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Die Dekade der Tablets
Lifestyle 5 Min. 04.04.2020 Aus unserem online-Archiv

Die Dekade der Tablets

Das neue iPad Pro ist dank Wifi-6-Unterstützung für das WLAN der nächsten Generation gerüstet. Die auffälligste Neuerung ist die überarbeitete Kamera mit Ultraweitwinkel-Objektiv. Die Preise starten bei 870 Euro (11 Zoll) und 1 082 Euro (12,9 Zoll).

Die Dekade der Tablets

Das neue iPad Pro ist dank Wifi-6-Unterstützung für das WLAN der nächsten Generation gerüstet. Die auffälligste Neuerung ist die überarbeitete Kamera mit Ultraweitwinkel-Objektiv. Die Preise starten bei 870 Euro (11 Zoll) und 1 082 Euro (12,9 Zoll).
Foto: Hersteller
Lifestyle 5 Min. 04.04.2020 Aus unserem online-Archiv

Die Dekade der Tablets

Vor zehn Jahren läutete Steve Jobs mit Apple’s iPad die Ära der flachen Alleskönner ein. Das Angebot an Produkten ist mittlerweile groß - das iPad hält sich aber tapfer.

von Torsten Könekamp

Die Reaktionen auf die Vorstellung des iPad im Jahr 2010 waren selbst für Apple-Verhältnisse unglaublich. „Das letzte Mal, als es dermaßen viel Aufregung um eine Tafel gab, standen darauf ein paar Gebote“, schrieb das „Wall Street Journal“. Trotz zunächst kritischer Reaktionen etlicher Journalisten waren die Käufer begeistert. Eine Gebrauchsanweisung? Überflüssig! Schnell mal die besten Kochrezepte auf den Touchscreen zaubern, bequem auf dem Sofa die Bilder für den Fotokalender zusammenstellen oder das Netz nach Geschenkideen durchforsten – kein Problem für alle Nutzer zwischen neun und 99 Jahren.

Tablets sind praktisch, handlich und enorm vielseitig im Einsatz – das schlug sich auch in den Verkaufszahlen nieder. In nicht einmal einem Monat verkaufte Apple daher eine Million iPads. Nur neun Monate später waren es bereits über 15 Millionen: der erfolgreichste Start eines Elektronik-Produkts für den Massenmarkt.

Bis heute Marktführer

Das iPad wurde von Anwendern nicht nur wegen der langen Akku-Laufzeit geschätzt, sondern auch, weil es als ideale Plattform für digitale Zeitungen und Magazine erschien. Die Medieninhalte, aber auch Spiele und Produktivität-Apps trieben den Erfolg des iPads an. Während Apple im Smartphone-Markt mit dem iPhone nie Anteile über 20 Prozent erreichen konnte, hängt das iPad seit 2010 die Konkurrenzprodukte von Wettbewerbern wie Samsung, Amazon, Lenovo und Microsoft ab.

Auch wenn die Welt zurzeit über die Corona-Krise spricht, dreht sich die technische Entwicklung weiter: Apple hat gerade eine neue Generation seines Tablets vorgestellt: das neue iPad Pro mit spannenden Funktionen. Aber auch für Android-Liebhaber sind hervorragende Geräte auf dem Markt erhältlich.

Als neues Zubehör gibt es für das iPad Pro das mit Hintergrundbeleuchtung ausgestattete „Magic Keyboard“ – eine USB-C-Tastatur (mit integriertem Trackpad).
Als neues Zubehör gibt es für das iPad Pro das mit Hintergrundbeleuchtung ausgestattete „Magic Keyboard“ – eine USB-C-Tastatur (mit integriertem Trackpad).
Foto: Hersteller

Eine der wichtigsten Fragen beim Kauf eines Tablets lautet: Wie groß darf es sein? Kleine Tablets (7 oder 8 Zoll) sind kompakt und daher unterwegs leichter zu transportieren. Aber die größeren Geräte (10 Zoll oder mehr) sind beim Surfen besser lesbar, und auch Fotos, Videos und Spiele machen darauf mehr Spaß. Die weitere Auswahl ist vor allem einer Abwägung von Preis und Ausstattung geschuldet. Geräte mit LTE-Mobilfunknetzen sind nur für Nutzer sinnvoll, die wirklich immer mobil surfen wollen. Wem lokale WLAN-Netze reichen, der nimmt eine günstigere Variante ohne LTE-Modem.

Nicht zu vernachlässigen ist auch die Auflösung. Viel hilft nicht immer viel, aber ein aktuelles Tablet-Display sollte Fotos und Videos mit mindestens 1 920 x 1 200 Pixeln zeigen. Andernfalls bleiben Details auf der Strecke, die Schärfe bewegt sich auf geringem Niveau, wenn das Display nur 1 280 x 800 Pixel wiedergeben kann. Von Billig-Modellen, deren Displays nur 1 024 x 600 Pixel wiedergeben, sollte man die Finger lassen. Besser – und auch teurer – sind natürlich hochauflösende Displays wie beim Galaxy Tab S6 (2 560 x 1 600 Pixel) oder die Retina-Displays der iPads (Auflösung mindestens 2 048 x 1 536 Pixel).


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Wer sein Tablet unterwegs auch als Fotoapparat nutzt oder für Videotelefonie einsetzt, sollte auch bei der Kamera nicht sparen. Nur wenige Tablets haben jedoch halbwegs Vernünftige an Bord: Dazu zählen die iPads, die MediaPads von Huawei und das Samsung Galaxy Tab S6.

Platz für Spiele und Co.

Bei den meisten Android-Tablets lässt sich der interne Speicher mit Karten erweitern. Bei Apple’s iPads ist dies nicht möglich. Daher sollte man genauer kalkulieren, wie viel Speicher es sein soll – und daher vorsorglich die üppigere Variante wählen.

Fürs Surfen und gelegentliche Spielen müssten 32 bis 64 Gigabyte ausreichen. Wer viele Fotos, Musik oder Videos auf dem Tablet aufbewahrt, greift besser zu einer Variante mit 128 Gigabyte oder mehr.

Kleiner Tipp: Es müssen nicht immer die aktuellsten Geräte sein – auch Vorjahresmodelle können in Sachen Hardware mithalten. Vorteil der neuen Modelle: Für sie wird es meist länger Updates geben als für Auslaufmodelle. 

Und das sind die iPad-Alternativen:

Samsung Galaxy Tab S6

Foto: Hersteller

Der Screen des Samsung-Flaggschiffs misst wie zuvor schon beim Samsung Galaxy Tab S5e 10,5 Zoll und hat eine Auflösung von 2 560 × 1 600 Pixel. Das Gerät verfügt über mehr Rechenleistung als das S4 und eine neue Doppelkamera mit Ultraweitwinkel-Objektiv. In der Version mit LTE und 256 Gigabyte Speicher kostet es rund 870 Euro – bei einem Gewicht von 420 Gramm. Es sind aber auch günstigere Varianten ohne LTE und mit weniger Speicher erhältlich. Als Zubehör gibt's einen Eingabestift zum Schreiben und Zeichnen. 

Amazon Fire HD 10

Foto: Hersteller

Mit seiner Fire-Linie bietet Amazon seit einigen Jahren günstige Tablets an. Zwar sind Auflösung und Farbtreue beim 10-Zoll-Display hoch, dafür gibt’s Abstriche bei Helligkeit und Kontrast. Die geringe Auflösung von je 2 Megapixeln bei den Kameras reicht nicht für ansprechende Fotos. Überzeugen kann das Fire HD 10 (um 150 Euro) mit einer langen Laufzeit von über 14 Stunden. Und wenn der 64-Gigabyte-Speicher nicht ausreicht, kann man bis zu 1 Terabyte nachrüsten. Nettes Extra: die Sprachsteuerung über Alexa. 

Huawei MatePad Pro

Foto: Hersteller

Das 10,8 Zoll große Tablet MatePad Pro löst mit 2 560 x 1 600 Pixeln auf. Für den guten Ton sorgen vier Lautsprecher von Harman Kardon. Im Inneren werkelt Huaweis schnellster Prozessor, der den Datenturbo 5G unterstützt. Die Geräte (ab rund 550 Euro) gibt es auch als WLAN- oder LTE-Variante und je nach Ausstattung mit 6 oder 8 GB Arbeitsspeicher sowie 128, 256 oder 512 GB Speicher für Apps, Fotos & Co. Manko: Aufgrund des Handelsstreits zwischen China und den USA kann Android mit Google-Diensten nicht installiert werden. Stattdessen setzt Huawei auf eigene „Mobile Services“. 

Lenovo Yoga Smart Tab

Foto: Hersteller

Der ausklappbare Standfuß verleiht dem Lenovo Yoga Smart Tab (um 300 Euro) ein besonderes Aussehen. Clevere Idee: Klappt man den Standfuß aus, wechselt das Gerät in den Spezialmodus. Im Sperrbildschirm zeigt das Smart Tab dann auf den Nutzer zugeschnittene Informationen zum Arbeitsweg, zu Terminen oder Bilder aus „Google Fotos“ an. Steht das Smart Tab mit 10-Zoll-Display gerade nicht in der Küche oder im Wohnzimmer, gefällt es als Tablet, das man bequem in einer Hand halten kann. Das Gerät punktet zudem mit einem Akku, der selbst bei intensiver Nutzung über 15 Stunden durchhält. 

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