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Die S-Klasse fährt nun auch als Plug-in-Hybrid vor
Lifestyle 5 Min. 15.01.2022
Luxuriöser Doppelantrieb

Die S-Klasse fährt nun auch als Plug-in-Hybrid vor

Das vollaktive Fahrwerk der S-Klasse bietet eine sehr weite Spreizung des Fahrverhaltens – vom Komfort einer Luxus-Limousine bis hin zur Agilität eines Sportwagens.
Luxuriöser Doppelantrieb

Die S-Klasse fährt nun auch als Plug-in-Hybrid vor

Das vollaktive Fahrwerk der S-Klasse bietet eine sehr weite Spreizung des Fahrverhaltens – vom Komfort einer Luxus-Limousine bis hin zur Agilität eines Sportwagens.
Foto: Daimler AG
Lifestyle 5 Min. 15.01.2022
Luxuriöser Doppelantrieb

Die S-Klasse fährt nun auch als Plug-in-Hybrid vor

Während sich am Blechkleid des Mercedes wenig verändert hat, stecken die Abweichungen vom Vorgänger vor allem unter der Haube.

Von Marc Willière

Seit Jahrzehnten ist die S-Klasse der Image- und Technologieträger der Automarke Mercedes-Benz schlechthin. Das namensgebende Sondermodell aus Stuttgart steht aber nicht allein für automobilen Luxus. Auch technische Besonderheiten, mit denen jede neue Baureihe stets aufwartete, ließen die S-Klasse zur weltweit meistverkauften Oberklasselimousine aufsteigen. Um dem „S“ auch weiterhin gerecht werden und zugleich auf der Höhe der Konkurrenz bleiben zu können, kamen die Stuttgarter nicht umhin, ihr Flaggschiff nach seiner Neuinterpretation im Herbst 2020 auch antriebstechnisch der Neuzeit anzupassen. Und so fährt die inzwischen elfte Generation der Stufenhecklimousine nun auch als Plug-in-Hybrid vor. 

Bis auf die Typenbezeichnung am Heck unterscheidet sich der Teilzeitstromer äußerlich nicht von den S-Klasse-Modellen mit herkömmlichen Antrieben. Alle kommen wie gehabt ohne modischen Firlefanz aus. Ihr Anspruch ist vielmehr zeitlose Eleganz. Im Vergleich zum Vorgänger haben die Mercedes-Designer dann auch nur wenig am Blechkleid verändert. Nur der Kühlergrill ist größer geworden und die Scheinwerfer schmaler. Auch der Stern thront nach wie vor auf der Haube und wurde nicht im Kühlergrill integriert. 

Mehr Antriebsleistung 

Die Abweichungen befinden sich unter der Haube. Während der bislang in der S-Klasse angebotene stärkste Benziner lediglich mit einer Leistung von 320 kW (435 PS) und einem Drehmoment von 520 Nm aufwartet, fährt die Variante mit PHEV-Antrieb deutlich kraftvoller vor. Die vierte Generation des Hybridantriebs, die in der neuen S-Klasse ihre Premiere feiert, kombiniert den Sechszylinder-Reihenmotor mit 270 kW (367 PS) aus der aktuellen Motorengeneration von Mercedes-Benz mit einem E-Motor, dessen Antriebsleistung von 90 auf jetzt 110 kW (150 PS) gesteigert wurde. In den technischen Daten steht nunmehr eine Höchstleistung von 375 kW (510 PS), während sich das Drehmoment auf 750 Nm erhöht. 

Im Vergleich zum Vorgänger haben die Mercedes-Designer dann auch nur wenig am Blechkleid verändert.

Das maximale Drehmoment der E-Maschine von 480 Nm ist ab der ersten Motorumdrehung bereit und bewirkt eine hohe Agilität beim Anfahren und ein dynamisches Fahrverhalten. Die Höchstgeschwindigkeit im elektrischen Fahrprogramm beträgt 140 km/h, danach wird soft abgeregelt. 

Mehr Reichweite als je zuvor 

Mit über 100 Kilometern verspricht Mercedes-Benz doppelt so viel elektrische Reichweite wie bisher. Doch auch bei den Schwaben unterscheiden sich Theorie und Praxis. Als die Batterie unseres Testwagens zu 98 Prozent aufgeladen war, stellte der Bordcomputer lediglich eine Reichweite von 93 Kilometer in Aussicht. Tatsächlich schafften wir knapp 70 Kilometer. Dabei waren wir fast nur innerorts unterwegs, hatten auf der Landstraße auf höchstens 90 km/h beschleunigt und andere „Stromfresser“ nicht eingeschaltet. 

Im Innenraum haben die Designer ein von Eleganz geprägtes Wohlfühlambiente mit Lounge-Charakter geschaffen.
Im Innenraum haben die Designer ein von Eleganz geprägtes Wohlfühlambiente mit Lounge-Charakter geschaffen.
Foto: Daimler AG

Für das dreiphasige Laden am Wechselstromnetz ist serienmäßig ein 11-kW-Ladegerät an Bord. Für das Schnellladen mit Gleichstrom ist ein 60-kW-DC-Lader verfügbar. Selbst eine entleerte Batterie soll damit in rund 30 Minuten voll aufgeladen sein. Ist die Batterie leer, begnügt sich der Benziner mit durchschnittlich weniger als zehn Liter, ein guter Wert für das schwere Schlachtschiff. Für den Spurt aus dem Stand auf 100 Stundenkilometer braucht der Teilzeit-Stromer 5,2 Sekunden – 0,3 Sekunden mehr als der Benziner ohne elektrische Unterstützung. Grund ist sein um 265 auf 2.310 Kilogramm gestiegenes Gewicht. Zu schämen braucht er sich dafür aber keineswegs. Dank seines tiefen Schwerpunkts lässt sich der Hybrid-Bolide dabei auch noch ziemlich sportlich und dynamisch bewegen. 

Nicht ohne Auswirkungen bleiben die Batterien und die veränderte Antriebstechnik zudem auf das maximale Ladevolumen: Passen in den Kofferraum der konventionellen S-Klasse mindestens 550 Liter, schafft die teilelektrifizierte Variante nur 350 Liter – ein bescheidener Wert angesichts der stattlichen Größe des Fahrzeugs. Dafür hat sie nun aber einen ebenen Gepäckraum mit Durchlademöglichkeit aufzuweisen. 

Eine Klasse für sich 

Wohlfühlatmosphäre pur versprüht der futuristisch angehauchte Innenraum des Wagens. Stilprägend ist das breite Zier-Element, das sich über die Front des Cockpits erstreckt und das komplette Fahrzeuginnere umfließt. 250 LEDs erzeugen nicht nur ein Lounge-Gefühl, sondern kommunizieren auch mit dem Fahrer. Rotes Warnlicht leuchtet beispielsweise auf, wenn die Hand zum Türgriff geht, aber ein Radfahrer gerade im toten Winkel am Auto vorbeifährt. 


Der VISION EQXX zeigt, wie sich Mercedes-Benz die Zukunft des Elektroautos vorstellt. Das Auto hat eine Reichweite von mehr als 1.000 Kilometern und einen Energieverbrauch von weniger als 10 kWh pro 100 Kilometer. Der VISION EQXX steht für neue Maßstäbe hinsichtlich Energieeffizienz und Reichweite im realen Straßenverkehr sowie für die revolutionäre Entwicklung von Elektroautos.  

The VISION EQXX is how Mercedes-Benz imagines the future of electric cars. The car has a range of more than 1,000 kilometres with an outstanding energy consumption of less than 10 kWh per 100 kilometres. The VISION EQXX stands for major new advances: it sets new standards in terms of energy efficiency and range in real-life traffic, and revolutionises the development of electric cars.
Mit dem Vision EQXX strahlt Mercedes auf Sparflamme
Eine große Reichweite, windschnittig und avangardistisch im Inneren - die Schwaben präsentieren in Las Vegas eine zukunftsweisende Konzeptstudie.

Aufgerüstet hat Mercedes auch beim Infotainment-System MBUX. Es soll mittlerweile bis zu 27 Sprachen verstehen. Selbstverständlich bietet die S-Klasse auch autonomen Betrieb auf Level 3 an: Auf Autobahnen kann das Fahrzeug bei zähfließendem Verkehr alle wichtigen Funktionen übernehmen: Gas geben, bremsen, lenken, Abstand halten, sogar innerhalb der Fahrbahn ausweichen. Auch das Einparken wird einfacher. Etwa durch die neue optionale Hinterachslenkung, die bis zu einem Winkel von zehn Grad mitgeht und so einen Wendekreis von 10,9 Metern ermöglicht. Außerdem kann man seinen Mercedes auch ferngesteuert in enge Parklücken bugsieren.

So viel Luxus hat natürlich seinen Preis. Mit 126.477 Euro liegt die aufladbare Hybrid-Variante rund ein Viertel über dem Preis der Verbrennermodelle. Noch teurer sind die ebenfalls angebotenen Ausführungen mit längerem Radstand sowie mit Allradantrieb.

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