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Drei auf einen Schlag
Viel sportliches Temperament: Hinter dem klassisch-eleganten Äußeren im markenspezifischen Design verbirgt der Seat Exeo kraftvolle Motoren mit Direkteinspritzung und/oder Turboaufladung.

Drei auf einen Schlag

Seat
Viel sportliches Temperament: Hinter dem klassisch-eleganten Äußeren im markenspezifischen Design verbirgt der Seat Exeo kraftvolle Motoren mit Direkteinspritzung und/oder Turboaufladung.
Lifestyle 3 Min. 15.03.2012

Drei auf einen Schlag

Marc WILLIERE
Marc WILLIERE
Seat will wachsen und geht auf der Suche nach neuen Kunden gleich drei neue Wege: Mit dem Exeo steigt der spanische Konstrukteur nicht nur in die nächsthöhere Klasse auf. Seine Mittelklasse-Limousine lässt er zudem als Stufenheck vorfahren und hat erstmals auch Common-Rail-Diesel im Angebot. Mehr als nur Pate stand dabei ein Erfolgsmodell aus dem Volkswagen-Konzern.

Von Marc Willière

Seat will wachsen und geht auf der Suche nach neuen Kunden gleich drei neue Wege: Mit dem Exeo steigt der spanische Konstrukteur nicht nur in die nächsthöhere Klasse auf. Seine Mittelklasse-Limousine lässt er zudem als Stufenheck vorfahren und hat erstmals auch Common-Rail-Diesel im Angebot. Mehr als nur Pate stand dabei ein Erfolgsmodell aus dem Volkswagen-Konzern.

Der 4,60 Meter lange Exeo steht auf der Plattform des alten Audi A4. Er wird auch auf dessen ausgedienten Produktionsanlagen gefertigt, die in einer logistischen Meisterleistung mit 1 200 Lastwagenladungen aus dem bayerischen Ingolstadt ins spanische Martorell verfrachtet wurden. Obwohl Seat nur von Synergieeffekten spricht, stammen 70 Prozent des Exeo vom Audi-Original.

Auch die Karosserieform des neuen Flaggschiffs blieb aus Kostengründen größtenteils unangetastet. Lediglich die Frontpartie hat Designchef Luc Donckerwolke auf Seat-Look trimmen können. Der großzügig dimensionierte Kühlergrill und die weit in die Kotflügel gestreckten Doppelscheinwerfer greifen das mit dem neuen Ibiza eingeführte „Arrow“-Design auf. Die Frontschürze mit integrierten Lüftungsfiltern und Nebelscheinwerfern rundet die sportliche Note ab.

Sportlich nett ist auch das Heck gezeichnet mit zweigeteilten, in die Kofferraumklappe reichenden Rückleuchten sowie seitengetrennten Auspuffendrohren. Auf die sportlichen Kanten, mit denen Seat noch beim Ibiza Akzente setzte, muss der Exeo indes verzichten. In der Seitenansicht fallen lediglich die direkt auf den vorderen Türen montierten Außenspiegel auf.

Ausstattung und Sicherheit auf hohem Niveau

Dem Premium-Anspruch der Sportlimousine wird aber das Interieur des Exeo mit seinen hochwertigen Materialien gerecht. Das Armaturenbrett ist übersichtlich gestaltet, und alle Elemente sind leicht erreichbar. Die Sitze bieten sicheren Seitenhalt und die Rücksitze angemessene Platzverhältnisse. Hohe Verarbeitungspräzision und praktische Accessoires vervollständigen die mehr als komplette Ausstattung. Das in stilvollem Schwarz und Grau gehaltene Cockpit wirkt weniger aufdringlich als die Ausführung mit zusätzlichem Beige. Wer die Zierblenden in Holz-Design nicht mag, kann sie auch in Aluminium-Optik ordern.

Auf hohem Niveau liegt die aktive Sicherheit: Alle Seat Exeo werden ab Werk mit Fahrerassistenzsystemen wie ABS mit Traktions-Kontrollsystem, elektronischem Stabilisierungsprogramm ESP und hydraulischem Bremsassistenten HBA ausgestattet. Zu den serienmäßigen sieben Airbags gehört erstmalig ein Knieairbag für den Fahrer. Mit 460 Litern bietet der Kofferraum ausreichend Platz. Der Öffnungsmechanismus ist wiederum mit dem Seat-Emblem verbunden. Die hohe Ladekante und die etwas klein geratene Öffnung erschweren jedoch das Be- und Entladen.

Der neue Seat Exeo, der in den Ausstattungsvarianten Reference, Style und Sport und in 14 Karosseriefarben erhältlich ist, startet mit fünf Vierzylinder-Aggregaten: Die drei Benziner und zwei Diesel erreichen die Grenzwerte der Euro-5-Abgasnorm. Die Kraftübertragung erfolgt ausnahmslos über manuelle Sechs-Gang-Getriebe.

Der aufgeladene 1,8-Liter-Benzinmotor ist 110 kW (150 PS) stark. Das 2,0-TSI-Aggregat mit Direkteinspritzung und Turboaufladung – unlängst von Fachjournalisten mit dem Titel „Engine of the Year“ ausgzeichnet – wartet mit einer Leistung von 147 kW (200 PS) auf. Ein ebenfalls von Seat angebotener 1,6-Liter-Motor mit 75 kW (102 PS) wird aber nicht in Luxemburg eingeführt.

Mit dem Exeo feiert auch die Common-Rail-Technologie Einzug in die Motorenpalette von Seat. Die 2,0-Liter-Diesel-Direkteinspritzer mit motornah installiertem Partikelfilter aus dem VW-Regal stehen in den Leistungsstufen 105 kW (143 PS) sowie 125 kW (170 PS) zur Verfügung. Ein 88 kW (120 PS) leistender Motor wird im September zur Verfügung stehen, wenn Seat unter der Bezeichnung Exeo ST auch eine Kombiversion ihrer neuen Mittelklasse-Limousine präsentieren wird.

Der Seat Exeo wird noch in diesem Monat zu den Händlern in Luxemburg rollen. Die offizielle Markteinführung hat der Importeur aber erst für nach den Osterferien vorgesehen. Der Einstiegspreis für den 1,8-Liter-Benziner liegt bei 22 300 Euro in der Reference-Variante. Die beiden 2,0-Liter-Topmotorisierungen kosten in der Sport-Ausführung als Benziner und Diesel jeweils 26 530 Euro.


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