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Die Schlacht ums runde Leder kann beginnen
Lifestyle 3 Min. 06.10.2015 Aus unserem online-Archiv
„FIFA 16“ vs. „PES 2016“

Die Schlacht ums runde Leder kann beginnen

PES überzeugt mit tollen Zweikämpfen auf dem Spielfeld.
„FIFA 16“ vs. „PES 2016“

Die Schlacht ums runde Leder kann beginnen

PES überzeugt mit tollen Zweikämpfen auf dem Spielfeld.
Foto: Konami
Lifestyle 3 Min. 06.10.2015 Aus unserem online-Archiv
„FIFA 16“ vs. „PES 2016“

Die Schlacht ums runde Leder kann beginnen

Und wieder laufen neue Mannschaften auf die virtuellen Rasen dieser Welt. Zwei großen Konkurrenten buhlen um die Gunst der Zocker: „FIFA“ und „Pro Evolution Soccer“. Das Rennen um die Fußballkrone könnte kaum knapper sein.

Von Matthias Probst

Kaum zwei andere Spieleserien polarisieren die Fangemeinde so, wie es „PES“ und „FIFA“ seit Jahren tun. Auf der einen Seite stehen die Anhänger von EAs lizenzstarker Simulation „FIFA“, die mit den „PES“-Jüngern von Konamis Produkt im Dauerclinch liegen. Die Streitfrage dabei: Welches Fußballspiel ist das bessere?

„PES 16“

Eine Woche vor dem Start von „FIFA 16“ durften Spieler mit ihren Mannschaften bereits Konamis Rasen in „PES 2016“ betreten. Und siehe da: Inzwischen ist die Simulation der japanischen Softwareschmiede endlich auf dem Stand der aktuellen Konsolen angekommen, was sich gleich an mehreren Punkten zeigt. Grafisch spielt man vielleicht noch nicht in der Königsklasse, aber die Modelle der einzelnen Charaktere sehen um Welten besser aus als noch in den Jahren zuvor. Bei den Nebenakteuren hat man zeitweise den Eindruck, es mit Schaufensterpuppen zu tun zu haben. Aber das tut dem Spielspaß keinen Abbruch.

Den größten Fortschritt hat „PES 16“ allerdings auf dem Spielfeld zu verzeichnen: Fühlten sich Zweikämpfe im Vorgänger immer etwas merkwürdig und kantig an, kann man nun fast nicht genug davon bekommen. Endlich entsteht wieder dieses „PES-Gefühl“, sodass sich keine Situation wie die andere anfühlt – klasse gemacht. Im Vergleich zu „FIFA“ lassen sich die Sportler allerdings etwas mehr Zeit bei der Ballannahme und beim Spielaufbau. Taktiker können daher in Ruhe ihre Strategie abspulen, was den besonderen Reiz der PES-Reihe ausmacht.

Ob Männer- oder Frauenmannschaft: bei FIFA, kann jeder sein Traumteam zusammenstellen.
Ob Männer- oder Frauenmannschaft: bei FIFA, kann jeder sein Traumteam zusammenstellen.
Foto: Ea

„FIFA 16“

Wer es etwas schneller mag, greift in diesem Jahr zu „FIFA 16“. Die Fußball-Simulation liegt in puncto Ballphysik aber hinter der Konkurrenz. Allerdings punktet EAs Titel mit allen Original-Lizenzen der verschiedenen Vereine und bringt in Sachen Atmosphäre deutlich mehr Stimmung auf dem Platz. Neu hinzugekommen sind diesmal auch zwölf Frauennationalteams. Auch wenn einige der Animationen sehr an die der männlichen Charaktere erinnern, ist dieses Feature dennoch eine nette Dreingabe.

Großen Wert legt „FIFA“ wieder auf das Erstellen eines individuellen Spitzenteams: Im „Ultimate Team“-Modus kann jeder Fan seine Traummannschaft kreieren.

Ein kleines Einführungsvideo stellt alle Neuerungen vor, was Einsteigern das Spielprinzip kinderleicht verdeutlicht. „PES 2016“ hat mit „MyClub“ übrigens ein ähnliches System am Start, das durch erfolgreiche Matches Münzen in die virtuelle Kasse spült, um den eigenen Kader mit immer wertvolleren Spielern aufzustocken.

Onlinepartien

Wenn es jedoch um Onlinepartien geht, hat „FIFA 16“ eindeutig die Nase vorne. Ob nun eine Freundschaftspartie oder gleich ein Spiel in einer der Onlineligen – „FIFA“ lässt keinen Wunsch offen und versucht bei Matches stets, gleich starke Konkurrenten zu finden.

Bei „PES 2016“ sieht die Sache leider etwas anders aus: Zwar gibt es ebenfalls virtuelle Ligen und die Möglichkeit bei „MyClub“ online zu gehen, doch das Ganze hat einen kleinen Haken: Etliche Testpartien erwecken den Anschein, dass Konami vergessen hat, die Torhüter mit einem Hirn auszustatten. Fast jeder halbwegs gezielte Schuss aus der Ferne findet den Weg ins Netz. Wenn Konami an dieser Stelle nicht nachpatcht, wird es wohl einige Kritik hageln.

Schlussendlich ist es eine reine Geschmackssache: Die bessere Ballphysik und taktisch filigranere Spielweise besitzt „PES 2016“. Im Gegensatz zum Vorjahr hat sich hier eine Menge getan, sodass man wieder auf Augenhöhe mit dem direkten Konkurrenten agiert. Mehr Atmosphäre, ein tolles Onlineerlebnis und alle Originallizenzen der Vereine – auch wenn die spanische Liga etwas im Vordergrund steht – sind eindeutig die Stärke von „FIFA 16“.

Kommt es allerdings zum Spielspaß, haben Fans beider Lager Grund zur Freude: In dieser Saison können sich die zwei Fußball-Simulationen den oberen Platz auf dem Siegerpodest getrost teilen. Für Unterhaltung während der kommenden Monate ist in jedem Fall gesorgt. Und das ist im Grunde das Wichtigste.

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