alleskönner auf hohem Niveau

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DS 7 Crossback Hybrid: Alleskönner auf hohem Niveau

DS 7 Crossback Hybrid: Alleskönner auf hohem Niveau

DS 7 Crossback Hybrid: Alleskönner auf hohem Niveau


von Teddy JAANS/ 18.04.2021

Foto: Gerry Huberty

Drei Jahre nach seiner Vorstellung wird das Kompakt-SUV DS 7 Crossback in zwei Hybridvarianten angeboten. Damit richtet es sich an technikbegeisterte Zeitgenossen mit einem Sinn für französisches Flair , feine Details und Umwelt. Wir konnten den 225 PS leistenden Plug-in ausgiebig Probe fahren.

Bei der ersten Kontaktaufnahme erklärt ein Mitarbeiter der Niederlassung uns ausgiebig über Infotainment, Bedienung und Extras auf – und das ist auch gut so: Die höchste Ausstattungsstufe „Louvre” ist so komplett ausgestattet, dass einem fast schwindelig wird. Dafür bleiben keine Wünsche offen. Der Citroën-Edel-Ableger DS Automobiles hat – basierend auf der Ausstattungslinie „Grand Chic” einen edlen Salon auf die 20-Zoll-Räder gestellt, dem es ausstattungsmäßig an rein gar nichts fehlt. „Louvre”-Logos erinnern innen wie außen an die Partnerschaft mit dem berühmten Museum.

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Zwei Herzen
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Foto: Gerry Huberty

Die 225 PS starke Hybridversion überzeugt mit ihrem Fahrkomfort. Wer auf Bleifußorgien verzichtet, wird mit einer Ruhe verwöhnt, die immer wieder begeistert. Vorrangig fährt der DS 7 die 13,2 kWh fassende Lithium-Batterie leer. Selbst zügige Autobahnfahrten lassen sich rein elektrisch absolvieren, die 320 Newtonmeter schieben auch bei 130 km/h noch ausreichend an. Wer will, kann den Alltag also komplett ohne fossile Brennstoffe bewältigen.

Nach rund 40 Kilometern (offiziell 52) überimmt der 1,6-Liter-Benziner die Energieaufbereitung, wobei der 110 PS starke Elektromotor auch dann noch Hilfe leistet und etwaige Anfahrschwächen elegant ausbügelt. Beide Motoren schieben ihr Drehmoment in ein Achtgang-Automatikgetriebe. Somit gibt sich der 1,8 Tonnen schwere Franzose leichtfüßig und erlaubt auch zügige Passagen auf kurvigen Landstraßen.

Die Energieströme werden auf Wunsch im Mitteldisplay angezeigt.
Die Energieströme werden auf Wunsch im Mitteldisplay angezeigt.
Foto: Gerry Huberty

Der durch die im Unterboden verbauten Akkus niedrig liegende Schwerpunkt lässt den DS7 angenehm wankungsfrei um Ecken und Kanten fahren. Man hat sich in Frankreich offenbar auch im Luxussegment von weichen Fahrwerken verabschiedet. Der Kompakt-SUV vermittelt guten Kontakt zum Straßenbelag, wozu auch die angenehm direkte Lenkung mit guter Rückmeldung beiträgt. Die Sitze für Fahrer und Beifahrer geben guten Seitenhalt, sie könnten etwas enger geschnitten sein, aber das ist Mäkeln auf hohem Niveau.

Die Detailverliebtheit der Franzosen ist groß - bis hin zur Analoguhr auf dem Armaturenbrett.
Die Detailverliebtheit der Franzosen ist groß - bis hin zur Analoguhr auf dem Armaturenbrett.
Foto: Gerry Huberty

Mehrere Fahrprogramme stehen zur Verfügung, wobei man letztlich meist im klassischen Hybridmodus unterwegs ist, weil er schlichtweg der ausgeglichenste ist. Im Sportmodus meldet sich der Benziner zu Wort und der Wagen spricht leichter auf Gaspedalbwegungen an. Große Unterschiede konnten wir allerdings nicht feststellen. Die Akkus können in knapp 45 Minuten während der Fahrt wieder aufgeladen werden. Praktisch, wenn zum Abschluss einer Reise etwa einige Kilometer emissionsfrei absolviert werden müssen. 

In der Praxis geschieht das Nachladen wohl eher an der heimischen Steckdose oder Wallbox. Sehr angenehm ist die Möglichkeit, die Rekuperationswirkung des E-Motors über den Getriebewählhebel zu verstärken. Damit lässt sich der Wagen bei vorausschauender Fahrweise so verzögern, dass kaum Bremseingriffe nötig sind.

Der Arbeitsplatz des Fahrers (oder der Fahrerin) ist edel und hochwertig verarbeitet.
Der Arbeitsplatz des Fahrers (oder der Fahrerin) ist edel und hochwertig verarbeitet.
Foto: Gerry Huberty

Den Spurt von 0 auf 100 km/h erledigt der Franzose in 8,9 Sekunden, bei 225 km/h ist Schluss. Deutlich mehr Dynamik verspricht die allradgetriebene Variante mit 300 PS – sie hechtet in 5,9 Sekunden auf 100 km/h. In der Praxis haben wir uns mit dem Wagen nicht untermotorisiert gefühlt, ganz im Gegenteil. In Verbindung mit dem 43 Liter fassenden Tank ergibt sich eine Reichweite von 600 Kilometern.

Der Hersteller gibt einen Normverbrauch von 1,6 Litern an, wobei die elektrische Energie nicht eingerechnet ist. Fakt ist aber, dass die meisten alltäglichen Fahrten mit Strom erledigt werden können und der DS 7 auch als vollwertiger Reisewagen für die Urlaubsfahrt herhält. Im Test luden wir die Lithium-Batterie versuchsweise während der Fahrt wieder völlig auf und kamen trotz zügiger Fahrweise nach 200 Kilometern auf einen Verbrauch von knapp sieben Litern – für ein Fahrzeug dieser Kategorie mehr als respektabel.

Im Heck lässt es sich dank verstellbarer Rücksitzlehne bequem reisen.
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Im Alltag
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Im Heck lässt es sich dank verstellbarer Rücksitzlehne bequem reisen.
Foto: Gerry Huberty

Ein gehöriges Lob verdient die Citroën-Nobelmarke für das große Mitteldisplay. Selten erlebt man eine solch gestochen scharfe Darstellung etwa der Navigationsdaten oder der Bilder aus der Rückfahrkamera. Etwas Eingewöhnung bedarf die Handhabung der Bedienungsmenüs. Der Fahrer blickt auf zwei volldigitale Schirme, die sich individuell konfigurieren lassen. Dass das Armaturenbrett mit Leder und Weichplastik überzogen ist, bestätigt den positiven Gesamteindruck.

Unter der elektrisch angetriebenen Heckklappe stehen zwischen 555 und 1.752 Liter Ladevolumen zur Verfügung. Somit passt das Reisegepäck von vier Personen ebenso in den Kofferraum wie der ausgedehnte IKEA-Einkauf. Die tadellose Verarbeitung macht auch hier nicht Halt: Selbst der doppelte Ladeboden ist mit Teppich ausgekleidet, klappert nicht und bietet Platz für weniger oft benötigten Bordkram. Dass man dem DS 7 eine elektrisch in der Neigung verstellbare Rücksitzbank spendiert hat, kommt dem Reisekomfort in der zweiten Reihe zugute.

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Fazit
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Foto: Gerry Huberty

Wer das Besondere sucht, designtechnische Spielereien zu schätzen weiß und ein Auge für Feinheiten hat, ist mit dem DS 7 gut bedient. Sein Antriebskonzept ist aufwändig, zeigt jedoch, dass Komfort und Umweltbewusstsein durchaus vereinbar sind. 

Und Zeitgenossen, die auch mal längere Fahrten ins Visier nehmen, müssen sich über Ladestationen und Reichweite keine Gedanken machen. Bei Bedarf schluckt der Franzose auch Benzin – bei immer noch verhaltenem Durst.

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