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Die angesagten Wohntrends: Zwischen Hippie-Folklore und Zukunftsdesign
Lifestyle 13 3 Min. 17.02.2016

Die angesagten Wohntrends: Zwischen Hippie-Folklore und Zukunftsdesign

Vier ganz verschiedene Trends haben die Stilexperten der Messe Ambiente in Frankfurt für das Wohnen im Jahr 2016 ausgemacht. Einer bringt Futuristisches in die Gegenwart, ein anderer fokussiert sich auf das Gemütliche und Natürliche.

(dpa/tmn/mk) - Aktuelle Trends beim Wohnen sind oft nicht so ganz fassbar. Das gilt besonders dann, wenn Fachleute diese auch noch mit englischen Wortkompositionen benennen: Artisanal Gardening, Futuristic Couture, Functional Symplicity und Composing Freedom heißen die vier Bewegungen, die die Experten der rezenten Konsumgütermesse Ambiente in Frankfurt am Main für das Jahr 2016 ausgemacht haben. Doch was steckt dahinter?

Futuristic Couture

Hier sieht es ein wenig aus wie in einer Science-Fiction-Szene: Kästen aus Plexiglas, Neonfarben, Glas- und glänzende Metallobjekte. Als Zeichen des Trends stehen synthetische Materialien und Drucke, die an Elemente der Molekularbiologie erinnern. Doch das scheinbare Zukunftslabor ist gespickt mit Alltagsgegenständen, die wir bereits nutzen: Skurril geformte Schalen und Vasen gehören dazu sowie Gläser, die an altes Kristall erinnern und metallisch schimmernde Regale.

Die Produktionsmöglichkeiten haben sich zuletzt stark erweitert. So wird zum Beispiel der 3D-Druck immer besser. Das gibt Designern mehr Optionen, aus irren Ideen Produkte für den Massenmarkt zu machen. Skurrile Formen und ungewöhnliche Oberflächen lassen sich wirklich herstellen - und die wirken zum Teil nun einfach wie aus einer fernen Zukunft.

Vasen mit Blumen, florale Muster auf Kissen und warme Farben: So sieht der Trend Artisanal Gardening aus.
Vasen mit Blumen, florale Muster auf Kissen und warme Farben: So sieht der Trend Artisanal Gardening aus.
dpa-tmn

Neben den ungewöhnlichen Formen bringen die neuen Fertigungstechniken einen praktischen Nutzen mit sich: Stoffe lassen sich besser nachahmen. Dadurch soll günstiger Kunststoff nun wie das teuerste handgeblasene Glas wirken. Und das bedeutet: Viele exklusive Produkte können aus anderem Stoff jetzt billiger verkauft werden und somit alle Käufergruppen ansprechen.

Artisanal gardening

In diesem Raum hat die Natur einen Platz im Haus, und der Garten ist das Vorbild der Einrichtung. Die Farbpalette besteht aus warmen Tönen, die der Spätsommer auflegt: Dunkelrot, Grün und warmes Braun. Die Kissen zieren Blumenmuster; Geschirr, Deko und Kleinmöbel bestehen vor allem aus Keramik, Bambus, Leinen und Wolle.

Zu diesem Trend gehören Produkte des Kunsthandwerks, wobei die Hersteller sich auf eigenes Design und eine qualitativ gute Ausführung besinnen. Es geht um Modernes mit ländlichem Charme für Menschen, die das Authentische schätzen.

Die Grenzen zwischen innen und außen verschwimmen zugunsten einer entspannten Wohnatmosphäre mit Hippie- und Folklore-Flair. Diesen Trend bestimmen vor allem dunklere Farbtöne. Und so etwas setzte sich bisher bei der breiten Masse der Käufer oft nicht durch und blieb daher etwas für eine spezielle Zielgruppe. Und so sieht man als Beispiele auch fast nur teurere Produkte.

Composing Freedom

Das ist der Einrichtungsstil für Freigeister. Kombinationen prägen den unkonventionellsten Trend. Gegensätzliches wird eigenwillig und überraschend zusammengestellt, bekannte Formen werden verändert. So ist in der Ausstellung zum Beispiel ein eckiger Globus zu sehen. Auch bei den Mustern geht es wild zu: Hier treffen Punkte auf Streifen auf Blumen auf Quadrate. Die Devise lautet: Alles geht.

Das ist sehr praktikabel: Alte Produkte treffen auf neue, die ganze Farbpalette des Regenbogens wird verwendet - deutliche Einflüsse des Streetstyles und der 80er Jahre. Im bunten Chaos aus Markenprodukten und No-Name-Lieblingsstücken gibt es eine Konstante: die originelle Unbekümmertheit.

Etwas für die Puristen: Der Nutzen der Produkte steht in der Ambiente-Trendwelt Functional Symplicity im Fokus. Hier ein Ausstellungsstück von Ole Palsby.
Etwas für die Puristen: Der Nutzen der Produkte steht in der Ambiente-Trendwelt Functional Symplicity im Fokus. Hier ein Ausstellungsstück von Ole Palsby.
dpa-tmn

Functional Simplicity

Dieser Trend wird von Puristen geschätzt, die Produkte mit wenig Schnörkel und keinen Schnickschnack wollen. Die Formen dienen rein dem Zweck, streng geometrische Formen dominieren. Aber hier offenbart sich auch wie schön Nützliches sein kann. Jedes noch so alltägliche Objekt soll nicht nur funktional, sondern auch gut aussehen.

Die Produkte müssen sich durch perfekte Funktion und Verarbeitung auszeichnen. und die Werkstoffe langlebig sein. Es geht um Essenzielles in Bestform. Die Farbpalette ist eher unaufgeregt mit monochromen und neutralen Tönen. Durchgesetzt hat sich der Trend bereits und er wird immer beliebter.


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(ACHTUNG - HANDOUT - Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit dem genannten Text bis 31.12.2015 und nur bei vollst�ndiger Nennung der Quelle. Die Ver�ffentlichung ist f�r dpa-Themendienst-Bezieher honorarfrei.) 
Foto: Eschenbach Optik