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Digitale Modewoche in Paris
Lifestyle 8 4 Min. 26.01.2021

Digitale Modewoche in Paris

Modehäuser wie Chanel (Foto) setzen ihre neuen Kreationen erneut als Videoformat in Szene.

Digitale Modewoche in Paris

Modehäuser wie Chanel (Foto) setzen ihre neuen Kreationen erneut als Videoformat in Szene.
Foto: Chanel/Anton Corbijn
Lifestyle 8 4 Min. 26.01.2021

Digitale Modewoche in Paris

Michael JUCHMES
Michael JUCHMES
Die derzeit in der französischen Hauptstadt stattfindende Haute-Couture-Woche spielt sich nur im Netz ab: Dort präsentieren Chanel, Dior und Co. ihre Entwürfe in teils fantasievollen Videos.

Was trägt die Frau mit großem Geldbeutel in diesem Sommer? Und welches Kleid könnte während der baldigen Award-Saison - falls sie denn stattfindet - für großes Aufsehen auf dem Red Carpet sorgen? Diese Fragen werden derzeit während der Haute-Couture-Woche in der französischen Hauptstadt beantwortet. Auf Schauen wird wie in den Vormonaten coronabedingt verzichtet - stattdessen werden die neuen Kreationen für die Frühjahr/Sommer-Saison in teils aufwändigen Videos präsentiert. Hier einige Highlights der ersten beiden Tage der Modewoche in Paris:

Chanel

Das Grand-Palais in Paris ist traditionell der Ort, an dem mehrmals im Jahr Chanel die neuen Kollektionen enthüllt. So ist es auch dieses Mal - zumindest im Video. Der Film zeigt eine nahezu leere Halle, in der die Models die neuen Kreationen, bei denen auch das obligatorische Tweed nicht fehlen darf, einem auf den Raum verteilten spärlichen Publikum präsentieren: Stars wie Marion Cotillard, Vanessa Paradis und Penélope Cruz. Den Abschluss - vor dem Auftritt von Lagerfeld-Nachfolgerin Virginie Viard - bildet eine Braut, die auf einem Schimmel in die an eine Manege erinnernde Fläche einreitet und anschließend zu einem Cover des Songs „Be my Baby“ vorbei an Stars und Models spaziert.

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Dior

Das Pariser Traditionshaus Dior setzt die fantasievollen und teils historisch anmutenden Kreationen von Chefdesignerin Maria Grazia Chiuri in einem Kurzfilm namens „Le Château du Tarot“ in Szene. Regisseur des rund 15-minütigen Kunstwerks, in dem verschiedene Tarotkarten zum Leben erweckt werden, ist Matteo Garrone, der erst kürzlich die „Pinocchio“-Geschichte erneut auf die Leinwand brachte. Ein Modemärchen, das es in dieser Form nur in Paris geben kann ...

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Schiaparelli

Die 1926 von Elsa Schiaparelli gegründete Designmarke, die 2014 nach 60-jähriger Pause erstmals wieder auf dem Haute-Couture-Kalender zu finden war, stellt im Video die Mode und ihre Macher in den Vordergrund. „Ich wollte die Vorstellung, was Couture ist oder sein sollte, infrage stellen, indem ich Mode mache, die nicht nur die Tradition des Hauses, sondern auch die Kunst dahinter respektiert - und gleichzeitig die mit diesem Bereich assoziierten Klischees aufgreift“, so der offizielle Kommentar des aus Texas stammenden Artistic Directors Daniel Roseberry. „Es sind Kleidungsstücke, die dir deinen Körper bewusst werden lassen - und dich darauf aufmerksam machen, wie du durch die Welt gehst.“

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Iris van Herpen

Die Niederländerin Iris van Herpen stellt ihre Frühjahr/Sommer-Kollektion unter das Motto „Roots of Rebirth“ (Wurzeln der Wiedergeburt). Im dazugehörigen rund neunminütigen Video präsentiert sie die gewohnt futuristisch anmutenden Kleider, deren Formensprache der Natur entlehnt ist, auf einem düsteren Laufsteg - ohne Zuschauer, nur unterlegt von atmosphärischen Electro-Klängen. 

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Giambattista Valli

Der italienische Designer Giambattista Valli, der sein Pariser Modehaus im Jahr 2005 gründete und seit 2011 offizielles Mitglied der Fédération Française de la Haute Couture ist, gilt als Meister der opulenten Abendroben. „Bei der Couture dreht es sich nicht um Dekoration“, so der 54-Jährige im Gespräch mit dem Magazin „Vogue“. „Bei Couture geht es um Volumen.“ Und davon ist bei seinen Kreationen jede Menge vorhanden. An Abnehmern seiner raumgreifenden Mode scheint es übrigens nicht zu mangeln, wie er verrät: „Ich habe einige chinesische Kundinnen, die auf der Suche nach diesem besonderen Statement-Moment sind.“ Seine Designs würden aber auch im Nahen Osten und in Europa durchaus auf Gegenliebe stoßen.

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Alexis Mabille

Der Franzose Alexis Mabille setzt auf ein nahezu effektfreies Video, um seine Designs in Szene zu setzen: traumhafte Roben, elegante Kombinationen und Kleider mit Wow-Faktor. Die Farbenskala reicht von glänzendem Gold und Silber über sanftes Braun bis hin zu zarten Rosé- und Blautönen. Zum Abschluss zeigt sich der Meister auch selbst dem Publikum vor den Bildschirmen ... fast so wie in alten Zeiten.

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Julie de Libran

Designerin Julie de Libran, die vormals unter anderem für Louis Vuitton und Sonia Rykiel arbeitete, ist zum zweiten Mal Gast der Pariser Haute-Couture-Woche. Dieses Mal präsentiert die Französin - zu sehen in einem Film, der an ein Musikvideo erinnert - eine Kollektion in Zusammenarbeit mit drei Pariser Traditionsunternehmen: Charvet, Goossens und Eres. Aus der Kooperation mit letztgenannter Marke, einem Hersteller von luxuriöser Lingerie und Bademode, entstand eine Reihe von Bustiers, Leggins, Bodysuits und Nachtkleidern, die auch als Tagesmode genutzt werden können. 

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Valentino

Mit teils äußerst futuristischen Kreationen überrascht Valentino-Designer  Pierpaolo Piccioli. Einer der Höhepunkte der Kollektion: ein kupferfarbenes, weit ausgestelltes Abendkleid. Als Kulisse der rund 18-minütigen Aufnahme diente die Galleria Colonna im Palazzo Colonna in Rom, ein prunkvoll eingerichteter Raum, der an sich schon ein Kunstwerk darstellt. 

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